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Auf diesen Acker wird er gebaut, der neue Schlachthof. Gleich neben den Möbelhäusern, gut an die A 99 angeschlossen; Geruchsbelästigung soll es auch nicht geben.

Neben XXX-Lutz

In Aschheim siedelt sich ein Schlachthof an

Aschheim - Wird aus dem altehrwürdigen Münchner Schlachthof der Schlachthof München/Aschheim? Direkt an der Autobahn wird auf elf Hektar hinter dem XXX-Lutz Möbelhaus 2017 jedenfalls ein neuer Schlachthof für die Region München gebaut. Betriebe aus dem bestehenden Schlachthof haben Vorverträge unterzeichnet, bestätigt Bürgermeister Thomas Glashauser.

Update vom 9. Oktober 2016: Bei einem Bürgerentscheid können die Aschheimer heute abstimmen, ob bei ihnen ein Schlachthof gebaut werden soll. Bei uns im Live-Ticker können Sie alle aktuellen Entwicklungen in Aschheim lesen.

Update:  Am 9. Oktober findet der Bürgerentscheid über den Schlachthof in Aschheim statt. Alle wichtigen Informationen haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Am Montagabend in der Bürgerversammlung wurde es öffentlich: Die Tinte unter den Verträgen für den Kauf der Grundstücke, auf denen der Schlachthof in Aschheim gebaut werden soll, ist trocken und der Bauausschuss wird am Dienstagabend in seiner Sitzung ein entsprechendes Bebauungsplanverfahren starten. Die derzeit landwirtschaftlich genutzte Fläche beginnt direkt neben der Autobahn A 99 und schließt deshalb wegen der Lärmbelastung beispielsweise hochwertige Büronutzungen aus. Dafür waren die Grundstücke bei Speditionen umso gefragter. Das wiederum war nicht im Sinne der Gemeinde Aschheim, weil so ohne zusätzliches Gewerbesteuerpotenzial eine große Fläche versiegelt würde.

Ein Dutzend großer Fleischbetriebe siedelt sich an

Mit dem Grundstückskäufer und Bauinvestor Opus Munich GmbH ziehen rund ein Dutzend große Fleischerbetriebe nach Aschheim in die zweistöckigen Gebäude an der Klausnerstraße. Im Erdgeschoss wird geschlachtet, der erste Stock bietet Platz für die Verwaltungen.

„Es ist ein Vorteil und für uns eine Sicherheit, viele kleine Unternehmen auf dem Areal zu haben“, sagt Bürgermeister Thomas Glashauser (CSU). Sollte sich einer zurückziehen, stünden die nächsten Abnehmer für frei werdende Flächen parat. Dem Rathauschef ist auch wichtig, dass auf dem neuen Schlachthof lediglich für die Region um München herum Fleisch produziert werde.

In Aschheim werden die Tiere aus dem Großraum München über die wenige hundert Meter entfernte Autobahn-Anschlussstelle Aschheim/Kirchheim angeliefert. Fachleute erklärten, dass sich eine für die Tiere stressfreiere Anlieferung mit wenig Bremsen und Beschleunigen auch positiv auf die Fleischqualität auswirke.

Für die Gemeinde Aschheim, die Bürger und auch die an der Klausnerstraße direkt gegenüber liegenden Möbelhäuser erwartet der Aschheimer Bürgermeister keine Verschlechterungen. „Bei einem Schlachthof gibt es keine Geruchsbelästigungen, und die Anfahrt morgens um drei Uhr stört den Betrieb der anderen Unternehmen auch nicht“, sagt Glashauser. Samstags und sonntags wird auf dem künftigen Schlachthof nicht gearbeitet.

Abfallverbrennung in Biogasanlage

Positiv bewertet die Gemeinde auch die Überlegungen, den Schlachthof energetisch attraktiv zu gestalten. Derzeit laufen Überlegungen für den möglichen Bau einer Biogasanlage, in der die Schlachtabfälle vor Ort mit Energiegewinn entsorgt werden könnten. Wenn das Bebauungsplanverfahren planmäßig verläuft, könnte auf dem elf Hektar großen Grundstück Anfang 2017 Baurecht entstehen. Der Investor machte in den letzten Wochen deutlich, lieber heute als morgen bauen zu wollen. Ein besonders sportliches Ziel der künftigen Nutzer wäre der Betriebsbeginn Ende 2017. Realistischer dürfte der Start des neuen Schlachthofes aber im Frühjahr 2018 sein.

Thema im Bauausschuss 

Um die Schlachthofpläne geht es am Dienstag, 26. April, im bauausschuss der Gemeinde Aschheim. Die öffentliche Sitzung beginnt um 19.30 Uhr im Rathaus, Ismaninger Straße 8.

Bilder: Aschheimer Ortsgeschichte

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