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Noch Acker, bald schon Standort für die "BayWaW Feldkirchen: Südlich des Gut Oberndorf will das Unternehmen bauen. Das Areal an der Hohenlindner Straße ist zu klein geworden.

BayWa in Feldkirchen braucht mehr Platz und will umziehen

Feldkirchen - Die BayWa AG in Feldkirchen verkauft und wartet unter anderem große Traktoren, Landmaschinen und kommunale Fahrzeuge. Viele Aufgaben, für die der Platz auf dem Grundstück an der Hohenlindner Straße nicht mehr genügt. Daher plant der Betrieb einen Umzug in den Süden der Gemeinde.

Mit 9:8 Stimmen hat der Gemeinderat das Ansinnen genehmigt. Für die Befürworter geht es darum, ein wichtiges Unternehmen zu halten. Die Gegner befürchten ein neues Gewerbegebiet auf dem Acker südlich des Gut Oberndorf. Dort, so sagen sie, hatte die Kommune eigentlich Wohnbebauung vorgesehen. Die BayWa AG möchte ihr Grundstück an der Hohenlindner Straße verkaufen und an den sogenannten Gärtnereispitz verlagern. Geplant ist eine Bebauung von rund 10 000 Quadratmetern. Bis in drei Jahren soll der Umzug vollzogen sein. 

Eine Einigung mit dem Gut Oberndorf liege vor, sagte Feldkirchens Bürgermeister Werner van der Weck (SPD). „Wir sollten diesen Wunsch wohlwollend behandeln, denn wir wollen das Unternehmen im Ort halten“, sagte er.

 Simone Krois (Grüne) sagte, aus ihrer Sicht gebe es viel Leerstand im Gewerbegebiet Dornacher Straße. Daher lehne sie ein neues Gewerbegebiet ab. Van der Weck entgegnete, er sei auch für eine Umsiedlung in den Norden offen, im Süden aber entstünde allein wegen des Umzugs kein neues Gewerbegebiet. Krois erinnerte zudem an den Plan, für die Fläche Wohnbebauung vorzusehen. Das ist laut van der Weck zwar besprochen, einen konkreten Gemeinderatsbeschluss gebe es aber nicht.

 Christian Wurth (CSU) fragte, ob das Unternehmen Steuern in der Kommune zahle. Mit Rücksicht auf das Steuergeheimnis nannte der Bürgermeister keine Zahlen, sagte nur, die „BayWa“ sei vor Ort „recht erfolgreich“. 

Michael Burger (SPD) brachte die geplante Südumfahrung der Gemeinde ins Spiel, die südlich des Guts Oberndorf verlaufen soll. „Wir dürfen uns das durch einen positiven Bescheid nicht verbauen. Könnten wir das Unternehmen an den Kosten der Umfahrung beteiligen?“, wollte er wissen. Bauamtsleiter Christian Stöhr beruhigte, dass die Südumfahrung das oberste Ziel sei und bleibe. „Wie das mit der Kosten-Umlegung ist und ob wir generell eine neue Abfahrt von der B 471 brauchen, das muss ich erst abklären.“ 

Franz Golibrzuch (UWV) sieht mit dem Umzug für die Gemeinde vor allem die große Möglichkeit, in Zentrumsnähe Geschosswohnungsbau zu realisieren. 

Silvia Pahl-Leclerque (Grüne) wollte dem Umzug nur zustimmen, wenn man nicht nur die 10 000 Quadratmeter für die „BayWa“ plane, sondern gemeinsam mit dem Planungsverband ein Konzept für das gesamte Gebiet zwischen Autobahn, B 471 und südlicher Ortsgrenze erstelle. „Wir sollten das als Großes sehen, nicht nur die kleine Briefmarke.“ 

Das sieht auch Michael Burger so: „Ich will keine Salami-Taktik, mit der Stück für Stück ein neues Gewerbegebiet entsteht. Ich will einen Gesamtplan.“ Eine Mehrheit gab es für diesen Vorschlag nicht.

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