Josef Bauer fühlt sich sicher. Aber seine Frau schiebt nachts einen großen Keil vor die Tür.
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Josef Bauer fühlt sich sicher. Aber seine Frau schiebt nachts einen großen Keil vor die Tür.
Markus Hönle findet: Jeder kann sich selbst schützen, mit sicheren Fenstern und Türen.
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Markus Hönle findet: Jeder kann sich selbst schützen, mit sich eren Fenstern und Türen.
Uneins über Datenschutz: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann und Natascha Kohnen, Generalsekretärin der bayerischen SPD.
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Uneins über Datenschutz: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann und Natascha Kohnen, Generalsekretärin der bayerischen SPD.
Anette Haußmann am Mikrofon: In ihren Getränkemarkt ist kürzlich eingebrochen worden, erzählt sie. „Dennoch fühle ich mich in Feldkirchen sicher“, betont sie. Ein Einbruch im Laden sei etwas anderes als im persönlichen Bereich.
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Anette Haußmann am Mikrofon: In ihren Getränkemarkt ist kürzlich eingebrochen worden, erzählt sie. „Dennoch fühle ich mich in Feldkirchen sicher“, betont sie. Ein Einbruch im Laden sei etwas anderes als im persönlichen Bereich.
Harald Fratz (l.) fordert mehr Video-Überwachung, Werner Schamberger härtere Strafen.
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Harald Fratz (l.) fordert mehr Video-Überwachung, Werner Schamberger härtere Strafen.
Peter Augustin am Mikro, ehemaliger Kripo-Mann und heute bei der Opfer-Organisation Weißer Ring, bemängelte die zu große Aufgabenmenge der Polizei. „Für die meist traumatisierten Opfer eines Einbruchs oder Überfalls sind oft nur wir vom Weißen Ring da als Ansprechpartner und Hilfe – das ist schlecht.“
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Peter Augustin am Mikro, ehemaliger Kripo-Mann und heute bei der Opfer-Organisation Weißer Ring, bemängelte die zu große Aufgabenmenge der Polizei. „Für die meist traumatisierten Opfer eines Einbruchs oder Überfalls sind oft nur wir vom Weißen Ring da als Ansprechpartner und Hilfe – das ist schlecht.“
Lebt Zusammenhalt vor: Manuela Fürnrieder von der Bürgervereinigung Ottendichl und Manuel Schattinger.
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Lebt Zusammenhalt vor: Manuela Fürnrieder von der Bürgervereinigung Ottendichl und Manuel Schattinger.

Live-Diskussion

„Jetzt red i“: Sind wir in Deutschland noch sicher?

Feldkirchen - Kann uns der Staat noch schützen vor Einbrüchen, Terror, Übergriffen? Das diskutierten Bürger in Feldkirchen mit Politikern in der BR-Sendung „Jetzt red i“. Fazit: Die Verunsicherung wächst. 

Aber es gibt ein Gegenmittel: „Leit, halt’s zsam!“, brachte es Bürgermeister Werner van der Weck auf den Punkt.

In der Feldkirchner Gemeindehalle,live bei „Jetzt red i“, waren sich der bayerische Innenminister Joachim Herrmann, die Generalsekretärin der Bayern SPD, Natascha Kohnen, und die 130 Gäste einig, dass jeder wachsam sein müsse, auf den Nebenmann achten soll. Gerne hätten die Bürger intensiver mit den Politikern diskutiert, doch sie kamen im Gegensatz zu eingeladenen Fachleuten kaum zu Wort.

Innenminister Herrmann: Bayern ist sicher

BR-Moderator Tilmann Schöberl stimmte das Publikum ein: „Alle drei Minuten gibt es einen Einbruch in Bayern, also während unserer Sendung 15 Stück. Umfragen zeigen, dass zwei Drittel der deutschen Bürger Angst davor haben, einmal Opfer eines Verbrechens zu werden und sie fühlen sich nicht mehr so sicher wie in den letzten Jahrzehnten.“ Die Bürger in der Sendung, die zu Wort kamen, konnten diese Angst und Unsicherheit in Feldkirchen und Umgebung nicht bestätigen. Co-Moderatorin Franziska Storz ergänzte mit Fragen aus dem Internet. Eine „Jenny“ bemängelte, dass die meisten Einbrecher aus osteuropäischen EU-Staaten kämen, dort aber nichts zu befürchten hätten. Ein Herr im Publikum drückte es so aus: „Wir Deutsche unterstützen diese Staaten und werden von denen beklaut!“

SPD-Generalsekretärin Kohnen mahnt Datenschutz an

Innenminister Herrmann erwiderte, dass es einen ständigen Austausch mit den meisten europäischen Innenministern gebe, vor allem auch mit Rumänien und Bulgarien, woher die Banden kämen. „Die Polizei dort tut was sie kann. Doch uns würde es die Arbeit bei der Schleierfahndung ungemein erleichtern, wenn wir die Kommunikation gewisser Kreise per Handy intensiv überprüfen könnten – doch da sperrt sich noch die SPD dagegen!“ Generalsekretärin Natascha Kohnen bekräftigte dies: „Denn da werden sonst auch viele unbeteiligte Bürger wahllos überprüft und deren Daten gespeichert. Da ist uns der Schutz der Bürgerrechte wichtiger.“

Markus Hönle aus Kirchheim sagte, jeder Bürger solle sich auch selbst um seine Sicherheit kümmern und aufrüsten. „Jeder kann bessere Fenster, Türen und Kellerfenster einbauen, zudem sollten die Nachbarn unbedingt aufeinander schauen.“ Anette Haußmann aus Feldkirchen fühlt sich Bayern und im Landkreis München sehr sicher. „Obwohl erst kürzlich bei uns im Geschäft eingebrochen wurde – aber das ist ein großer Unterschied ob zu Hause oder in der Firma.“

Forderung nach mehr Polizei

Einige Bürger forderten „mehr Polizei“. Herrmann sagte, dass Deutschland das sicherste Land in Europa sei und Bayern das sicherste Bundesland in Deutschland mit der niedrigsten Kriminalitätsrate. „Wir haben in den letzten Jahren 2500 Polizisten eingestellt, haben so viele Polizisten wie noch nie – und wir stellen nochmals 2000 bis zum Jahr 2020 ein.“

Peter Augustin, ehemaliger Kriminalbeamter, heute bei der Opfer-Organisation „Weißer Ring“ bemängelte, dass die Aufgaben der Polizei extrem gestiegen seien, etwa durch Demonstrationen, Flüchtlinge, Schleierfahndung, Fußballspiele. „Für die meist traumatisierten Opfer eines Einbruchs oder Überfalls sind oft nur wir vom Weißen Ring da als Ansprechpartner und Hilfe – das ist schlecht.“

Hilft mehr Video-Überwachung 

Harald Fratz aus Kirchheim schlug als Möglichkeit der Prävention mehr Video-Überwachung an neuralgischen Stellen vor. Werner Schamberger aus Haar forderte modernste Technologie für mehr Polizisten. „Und wir müssen unbedingt das Strafgesetz verschärfen, heute gibt es doch bei Einbrüchen keine Abschreckung.“

Das Schlusswort gehörte dem Hausherrn, Bürgermeister Werner van der Weck (SPD): „Ich habe überhaupt kein unsicheres Gefühl. Leider verändert sich die Gesellschaft stark, es gibt immer mehr Rückzug und Abschottung – das halte ich für falsch. Es geht nur miteinander nach dem bayerischen Leispruch: Leit, halt’s zsam!“

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