Alle an einem Strang ziehen

Sachsen: Entsetzen über Polizeichaos; Titelseite, Georg Anastasiadis: Zum Fürchten; Kommentar, Martin Fischer und Stefan Sessler: Das große Versagen; Im Blickpunkt 14. Oktober

Sehr richtig und alle hier aufgeworfenen Fragen und auch der Rat, nachträgliche Kontrollen nicht als Generalverdacht gegen Flüchtlinge zu denunzieren. Ich möchte aber eine ganz andere Sicht hinzufügen: Den ganzen Tag gestern gab es nur noch das Thema des Suizids dieses Schwerverbrechers, dem weder ein, noch viele Menschenleben etwas wert sind, ob er psychologisch genügend betreut wurde. Die politische Opposition ergötzte sich an der Unfähigkeit der Sicherheitsbehörden und betrieb Wahlkampf. Jener Syrer plante doch einen Sprengstoffanschlag auf den Berliner Flughafen mit allen grausigsten Auswirkungen. Wie viele Menschen in Deutschland und anderen Staaten der EU nehmen sich aus Verzweiflung das Leben und kein Mensch, schon gar nicht ein Politiker der Befürworter einer Multikulti-Gesellschaft, geht dem öffentlich wirksam nach. Täter genießen in unserem Land eben stets weit mehr Aufmerksamkeit als Opfer. Gerade habe ich erfahren von einem 17 jährigen Mädchen, Klassenbeste einer Oberschule eines Nachbarstaates, die sich vor Kurzem erhängt hat, und nun tat dies dort ein weiteres Kind. Wo ist da die öffentliche Aufregung und Anteilnahme? 

Andrea von Beaulieu Marconnay Petershausen

Seit Monaten wird uns in den Medien und über die Politik beigebracht, dass unsere Polizei Überstunden, zusätzliche Aufgaben bewältigen muss, ständig unterbesetzt ist und absolut am Limit agiert, sodass man als Bürger sich schon Gedanken um die eigene Sicherheit macht. Jetzt wird schon mal so ein Terrorverdächtiger verhaftet, der so wie es aussieht, Hunderte Menschen in unserem Land töten oder schwer verletzen wollte und jetzt wird der Polizei und der Justiz Nachlässigkeit und was weiß ich noch alles vorgeworfen. Was soll das? Wir sollten aufhören ständig unsere Polizei zu kritisieren, ich finde, die Bürgerpflicht wäre es eher unsere Polizei zu unterstützen, die Augen offen halten und Dinge die einem komisch vorkommen zu melden. Denn nur wenn wir alle an einem Strang ziehen, können wir unseren Feinden zeigen, mit uns nicht, wir sind eine Einheit, Ihr könnt uns zwar Schaden zufügen aber niemals besiegen. Ich bin kein Polizist, falls irgendwer auf diese Idee kommen sollte, ich bin ein Bürger dieses Landes und stolz darauf, wir sollten auch mal Macht demonstrieren, wir , damit meine ich unseren Staat und unsere Bevölkerung und uns nicht nur entschuldigen für die Dinge notwendig sind um unseren Frauen und unseren Kinder ein sicheres Deutschland bieten zu können, jetzt und in Zukunft. 

Otto Schmitt Oberappersdorf

Natürlich ist es kein Ruhmesblatt für die Polizei, wenn ihr ein Verdächtiger erst einmal entwischt, und auch die Justiz muss sich kritische Fragen gefallen lassen, wenn er sich ihr nach seiner Festnahme im wahrsten Sinne des Wortes endgültig entzieht. Eine kritische Frage habe ich bisher allerdings nicht gehört und daher möchte ich sie hier stellen: Warum kommt niemand auf die Idee, dass es vonseiten einer durchorganisierten Terrorvereinigung wie dem IS vielleicht einen Plan B für seine Schergen gibt, nämlich den Suizid für den Fall, dass sie vor der Verübung ihrer Selbstmordattentate geschnappt werden, um die Spuren zu Hintermännern, anderen potenziellen Attentätern und Attentaten zu verwischen? Oder dass ihnen nach ihrer Entlassung die Hölle auf Erden durch die Hintermänner droht? Dann würde sich die Einschätzung einer potenziellen Suizidgefahr erübrigen, es wäre von ihr auszugehen. Sehr lange vor dem www und den sozialen Medien war in bestimmten Kreisen dafür die gute alte Giftkapsel unter dem Revers vorgesehen. Suizid ist nicht nur im Islam, sondern auch im Christentum eine Todsünde – doch ganz offensichtlich halten sich hier wie dort nicht alle daran. Und weiß jemand sicher, ob islamistischen Attentätern für einen Fall wie diesem nicht ebenfalls das Paradies versprochen wird? So lange ein Urteil nicht gefällt ist, gilt auch ein islamistischer Terrorverdächtiger ob mit oder ohne IS-Kontakte politisch korrekt als mutmaßlich, selbst wenn ziemlich klar ist, dass er mit seinem hochgefährlichen Sprengstoff ganz sicher nicht Murmeln spielen wollte. Der junge Mann kann dazu nicht mehr klärend beitragen. Leider neigen vor allem deutsche Verantwortliche dazu, sich öffentlich in gegenseitigen Schuldzuweisungen und Rücktrittsforderungen zu ergehen. Bitte hören Sie damit auf und ziehen Sie die notwendigen Konsequenzen!

 Rotraud Oechsler Miesbach

Grüne sehen „institutionelles Versagen“- Selbstmord des Terrorverdächtigen Dschaber al-Bakr. Schon einmal darüber nachgedacht ob nicht bereits unser ganzes Land, wenn nicht sogar Europa und die Welt an sich, bereits im Chaos versinkt. Darf man die Fragen stellen, ob nicht vorher schon jemand Anderes versagt hat? Gott sei dank, hat der geplante Sprengstoffanschlag auf einen Berliner Flughafen, der bereits weitgehend vorbereitet war, nicht stattgefunden. Noch mal Glück gehabt! Ist das nicht erst der Anfang und die Spitze vom Eisberg, was in Zukunft an Terroranschlägen noch so passieren kann, in unserem einst so ruhigen Land. Man kann der Justiz und unserer Polizei von Seiten der Politiker immer ein Versagen vorwerfen. Doch wer hat zuerst versagt, bestimmt nicht die Polizei und Justiz, nein die können die Suppe nur auslöffeln, die andere führende Politiker, die auch nebenbei für unserer aller Wohl und unsere Sicherheit verantwortliche sind, uns allen eingebrockt haben. Es ist wirklich so, wie Frau Brigitte Pietschmann unter anderem in ihrem Leserbrief schreibt: „Wer Hass sät, wird Hass ernten. Seien wir mutig und tun wir alles für friedliches Miteinander.“ Nur wenn wir alle mehr an einem Strang ziehen, können wir gemeinsam etwas erreichen! 

Karlheinz Dettweiler Haimhausen

Kürzlich habe ich eine Frage zur Verhaftung des Terroristen Al Bakr angeregt. Diese wurde durch Recherchen eines Ihrer Mitarbeiter beantwortet. Dafür möchte ich mich bedanken. Aber wie so oft haben die aktuellen Ereignisse alle Bemühungen überholt. Dieser potenzielle Täter ist jetzt tot. Natürlich fragt man sich, wie so etwas möglich ist. Und ich meine zurecht. Da wird von Verantwortlichen in einer Pressekonferenz dargelegt, dass so etwas nicht voraussehbar war und die Überwachung „Arte Legis“ war. (Also nach allen Regeln der Kunst - gemeinverständlich wollte man sich wahrscheinlich nicht ausdrücken,, was mich aber zumindest nachdenklich machen würde bei einem Selbstmord). Ein sächsischer Justizminister gibt bekannt, dass alles menschenmögliche getan wurde , um das zu verhindern. Im Umkehrschluss dazu würde ich vermuten, daß ein Sebstmord im Gefängnis nicht zu verhindern ist. Ich denke da wohl etwas naiver, weil ich der Ansicht bin, daß es möglich sein müsste. Letzendlich werden riesige Anstrengungen unternommen, um den Terror von Deutschland fernzuhalten und das in grössten Teilen verlässlich und effektiv. Schade aber, daß genau in dieser Situation durch Versagen einiger vielleicht eine weitere Möglichkeit, wertvolle Erkenntnisse zu erhalten und weitere Taten zu verhindern sehr erschwert wurde. 

Jürgen Illing Puchheim

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