Schuldiges Opfer? -  Mit Bestürzung

Vergewaltigte verhaftet; Weltspiegel 18. November

Mit Bestürzung las ich, dass man in Dubai eine Britin, die von mehreren Männern vergewaltigt wurde, wegen außerehelichem Sex anklagen wolle. Dazu fehlen mir die Worte und ich fordere das Auswärtige Amt in Deutschland auf, eine Reisewarnung für Frauen, die in die Vereinigten Arabischen Emirate reisen wollen, auszusprechen, da Frauen nach einer Vergewaltigung verhaftet werden und auch noch die Todesstrafe dafür erhalten können. 

Siegfried Wolter Erding

Unfassbar: Eine Frau wird vergewaltigt und ist anschließend die Angeklagte! Unfassbar zumindest im zivilisierten Denken der Nordhalbkugel. Der Süden sieht dies wohl wieder anders. Und Abu Dhabi ist noch ein wenig anders. Die Sichtweise und der Standpunkt sind wie so oft auch hier wieder entscheidend. Vor allem beim Haupttrieb der Menschheit, der Erotik. Während die Nordhälfte dabei zur Ruhe und Gelassenheit neigt, bedingt durch Kälte, Arbeitswelt und dem Schaffen von Werten, kämpft der Süden dieser Welt oft mit dem Gegenteil – die Sonne ist wohl die Ursache. Beide Welten prallen aber ständig gegeneinander und lösen völlig verschiedene Aktivitäten aus: Der Erotik im Norden wird oft etwas nachgeholfen (Nacktheit, Medizin, Nashorn und Elefanten-Elfenbein gemahlen). Der Süden hat dagegen eher das Problem des Fortpflanzungs-Überangebots. Daraus entstehen völlig verschiedene Handlungsvorgaben für die Gesetzgebung, die Religionen und das mögliche Zusammenleben mit Menschen anderer Kulturkreise. Und es gibt auch Probleme: Die Touristin aus dem Norden wurde wohl das Opfer ihrer gewohnten Lebensweise am falschen Ort. Wir werden sie verteidigen. Die Ewig-Gestrigen im Süden (wie wir sie nennen) werden aber argumentieren: Wäre die Frau mit ihrem Ehemann, ihrem Vater oder ihrem Bruder – dazu natürlich in dem bei uns inzwischen bestens bekannten Outfit – unterwegs gewesen wäre sie nicht vergewaltigt worden. Die bestehenden Gegensätze dieser Welt wird man nicht ändern können. Nur die Achtung, der Respekt vor der jeweiligen Lebensart und das Nicht-Einmischen – auch wirtschaftlich – in die jeweiligen Mentalitätsgebiete kann vielleicht ein Miteinander ohne Kriege ermöglichen. 

Hans-Peter Haimerl München

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