Geistiger Fortschritt stagniert

Sensationsfund in der Nachbarschaft; Weltspiegel 25. August

Die Entdeckung eines Exoplaneten in nur 40 Billionen Kilometern Entfernung lässt hoffen, einmal Roboterexpeditionen dorthin zu unternehmen. Bei dem technischen Fortschritt vielleicht schon innerhalb der nächsten Jahrhunderte. Aber der geistige Fortschritt stagniert seit hundert Jahren. Man kommt nicht über die Einsteinische Relativitätstheorie hinaus, die auf der Erde und in der erdgestützten Raumfahrt auch bestens funktioniert. Aber im Weltraum zwischen den Sternen gibt es keine festen Messpunkte. Dort gilt das Relativitätsprinzip; das ist ein Gleichberechtigungsgebot, das jedem die Beobachtung aus seiner Perspektive zugesteht. Man kann dann sagen, ein Raumschiff bewegt sich von der Erde weg, aber genauso gut, die Erde bewegt sich vom Raumschiff weg. Man kann Geschwindigkeit nicht mehr zuordnen. Wenn dann noch laut Relativitätstheorie bewegte Uhren langsamer gehen, müssten sowohl Raumfahrer als auch Erdbewohner jünger als die jeweils anderen zurückkehren. Wegen dieses Zwillings-Paradoxons würde wohl kaum ein Astronaut die Reise zum Nachbarsternsystem wagen; auch eine unbemannte Mission würde schiefgehen. Seit Albert Einstein ist die Astrophysik zwar nicht mehr absolut, aber noch autoritär, solange der Satz „Bewegte Uhren gehen langsamer“ aus der Sicht des einen Beobachters ohne den Gegen-Satz „Bewege Uhren gehen schneller“ aus der Perspektive des anderen alleine dasteht. Bislang kommt nur einer von zwei Verhältnispartnern zu Wort und zum Zug. Gleichberechtigung für uns als Raumbewohner herzustellen ist eine philosophische Aufgabe. Gegenwärtig schwimmt die Geisteswissenschaft im Kielwasser, statt wieder Bugwulst des Schiffes Forschung zu sein. Aus der Relativitätstheorie muss eine Verhältnislehre werden.

 Stefan Silbernagl Moorenweis

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