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Das große Auszählen hat begonnen.

Der Live-Ticker zum Bürgerentscheid zum Nachlesen

Schlachthof in Aschheim: Ergebnis steht fest 

Aschheim -  Das Ergebnis vom Bürgerentscheid zum Schlachthof in Aschheim steht fest.  Alle Ergebnisse, Infos und Stimmen:

  • Es wird keinen Schlachthof in Aschheim geben. Die Bürger haben eine Ansiedlung deutlich abgelehnt.
  • Die Wahlbeteiligung liegt bei 71 Prozent, Rekord für einen Bürgerentscheid.
  • Sie können den Entscheid auch auf unserer Facebookseite verfolgen

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+++ Kleiner Nachtrag: Am Tag nach dem offiziellen Ergebnis haben wir das Ergebnis unseres Online-Votings zum Bürgerentscheid mit dem Resultat verglichen: Ein Stimmungsbild hat sich eindeutig abgezeichnet

+++ Die Gegner feiern und wir machen nun Feierabend. Einen schönen Abend noch! +++

+++ Jubel, Trubel, Heiterkeit: Die Schlachthof-Gegner lassen im "Kulti" die Korken knallen und begießen ihren Sieg. +++

Initiator aus NRW ist nach dem Bürgerentscheid nicht erreichbar

+++ Während der Bürgermeister als fairer Verlierer agiert, ist der Initiator aus NRW, Albert Oppenheim, nicht vor Ort und nicht erreichbar. Seine Frau sagt am Telefon: Er ist auf einer Geburtstagsfeier. Die Partylaune dürfte ihm vergehen. +++

+++ Bürgermeister Glashauser zeigt sich als fairer Verlierer: Er schüttelt den Gegnern, mit denen er sich gemeinsam die Verkündung des Ergebnisses angehört hat, die Hand und gratuliert ihnen - mit einem großen Wunsch: "Ich hoffe, dass sich die Gräben nun wieder ein wenig schließen." +++

87 Prozent lehnen Schlachthof in Aschheim ab

+++ Das vorläufige Endergebnis:  Bürgerentscheid: 87% gegen den Schlachthof, 13 Prozent dafür, Ratsentscheid: 86,3 Prozent gegen den Schlachthof, 13,7 % dafür, Stichfrage: 87,1 % gegen den Schlachthof, 12,9 % dafür. Ein Briefwahl-Bezirk mit rund 1300 Stimmen ist noch nicht ausgezählt, aber der "wird am Ergebnis nichts mehr ändern", sagt Wahlleiter Christian Schürer. +++

+++ Das Ergebnis ist absolut eindeutig: Die Aschheimer und Dornacher wollen keinen Schlachthof vor der Haustür. Sie haben einen Neubau mit großer Mehrheit abgelehnt. +++

Fairer Verlierer: Der Bürgermeister Thomas Glashauser gratuliert den Gegnern zum Sieg.

+++ Es deutet alles auf eine deftige Niederlage für die Befürworter hin: Aschheim scheint nach bisherigem Stand keinen Schlachthof zu wollen. Bürgermeister Glashauser: "Die Ablehnung des Schlachthofes ist für uns wirtschaftlich eine kleine Verstauchung, aber kein Beinbruch." +++

+++ Die Feier muss warten: Noch dauert die Auszählung wohl etwas. +++

+++ Party oder Trauerfeier? Die Schlachthof-Gegner treffen sich nach der Entscheidung im Gasthof zur Post. +++

+++ Immer mehr Leute warten im "Kulti" auf das Ergebnis des Bürgerentscheids. Noch wird fleißig gezählt. +++

+++ "Mund abwischen und weitermachen." Glashausers Haltung für den Fall, dass er recht behält und der Schlachthof abgelehnt wird. +++

+++ Bürgermeister Thomas Glashauser (CSU) sagt:"Es wird in die Richtung laufen, dass der Schlachthof abgelehnt wird. Es sind tiefe Gräben entstanden in Aschheim. Darum ist ein eindeutiges Ergebnis so wichtig." Aber mit "der Initiative für die Briefwahl haben wir nichts falsch gemacht, das zeigt die hohe Wahlbeteiligung." +++

+++ Der Chef der Grünen in Oberbayern, Markus Büchler aus Oberschleißheim, rechnet fest mit einem Sieg der Gegner. +++

+++  Es wird voll im Kulturellen Gebäud e in Aschheim. Immer mehr Interessierte trudeln ein und verfolgen die Auszählung. Bei den Wahlhelfern herrscht geschäftiges Treiben. Bürgermeister Thomas Glashauser (CSU) ist da, ebenso wie zahlreiche Vertreter der Bürgerinitiative gegen den Schlachthof. +++

+++ In den Sozialen Netzwerken zeigen sich die Aschheimer überaus erfreut über die hohe Wahlbeteiligung. "Vielen Dank für den Einsatz", kommentiert ein Facebook-User. Ein anderer schreibt: "Zumindest kann man nicht sagen, dass es die Bürger nicht interessiert hat. Jetzt muss nur noch das Ergebnis stimmen." +++

Ergebnis frühestens um 20 Uhr

+++ Das Ergebnis aus dem Wahllokal in Dornach liegt bereits vor. Kein Wunder: Dort haben nur 117 Bürger an der Wahlurne abgestimmt. Aber das Resultat wird nicht verraten. +++

+++ "Ich rechne nicht damit, dass es ein Ergebnis vor 20 Uhr geben wird", sagt Wahlleiter Christian Schürer. Der Grund: Das Öffnen der vielen Briefwahlunterlagen dauert länger als die Auszählung der Unterlagen aus den Wahlurnen. +++

+++ Neue Info zur Wahlbeteiligung: ein sensationelles Ergebnis von mehr als 71 Prozent. 3980 Bürger gaben ihre Stimme per Brief ab, 820 an der Wahlurne. +++

Türen offen, Wahlurnen geschlossen: Die Abstimmung ist vorbei.

+++ Aus und vorbei, nix geht mehr: Die Abstimmung ist vorbei. Nun geht's ans Auszählen. +++

"Man riecht den Tod", wenn in Aschheim ein Schlachthof entsteht, sagt eine Wählerin.

+++ Ein Aschheimer Ehepaar sitzt vor dem "Kulti", die beiden genießen die letzten Sonnenstrahlen. Sie haben gerade eben noch abgestimmt - gegen den Schlachthof. Sollte der Entscheid pro Neubau ausgehen, wollen die beiden, die seit 8 Jahren in der Gemeinde leben, sogar wegziehen. Die Frau sagt:  "Man riecht den Tod." +++

+++ "Nicht nur hier nicht" steht auf einem Schild, das die Tierschützer vor dem "Kulti" hochhalten: Eine Meinung, die auch der Grünen-Bundestagschef Anton Hofreiter und Aschheims Alt-Bürgermeister Helmut Englmann (CSU) in weiten Teilen vertreten. Sie fordern: Ein Schlachthof muss zu den Tieren, nicht die Tiere zum Schlachthof. +++

+++ Herausragende Wahlbeteiligung: Bislang liegt sie bei 68% (4600 Stimmen), so hoch ist sie selten bei Wahlen - erst recht bei Bürgerentscheiden.  Die Taktik der Gemeinde geht auf: Sie hatte jedem Wahlberechtigten die Briefwahlunterlagen nach Hause geschickt, um eine möglichst hohe Wahlbeteiligung zu erreichen. Und tatsächlich: Allein 58% der Wahlberechtigten stimmten vorab per Briefwahl ab. +++

Wegen "Heimlichtuerei der Gemeinderäte" gegen Schlachthof in Aschheim gestimmt

+++ Interessant: Ein Wähler, der gegen den Schlachthof gestimmt hat und seinen Namen nicht nennen möchte, sagt, er sei gar nicht unbedingt für oder gegen einen Schlachthof. Er habe aber wegen der "Heimlichtuerei der Gemeinderäte" dagegen gestimmt. "Dass ein Bürgermeister gegen seine Gemeinde agiert, geht gar nicht". +++

+++  Kuriose Verwechslung vor dem Wahllokal: Eine ältere Frau und ein älterer Herr gehen an den Aktivisten von Animals United vorbei. Diese wollen Ihnen einen Flyer in die Hand drücken. Der Mann sagt: "Danke, aber wir haben schon abgestimmt. Und zwar richtig, keine Sorge." Die Frau fragt einen von Animals United: "Sind Sie die Freien Wähler?"

+++ Großer Andrang im "Kulti": Es hat sich sogar eine Schlange vor den Wahlurnen gebildet. +++

+++ Derweil zählen Wahlhelfer immer noch die zahlreichen Briefwahl-Unterlagen - insgesamt haben rund 3800 Bürger haben per Briefwahl abgestimmt. Sie prüfen aber nur, ob die Wahl gültig ist. Ausgezählt werden die Stimmen erst ab 18 Uhr, wenn auch die Wahllokale schließen. +++

Viele Wähler stimmen derzeit im "Kulti" zum Schlachthof in Aschheim ab

+++ Immer wieder kommen Wähler zum Kulturellen Gebäude. Auch Jessica Lagneau hat gegen den Schlachthof gestimmt. Sie stört sich vor allem an der Größe des Projektes, wie sie sagt. +++

+++ Mirko und Romy Haufe aus Aschheim haben gerade gegen den Schlachthof gestimmt - aus Gefühl. "Das war instinktiv. Wir möchten einfach nicht, dass sich in Aschheim ein Schlachthof ansiedelt." +++

Im Kuhkostüm verteilt Reinhold Ritter von Animals United Flyer vor dem "Kulti".

+++ Auch in den sozialen Medien ist die Resonanz groß auf die Aktion. Es gibt viel Unterstützung. "Danke Animals United für die Unterstützung !!" schreibt eine Nutzerin auf Facebook". +++

+++ Sieben Aktivisten von Animals United stehen vor dem Kulturellen Gebäude in Aschheim. Sie verteilen Flyer. Schon seit 8 Uhr stehen sie dort. Viktor Gebhart von Animals United sagt: "Wir wollen aufklären, damit jemand der gegen den Schlachthof ist, auch so abstimmt." Das Feedback sei durchweg positiv. Viele Autofahrer, die vorbeifahren, halten den Daumen nach oben, sagt Reinhold Ritter, der im Kuhkostüm gekommen ist. +++

Die Köpfe des Widerstandes gegen den Schlachthof: (v.l.) Sabine Maier, Renate Zapf und Sabine Freser-Specht haben gerade in Aschheim an der Urne abgestimmt. Wo sie das Kreuz gemacht haben, ist wohl klar.

+++ An der Urne haben auch die Köpfe des Widerstands gegen den Schlachthof soeben abgestimmt: Die drei Aschheimerinnen Sabine Maier, Renate Zapf und Sabine Freser-Specht. Wo sie ihre Kreuze gemacht haben, ist wohl kein Geheimnis. Sie "sind überwältigt davon, wie viele Menschen schon abgestimmt haben". +++ 

+++ Die Wahlbeteiligung beträgt Stand 14.30 Uhr knapp 64 Prozent. 500 Bürger kamen in die Wahllokale. Das sagt die Verwaltung der Gemeinde. Per Brief haben im Vorfeld rund 3800 Bürger abgestimmt. Insgesamt dürfen 6754 Bürger von knapp 8000, die in Aschheim und Dornach leben, abstimmen +++

+++ Eine erste Zwischenbilanz aus Dornach: Die Wähler in Dornach sind noch "etwas zögerlich". Das sagt die stellvertretende Leiterin des Wahllokals dort, Carola Lampersberger. +++

Schlachthof für Aschheim? Tierschützer protestieren vor Bürgerentscheid

+++ Wegschicken kann die Tierschützer dort übrigens niemand: Sie dürfen mit Plakaten für ihre Ziele eintreten. Denn die Bannmeile rund ums Wahllokal beträgt lediglich 20 Meter. +++

Mit Tierschützern von "Animals United" steht Manfred Reithmayer (r.) aus Kirchheim in der Nähe des Feuerwehrhauses Dornach.

+++ Manfred Reithmayer aus Kirchheim steht mit einer Gruppe von "Animals United" in der Nähe des Feuerwehrhauses Dornach. Er sagt: "Das ist für uns Kirchheimer die einzige Möglichkeit, Einfluss zu nehmen." Die sechs Tierschützer halten Plakate hoch. Auf ihnen steht: "Nutztiere fühlen wie wir" und "60 Milliarden getötet jedes Jahr". +++

+++ Vor den beiden Wahllokalen in Aschheim und Dornach stehen Tierschutz-Aktivisten von "Animals United", verteilen Info-Material und wollen mit den Aschheimern ins Gespräch kommen. +++

+++ Seit 8 Uhr können die Aschheimer an den Wahlurnen abstimmen. +++

Schlachthof in Aschheim: Drei Fragen an die Bürger

Direkt hinter dem Möbelhaus XXX-Lutz und an der A99 soll er gebaut werden: der neue Schlachthof in Aschheim. Die Fläche zwischen Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim ist knapp elf Hektar groß und würde Platz für 1500 Rinder und 7000 Schweine bieten, die dort pro Woche geschlachtet werden könnten.

Während die Gemeinde vor allem auf hohe Gewerbesteuereinnahmen hofft, befürchten Schlachthof-Gegner, dass das Gebäude negativ für den Vorort von München sein könnte. Deswegen haben nun die Bürger das Wort: Soll der Schlachthof nach Aschheim kommen?

Der Entscheid selbst ist nicht unbedingt einfach formuliert: Den Aschheimern stehen drei Fragen zur Verfügung.

  • Bürgerbegehren: Das Bürgerbegehren wurde von den Gegnern des Schlachthofes initiiert. Wer hier "Ja" ankreuzt, stimmt GEGEN den Schlachthof.
  • Ratsbegehren: Dem Bürgerbegehren gegenüber steht das Ratsbegehren, das von Gemeinderatsmitgliedern formuliert worden ist, die für den Neubau sind. Wer hier für "Ja" stimmt, ist FÜR den Bau des Schlachthofes.
  • Stichfrage: Damit am Ende ein Ergebnis herauskommt, gibt es zusätzlich die Stichfrage. In dieser beantworten die Aschheimer, ob Bürgerbegehren oder Ratsbegehren wichtiger ist, falls sich die Ergebnisse widersprechen sollten.

Alles, was Sie zum Bürgerentscheid in Aschheim wissen müssen, können Sie hier nachlesen.

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Janine Tokarski

Janine Tokarski

E-Mail:janine.tokarski@merkur.de

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