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Während Minister Dobrindt (Mitte) den Baubeginn an der A-99 feiert, flankiert von Gerhard Eck (l) und Wolfgang Wüst, fordern die Bürgermeister mehr.

Zum Start des A-99-Ausbaus

Nord-Bürgermeister fordern Autobahn-Südring 

Garching - Am 12. September, 14 Uhr, hat Verkehrsminister Alexander Dobrindt den ersten Spatenstich gesetzt für den achtspurigen Ausbau der A-99 von Garching bis Aschheim. Für die Bürgermeister der Anlieger-Kommunen reicht das allein nicht aus. Sie fordern den Ringschluss im Süden von München. 

Der Verkehr ist das Dauerthema für die Bürgermeister der Kommunen entlang der Autobahn A 99. Den Start des achtspurigen Ausbaus betrachten die Anlieger als richtigen ersten Schritt, aber lange nicht als die Lösung aller Verkehrsprobleme.

Dietmar Gruchmann (SPD), Bürgermeister der Stadt Garching: „Der achtspurige Ausbau der A 99 ist in meinen Augen ein Tropfen auf den heißen Stein. Wir brauchen weiter Unterstützung für den südlichen Teil des Autobahnringes um München herum. Es kann einfach nicht sein, dass der komplette Verkehr durch den Norden rollt. Für einige Autofahrer bedeutet das auch einen Umweg, wenn man nördlich an München vorbei fahren muss. Während der Bauzeit auf der Autobahn erwarte ich für Garching keine direkten Auswirkungen.“

Alexander Greulich (SPD), Bürgermeister von Ismaning: „Kurz- und mittelfristig werden sich durch den Autobahnausbau jetzt die Staus über unsere Gemeinde ergießen. Für die Forderung Ismanings, die Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Autobahn nach der Bauzeit als Lärmschutz beizubehalten, habe ich die Absage Schwarz auf Weiß. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Durch die Maßnahme versprechen wir uns eine Verringerung des Lärms im Süden von Ismaning. Generell hoffe ich weiter auf eine Entlastung des Münchner Nordens durch den Südring. München ist eine von ganz wenigen Metropolen in Europa, die keinen Autobahnring um die Stadt herum haben. Auf Dauer bin ich nicht bereit, den gesamten Verkehr hier bei uns hinzunehmen. Der jetzt beginnende Ausbau der A 99 ist am falschen Ort der Versuch, den Verkehrsdruck auf die Region zu vermindern.“

Betina Mäusel (CSU), 2. Bürgermeisterin von Unterföhring: „Die Baustelle ist einfach ein notwendiges Übel. In Unterföhring spüren wir täglich die Verkehrsproblematik. Wir haben schon Maßnahmen ergriffen wie eine Erhöhung des Autobahnlärmschutzes oder eine längere Abbiegespur von der Autobahnabfahrt her in unser Gewerbegebiet. Mit diesen Maßnahmen sind wir aber lange noch nicht am Ende. Unterföhring braucht auch einen vierspurigen Ausbau des Föhringer Ringes. Der achtspurige Ausbau der A 99 ist ein wichtiger und richtiger erster Schritt, aber weitere müssen folgen.“

Thomas Glashauser (CSU), Bürgermeister von Aschheim: „Wir freuen uns schon darauf, dass die achtspurige Autobahn irgendwann fertig wird. Die Zeit bis dahin wird sicher spannend. Wir werden den Verkehr vor allem spüren bei der Sanierung der Brücken. Für Aschheim bleibt die Verkehrssituation unbefriedigend, weil der erste Bauabschnitt genau bis zu unserer Ausfahrt geht. Wenn da Stau ist, weiß jeder, wie es weiter geht. Nur der Autobahnring um München kann die endgültige Lösung sein. Klar ist aber auch, dass viele Firmen zu uns wollen wegen dieser Autobahn.“

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