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Aschheim hätte viel Platz rund um die Emmeram-Realschule. Hier die Wiese südlich der Realschule. 

Im Münchner Osten

Aschheim oder Feldkirchen: Wettstreit um neues Gymnasium

Feldkirchen – Neben dem beschlossenen Neubau Kirchheim soll es im Münchener Osten ein weiteres Gymnasium geben. Aschheim und Feldkirchen wetteifern darum.

Aschheim kann bereits mit einem Grundstück neben der Realschule aufwarten und möchte dieses Areal zu einem Schulcampus aufwerten. Aber auch die Gemeinde Feldkirchen hat bei der Sitzung des Schulzweckverbands in Kirchheim Begehrlichkeiten angemeldet. In der ersten Fassung des Beschlussvorschlages lautete es noch, dass es – vorbehaltlich der Zustimmung der Gemeinderäte in Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim – ein neues Gymnasium in Aschheim geben soll. „Auch für uns ist jede Schule von Interesse, das möchte ich hier deutlich sagen!“, erklärte Feldkirchens Bürgermeister Werner van der Weck (SPD). „Selbst wenn ich prinzipiell für ein neues Gymnasium stimmen werde möchte ich nicht, dass wir uns nun auf Aschheim reduzieren.“

Bürgermeister van der Weck wirft seinen Hut in den Ring

Seinem Einwand folgend wurde die Beschlussvorlage geändert, nun wird die Standortfrage erst einmal von den Gemeinderäten in Aschheim Feldkirchen und Kirchheim in ihren Gremium diskutiert. „Denn ein Gymnasium würde auch Feldkirchen aufwerten, das ist unbestritten“ , so van der Weck. Mit einem Grundstück könne er aufwarten, also an geeignetem Platz mangele es auch in Feldkirchen nicht. Unverständlich sei für ihn, dass bereits die Standortfrage in dieser Eile festgeschrieben worden sei, so dringlich sei es ja nun nicht, dass man nicht warten könne, was denn die Gemeinden beschließen.

Ansprüche sind berechtigt

Christian Rindsfüßer von dem für die Schuldbedarfsplanung beauftragen Büro SAGS musste ihm indirekt beipflichten, dass Feldkirchen nicht unberechtigt Ansprüche anmeldet. Da er zur Sitzung nur die Auswertung für einen Aschheimer Standort dabei hatte, fehlte Rindsfüßer das erforderliche Zahlenmaterial. „Aber ich kann sagen, dass Feldkirchen als Standort sogar noch höhere Schülerzahlen aus Aschheim zu erwarten hätte.“ Aschheim hat für den Zweckverband den Charme, dass hier bereits die Emmeram Realschule ist und in derer unmittelbarer Umgebung genügend Flächen für weitere Schulgebäude und die erforderlichen Sportanlagen zur Verfügung stehen. Allein 13 500 Quadratmeter sind bereits in Gemeindeeigentum, die Option für weitere Flächen bestehe.

Aschheim träumt von Schulcampus

Aschheims Bürgermeister Thomas Glashauser (CSU) sieht die Möglichkeit, einen Schulcampus zu schaffen, vor allem, wenn auch noch Außenstellen der in Haar geplanten FOS/BOS hinzu kämen. „Der Trend vor allem bei den 17-Jährigen zur FOS/BOS ist ungebrochen stark, vor allem die Absolventen der Mittel- und Realschulen haben ihre Berufsfindung noch nicht abgeschlossen. Statt Ausbildung hängen sie nochmal zwei Jahre Schule dran.“

Von einer neben der Emmeram-Schule platzierten FOS/BOS würde auch die Realschule enorm profitieren, was Direktor Bernhard Vidoni bestätigte. Das Wichtigste sei, so Zweckverbandsvorsitzender Maximilian Böltl, dass das weitere Gymnasium innerhalb des Zweckverbandes geplant werde. „Nur so können die beiden Schulen eng aufeinander abgestimmt agieren.“ Die neusprachlich und naturwissenschaftliche Ausrichtung in Kirchheim könnte das neue Gymnasium durch einen musischen oder humanistischen Zweig ergänzen.

Dass man um einen weiteren Neubau nicht herumkommt, belegte Christian Rindsfüßer. Rund 750 Schüler prognostiziert er bis ins Jahr 2030 für dieses weitere Gymnasium. Wird das G9 wieder eingeführt, kämen noch einmal acht Prozent hinzu.

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