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Die Herrinnen des Aschheimer Wasser-Reichs: Senior-Chefin Renate Lindinger (62) und ihre Tochter Elisabeth (32). Am anderen Ufer liegt „Roberto Beach“.

Letzter Wachstumsschub

Pläne für Hotel am Wasserskipark Aschheim

Aschheim – Wer sich ohne weite Reise wie im Urlaub fühlen will, für den ist die Wakeboard-Anlage in Aschheim seit 18 Jahren ein lohnendes Ziel. Nach dem Sommer 2016 können nun die Bagger anrollen, um die Freizeiteinrichtung auszubauen. Mittelfristig soll am ehemaligen Kiesweiher neben dem Sportpark der Gemeinde auch ein Hotel gebaut werden.

Dabei waren die Anfangsjahre sehr schwer, wie sich Renate Lindinger (62), die Gründerin des Wasserskiparks Aschheim, noch gut erinnert. Rund acht Jahre lang dauerten die Bemühungen um alle Genehmigungen für den Wasserskipark Aschheim, bis der 1998 gebaut wurde. Als die Freizeiteinrichtung in der Kiesgrube entstand, waren die nächsten Anlagen dieser Art mit Friedberg bei Augsburg und Kiefersfelden weit entfernt. „Nur für den Großraum München gab es nichts“, sagt Renate Lindinger, die den Betrieb der Anlage mittlerweile schon ihrer Tochter Elisabeth (32) übergeben hat.

Geeignet für Anfänger und Leistungssportler

Im Wasserskipark Aschheim gibt es eine einfache Anlage für Anfänger bis hin zum professionellen Lift mit spektakulären Hindernissen. Der Wakeboardsport hat sich einen Namen gemacht, steckt aber noch in den Kinderschuhen. „Viele Jugendliche sind oft zwei Jahre lang täglich hier und dann auf einen Schlag gar nicht mehr“, sagt Elisabeth Lindinger. Die Anlage steht in Konkurrenz mit dem großen Freizeitangebot der Region.

Die Launen des Wetters können die Lindingers nicht ändern, aber die Urlaubsstimmung im Seegarten. Dieser bietet einen Sandstrand mit Liegestühlen sowie eine Terrasse, von der aus die spektakulären Tricks der Wassersportler wunderbar beobachtet werden können. Dieser Bereich wird für den nächsten Sommer grundlegend umgebaut und modernisiert.

Aussichtsplattform unter Palmen für den Seegarten

Kiosk-Pächter Erst Siegl kann schon ein Lied davon singen, dass die Küche in den seit 15 Jahren stehenden Containern vom Gewerbeaufsichtsamt beanstandet wird. Dieser Bereich wird ersetzt durch einen Holzbau mit neuen Lagerflächen und einem überdachten Terrassenbereich. Der soll bei dem auf rund 400 000 Euro Kosten veranschlagten Neubau die Sicherheit geben, Veranstaltungen auch bei Regen durchführen zu können. Neu für den Pächter sind neben den überdachten Flächen dann auch die Aussichtsplätze auf dem Gebäude. Dort wird es eine erhöhte Terrasse mit Palmen geben als Aussichtsturm auf den Wasserskipark.

Erlebnisspielplatz

„Unser Gelände lebt davon, dass immer wieder neue Ideen dazu kommen“, sagt Renate Lindinger. Wie der Hochseilgarten am Aschheimer Sandstrand. Als nächstes Projekt schwebt den Lindingers vor, in der Nähe des Anfängerliftes die letzte noch frei Fläche für einen Kinder-Erlebnisspielplatz zu nutzen.

Trainingsrevier der deuitschen Meisterin Isabella Tremmel

Sportlich genügt der Wasserskipark seit jeher auch internationalen Ansprüchen. Die Garchingerin Isabella Tremmel (17) trainiert fast jeden Tag in Aschheim und legte hier auch den Grundstock für ihren Sieg bei den deutschen Meisterschaften. „Die elf Meter Höhe der Anlage sind wirklich außergewöhnlich“, sagt sie, „weil man so die Sprünge auch besser lernen kann.“ Eine Besonderheit sei auch das Zusammenspiel aus dem Easystart für die Anfänger und der großen Anlage. „Hier wird man eigentlich nie enttäuscht“, sagt Stammgast Isabella Tremmel, „das hier ist ein richtiges Urlaubsparadies.“ 

Verhandlungen mit möglichen Hotelbetreibern

Künftig soll es auch möglich sein, am Wasserskipark Urlaub zu machen oder Geschäftsreisen mit dem Freizeitwert des von der Beach-Volleyball-Halle und Eventarena Roberto Beach abgerundeten Geländes zu bereichern. Am Ufer gegenüber dem Wassersportbetrieb besteht die Genehmigung für den Bau eines Hotels. Renate Lindinger ist mit mehreren möglichen Betreibern im Gespräch. Wenn der künftige Betreiber fest steht, könnte es ganz schnell gehen mit dem Start des Hotelprojektes. „Das wäre dann der endgültige Abschluss des hier Machbaren“, sagt Lindinger. Was aus einer Kiesgrube alles entstehen kann.

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