Überdiagnostik

Wahlloses Röntgen ist kontraproduktiv; Weltspiegel 23. November

Unser pseudosoziales Gesundheitswesen ist seit langem zu einem Krankheitsförderungssystem entartet, wo häufige Arztbesuche, viele Medikamente und vorschnelle Operationen zum Normalfall geworden sind. Wo bleiben die Eigeninitiativen in unserem krankgewordenen Versorgungsstaat, für den im medizinischen Bereich schon 350 Mrd - mehr als der gesamte Bundeshaushalt!!!- ausgegeben werden. Nicht selten werden bei harmlosen Rückenschmerzen Patienten in die Röhre gesteckt, womit entsprechend lukrativ abgerechnet und nicht selten mit einer Überdiagnostik Patienten zu Krüppeln operiert werden. Unsere große Koalition hat mit einem Versorgungsverstärkungsgesetz noch dazu beigetragen, dass Verantwortungslosigkeit und Bequemlichkeit zusätzlich gefördert werden. Damit werden Chancen vertan, sich mehr mit anfallenden Krankheiten selbst auseinanderzusetzen. Wenn Symptome nur oberflächlich behandelt werden, wird der Blick für Krankheitsursachen nicht selten verdeckt, so dass unterschwellig neue Krankheiten heranreifen. Wenn wir schon Weltmeister bei Arztbesuchen und Operationen sind, gehören wir bei weitem nicht zu den gesundesten Völkern. Eine angebliche längere Lebenserwartung wird oft nur durch längere Krankheitsdauer im Alter mit Medikamenten oder anderen Prothesen erkauft Verständlich, dass die herrschenden und gut verdienenden Kräfte im Gesundheitsunwesen mehr Interesse an ihren Profiten haben als an mitdenkende Patienten und an ganzheitlichen Heilungsansätzen. Solche werden zusätzlich verhindert, wenn der Mensch in seiner Leib-Seele Ganzheit übergangen wird. Mehr Arztbesuche können auch mehr Krankheiten produzieren und lukrative Patienten krank halten. Höchst unsozial ist es, wenn zunehmende Kosten primär Arbeitnehmer und Arbeitgebern aufgelastet werden. Aus Angst vor Wählerverlust hüten sich unsere tonangebende Parteien seit Jahren vor unbequemen Entscheidungen und unterstützen auch hier mit einem „Weiter so“ ein Versorgungssystem, das immer mehr kostet und neue Krankheiten wie Pflegefälle hervorbringt. In diesem kranken System bekommt man kaum Anreize, Krankheiten möglichst selbst auf den Grund zu gehen, was in der Regel Voraussetzung für die Heilung ist. So bleiben nicht wenige Patienten über Jahre arme Schlucker unf Tröpfe, was für volle Wartezimmer sorgt und Geldschneidern der Reparatur- und Ersatzteilmedizin locker zu Profiten verhilft. Es ist doch nicht sozial, wenn in einer Vollkaskomentalität erhebliche Kosten für grob selbstverursachte Krankheiten ganz selbstverständlich Beitragszahlern aufgebürdet werden, während Personen, die durch übermäßiges Essen,Trinken oder Rauchen Krankheiten und Pflegefälle produzieren, sich nicht einmal um eine Rechnung kümmern müssen. 

Simon Kirschner Gaimersheim

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