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Für Transparenz werben Schlachthof-Investor Albert Oppenheim (l.) und Bürgermeister Thomas Glashauser.

Schlachthof in Aschheim

Investor verspricht „Modellcharakter“

Aschheim - Der Schlachthof in Aschheim soll der modernste in Europa werden – angeblich ohne Gestank und Lärm. Sagt der Investor.

Der 9. Oktober wird der Tag der Entscheidung in Aschheim. Für den Bürgerentscheid, kombiniert mit einem Ratsbegehren über den Neubau eines Schlachthofes, positioniert sich nun auch der Investor. Albert Oppenheim stellte gestern an dem elf Hektar großen Grundstück die Initiative „Pro Metzgerei- und Schlachtgemeinschaft an der A 99“ vor. Mit dem Start der Informationskampagne wurde auch eine Bürgerinformationsveranstaltung für Freitag, 16. September, terminiert. 

Albert Oppenheim (59), der Geschäftsführer der Opus Munich GmbH in Stadtlohn, erklärt, dass er bereits 40 Jahre Berufserfahrung im Metzgerei-Gewerbe hat und alle deutschen Schlachthöfe schon gesehen habe. „Auch den Münchner Schlachthof kenne ich bis in die letzte Ecke“, sagt er. 

Für Aschheim verspricht er „eine Eigentümerstruktur mit Modellcharakter“, weil mittelständische Metzgereien aus der Region als Eigentümer des Betriebs wettbewerbsfähig seien gegenüber Megaschlachthöfen. „Das hier wird nicht wie in Chicago“, sagt Albert Oppenheim. Er betont, dass die Schlachtung von 1500 Rindern und 7000 Schweinen pro Woche das Maximum der Kapazität sein werden. Er erklärte bei der Vorstellung seiner Initiative, dass das Veterinäramt entscheidend mitbestimmen werde, was wie auf dem Gelände gebaut werde.

 In Aschheim soll der modernste Schlachthof Europas entstehen. Für das Tierwohl verweist Oppenheim allein schon auf die direkte Nähe zur Autobahn: „Die Fahrt durch München mit acht Ampeln ist für die Tiere ein Horror.“ In Aschheim würden bessere Bedingungen auch eine bessere Fleischqualität mit sich bringen. Für diese Qualität würden die regionalen Metzgereien auch mehr Geld bezahlen. 

Der Investor möchte mit seiner Initiative die Menschen aus Aschheim und Dornach informieren. Dabei möchte er auch aufzeigen, dass „es hier nicht stinken wird und auch keinen Lärm geben wird“. Die Lastwagen fahren in geschlossene Hallen hinein und dazu werde das Gelände auch eingegrünt. Zum etwa 400 Meter entfernten Heimstettener See hin werde es einen 15 Meter hohen Wall geben, damit auch dort niemand etwas von dem Schlachthof mitbekommt. Oppenheim erklärte, dass dies auch mit Gutachten belegt werden könne.

 Der Investor möchte sich bei einer Informationsveranstaltung am Freitag, 16. September, den Fragen der Bürger aus der Gemeinde Aschheim stellen. Danach wird es ein Informationsbüro geben, in dem die Menschen ihre Fragen stellen und sich informieren können. Albert Oppenheim machte bei seiner Vorstellung gestern auch deutlich, dass er nicht das Vorzeigegesicht großer Unternehmen ist. Auch mit dem Fleischmogul Clemens Tönnies arbeite er nicht zusammen: „Natürlich kennen wir uns, aber das war es auch. Ich kann unter Eid versprechen, dass hier nur mittelständische Betriebe her kommen und kein Großkonzern."

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