Da stimmt doch etwas nicht

Martin Prem: Millionenstreit um Mängel am Satelliten; Wirtschaft 28. Juni

Wo bleibt das Regressmanagement gegen FMG und Lufthansa? 2003 übergibt das Büro Koch + Partner als Generalplaner den Terminal 2 des Münchener Flughafens mit Bravour und 2016 den Satelliten als Erweiterungsbau. Beide Projekte liegen im Kosten- und Terminrahmen, Konzepte und Architektur werden hochgelobt. Und jetzt steht dies Büro mit dem Satellitenprojekt vor dem Aus? Da stimmt doch etwas nicht. Nach Übergabe und Einweihung werden 200 angebliche Planungsfehler und damit verbundene Regressansprüche aufgetischt. Ein fragwürdiger Vorgang, denn Mängel gehören zeitnah während der Bauzeit angezeigt und beseitigt. Offensichtlich hat das Mängelmanagement der Wasserkopf-Controller mit seinem 50-köpfigen Stab eklatant versagt. Kein Wunder bei so einer Überbesetzung und viermaligem Austausch der Geschäftsführer der Flughafen München Baugesellschaft. Dafür gibt es jetzt nach eigener Darstellung ein Regressmanagement des Bauherrn! Das Versagen auf Bauherrnseite hat aber offenkundig noch ganz andere Dimensionen: Acht Monate verzögert der Bauherr das Projekt aus Gründen interner Vertragsgestaltung. Baugenehmigungsplanung und Ausführungsplanung werden entgegen der üblichen Abfolge gleichzeitig verlangt. Aufträge werden zu spät erteilt. Mit mehreren hundert Änderungswünschen wird der Planungsablauf belastet. Ein klarer Hinweis auf schwere Versäumnisse Planungsgrundlagen rechtzeitig zu klären. Viel schlimmere Planungsbedingungen kann man sich als Architekt kaum vorstellen. Das Büro Koch+Partner hat dieses Großprojekt als Generalplaner mit über 100 hochqualifizierten fleißigen Ingenieuren und Architekten mit großem Engagement gegen alle Widrigkeiten erfolgreich erarbeitet und durchgesetzt. Es ist zu hoffen, dass sich Politik und Architektenkammer (als berufständige Vertretung) hier einschalten und nicht wegsehen, wie ein mittelständisches Architekturbüro an die Wand gefahren wird, sondern auch dafür Sorge tragen, dass die Schuldigen auf Bauherrenseite zur Rechenschaft gezogen werden. Es geht hier um das Agieren eines öffentlichen Bauherrn mit Verantwortung gegenüber unserer Gesellschaft und dem Berufsstand des Architekten. Als Bürger und Steuerzahler bin ich nicht bereit solche Bauherrnstrukturen und Gebaren klag- und widerstandslos hinzunehmen. Es ist an der Zeit ein Regressmanagement gegen die Verantwortlichen auf Bauherrnseite einzuleiten. 

Klaus Freudenfeld München

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