Ausreichende Renten sind möglich

Rente: Breite Kritik an Nahles-Plan; Titelseite 6. Oktober

Die Kritiker bedenken nicht, dass letztlich bei einem zu weitem Absinken des Rentenniveaus die sogenannte Aufstockung auf Hartz-IV-Niveau notwendig wird. Diese Leistung wird letztendlich vom Steuerzahler getragen. Auch wird, sobald es genug Betroffene gibt, mit großer Wahrscheinlichkeit die Akzeptanz der gesetzlichen Rente schwinden. Ferner ist zu bedanken, dass zur Vermeidung von Unruhen wegen Obdachlosigkeit die Volksgemeinschaft gezwungen wäre, erhebliche Mittel für Mietzuschüsse aufzuwenden um keine Slumviertel entstehen zu lassen. Wenn es auch immer wieder durch die Politik und Wirtschaftsverbände bestritten wird, das Migrationsproblem wird mindestens eine Generation von Kleinstrentnern hervorbringen, die ebenfalls über Steuergelder erhalten werden müssen. Darum sollte auch die Wirtschaft solidarisch mitzahlen und die gesetzliche Rentenversicherung über Steuergelder von allen Fremd- und Solidarleistungen befreit werden. 

Gerhard Siebert München

Frau Nahles plädiert für eine Haltelinie beim Rentenniveau, wobei eine Anhebung des Rentenbeitrags unausweichlich ist. Das brauchen die Beitragszahler der Rentenversicherung (RV) nicht zu fürchten, weil der Bund die Finanzierung der Renten garantiert. Er hat nämlich 1955 mit dem Kriegsfolgeschlussgesetz die RV enteignet und ausgeführt, dass dieser in Art. 120 GG zugesichert ist, dass ihre Leistungsfähigkeit auf damaligem Niveau durch den Einsatz von Bundesmitteln garantiert wird. Damit bestehe keine finanzielle Notwendigkeit, die Anleihen zurückzuzahlen. Der Bund hat den Rentenkassen nach den Zahlen der RV bisher rund 750 Milliarden entnommen bzw. versicherungsfremde Leistungen in dieser Höhe nicht gegenfinanziert. Wenn der Bund dieses Geld, das den Beitragszahlern gehört, zurückführt bzw. seiner Garantiezusage nachkommt, hat die Rentenkasse kein Problem. Die Renten können wieder auf das frühere Niveau steigen. Der Staat aber denkt gar nicht daran, sondern bedient sich weiter schamlos aus den Rentenkassen, verschiebt die Steuerbelastung von den Reichen zu den Armen und finanziert alles Mögliche, für die eigenen Leute aber hat er nichts übrig. Dem kann nur der Wahlzettel Einhalt gebieten. 

Erwin Michael Kinateder Murnau

Wie eine menschenwürdige Rente bezahlt werden soll? Die brauchen bloß über den Zaun nach Österreich/Schweiz oder den nordischen Ländern schauen, dann haben sie Paradebeispiele, wie das reibungslos funktioniert! Die Rentner, auch die der Zukunft, wollen lediglich von ihrer erarbeiteten Rente menschenwürdig leben können. Nicht mehr und nicht weniger! Mit welchem Recht bekommt der Beamte zirka 72 Prozent seines letzten Gehaltes (Alimentation) als Pension, und der Rentner (Angestellte/Arbeiter) zirka 48 Prozent seines Lebenseinkommens? Das ist finsterstes Mittelalter! Ich habe in meiner Lehrzeit 48 Stunden pro Woche gearbeitet und dafür wurde ich mit 25 Deutschen Mark (12,79 Euro) monatlich entlohnt. Und das wird bei meiner Rente und den anderen berechnet. Wir Rentner und auch die künftigen wollen nicht Menschen zweiter oder gar dritter Klasse sein. Uns reicht’s! Und wenn der vbw-Präsident Herr Gaffel anderer Meinung ist, so ist das sein ureigenstes Privatvergnügen. Bloß soll er sich mal überlegen, dass nicht die Aktionäre seinen Wohlstand ermöglichten, sondern das gemeine arbeitende Volk, also Arbeiter und Angestellte! 

Edeltraud Hartl Puchheim

Unsere Sozialministerin, Frau Nahles, versucht zurzeit krampfhaft, den Rentnern niedrigere Renten schmackhaft zu machen. Dabei sind wir das reichste Land innerhalb der EU und sollten uns schämen, Gedanken über niedrige Renten zu entwickeln. Rund um Deutschland gibt es Länder, in denen jeder, der am Bruttosozialprodukt beteiligt ist, 5 Prozent seines Einkommens an die Rentenkasse zahlt. Da also auch Beamte, Selbstständige und Volksvertreter einzahlen, kann eine feste Monatsrente von 1500 bis 1800 Euro gezahlt werden. Warum nicht bei uns? Frau Nahles könnte sich dann Worthülsen wie Haltelinie sparen, und eigentlich wäre auch sie einzusparen. 

Franz Pflüger Ottobrunn

Warum gibt es für den durchaus vernünftigen Vorschlag von Frau Minister Nahles, das Rentenniveau festzuschreiben, so viel Widerstand? Gönnt man den Rentnern nach über 45 Jahren Beitragszahlung in die Rentenkasse den sorgenfreien Lebensabend nicht mehr? Natürlich sind Arbeitgeber immer gegen eine Anhebung der Beitragssätze in die Sozialversicherungen, denn diese müssen dann natürlich auch als Beitragszahler für ihre Arbeitnehmer tiefer in eigene Tasche greifen. Der immer wiederkehrende Vorschlag unserer Politiker, das Rentenalter weiter anzuheben und die Arbeitnehmer länger arbeiten zulassen, spart natürlich viel Geld, da dann ja ein Teil das Rentenalter nicht mehr erlebt. Auch sollte man im Alter nicht arbeiten müssen, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, sondern so es einem noch gefällt, arbeiten dürfen. Der Vorschlag der Grünen, einen Teil der Renten aus Steuermitteln zu finanzieren, ist gar nicht so schlecht, denn das Geld muss ja da sein. Könnte Deutschland sonst problemlos, unvorhersehbar fast eine Million Flüchtlinge aufnehmen und aus Steuermitteln finanzieren, ohne das zu einer Neuverschuldung des Staates führt? Die Politiker sollten die Bürger nicht für so dumm halten, dass sie dieses nicht durchschauen. Wenn unsere Politiker, insbesondere Frau Merkel, so weitermachen, treiben sie noch mehr Wähler auf die Seite der AfD. Wundern darf einen das nicht. Da hilft auch nichts, wenn der bayerische Ministerpräsident Herr Seehofer den jetzigen Finanzminister Herrn Söder als Wächter über Frau Merkel in Berlin installieren möchte. 

Franz Schreyer Karlsfeld

Seit 1957 plündern die Politiker alle Sozialkassen, vorrangig die Rentenversicherung. Was man heute als Zuschuss zur Rentenversicherung bezeichnet, sind versicherungsfremde Leistungen, das heißt, die entnommenen Beträge sind Entscheidungen der Politiker, die man klammheimlich der Rentenversicherung aufs Auge drückt. Mir fehlt da immer der Aufschrei der zahlenden Generation und Presse. Wenn man die entwendeten Beträge in die Rentenkasse wieder einzahlt und die Verwaltung wirklich Fachleuten überlassen würde, dann hätte die Rente und alle Sozialkassen eine Zukunft. So lange wir glauben, dass Beamte, Politiker und dergleichen . in der Lage sind, unsere Sozialsysteme sinnvoll zu verwalten. wird Deutschland nie einen Spitzenplatz im Bevölkerungsreichtum einnehmen. 

Hermann Boehm Gröbenzell

Auch interessant

<center>Weihnachtsodl Kräuterlikör</center>

Weihnachtsodl Kräuterlikör

Weihnachtsodl Kräuterlikör
<center>Mei Trachtenhemd T-Shirt</center>

Mei Trachtenhemd T-Shirt

Mei Trachtenhemd T-Shirt
<center>Winterlieder-CD von Sternschnuppe</center>

Winterlieder-CD von Sternschnuppe

Winterlieder-CD von Sternschnuppe
<center>Wiesn-G´schichtn - Der Comic zum Oktoberfest</center>

Wiesn-G´schichtn - Der Comic zum Oktoberfest

Wiesn-G´schichtn - Der Comic zum Oktoberfest

Meistgelesene Artikel

Präsidentenwahl in Österreich

Österreich wählt Van der Bellen; Titelseite, Werner Menner: Für ein offenes Europa; Kommentar 5. Dezember, Georg Anastasiadis: Postfaktisch in Wien; Mike Schier: Der …
Präsidentenwahl in Österreich

Bravo, München!

Startbahn: Stadt lässt CSU abblitzen; Titelseite 30. November
Bravo, München!

Zuschriften zum TSV 1860

Rumhacken auf 60er; Leserbriefe 2. Dezember, Heinrich Lemer: DFL auf Tauchstation; Kommentar Sport 30. November
Zuschriften zum TSV 1860

Auch geübten Autofahrern ist ein Fahrsicherheitstraining zu empfehlen

Alle müssten langsamer fahren; Leserbriefe 2. Dezember
Auch geübten Autofahrern ist ein Fahrsicherheitstraining zu empfehlen

Kommentare