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Die Baustelle am Mühlbach-Quartett ist schuld, dass es am Gymnasium (rechts) Probleme mit den Schulbushaltestellen gibt.

Wegn baustelle

Weg zum Schulbus sorgt für Verwirrung am Gymnasium Garching

Garching - Immerhin: Noch ist kein Fall bekannt, dass ein Schüler des Werner-Heisenberg-Gymnasiums (WHG) in den falschen Bus eingestiegen und in Ismaning statt in Unterföhring angekommen wäre. Dabei hat es rund um die Parkplätze für die Schulbusse ein Hin und Her gegeben, über das die Schulleitung und auch einige Eltern nicht eben erfreut waren.

Grund für die Schulbus-Probleme am Werner-Heisenberg-Gymnasium Garching ist die Baustelle am sogenannten Mühlbach-Quartett in unmittelbarer Sichtweite des WHG. Dort sollen bis 2017 vier Häuser mit 31 Wohnungen entstehen, etwa die Hälfte davon zur Miete. Im Zuge der Bauarbeiten, die kürzlich begonnen haben, mussten die drei Schulbus-Haltestellen in diesem Bereich ab dem 9. Mai verlegt werden. 

In einem Schreiben ordnete die Stadt Garching an, dass die Busse künftig direkt gegenüber parken sollen – was zur Folge gehabt hätte, dass die Kinder auf der Straße ein- und aussteigen müssen. Diese Entscheidung sorgte für Unmut – auch bei der Schulleitung. Die informierte alle Eltern über die anstehende Änderung und bat um „erhöhte Aufmerksamkeit und Vorsicht“ beim Ein- und Aussteigen. 

Ausstieg an der Straße problematisch

Darüber hinaus verwies sie auf den Vorschlag des zuständigen Busunternehmens, die Richtung der Einbahnstraße zu ändern, damit die Kinder auf dem Gehweg vor der Schule ein- und aussteigen können. Doch dies „wurde von der Stadtverwaltung leider nicht aufgegriffen“, hieß es in dem Brief.

Auf Nachfrage erklärt eine städtische Mitarbeiterin, dass eine solche Änderung „verkehrsrechtlich nicht möglich“ sei. Da die erste Lösung mit dem Ein- und Aussteigen auf der Straße jedoch tatsächlich „nicht ideal“ war, habe man das wieder geändert. Stattdessen sollten die Schulbusse laut einer zweiten Anordnung die Parkbuchten im Professor-Angermair-Ring nutzen, wo prompt eine Reihe von Halteverbotsschildern angebracht wurde. Ein Teil davon sei später wieder entfernt worden, weil man erkannt habe, dass nur die vorderen Parkbuchten benötigt werden, erklärt die städtische Mitarbeiterin. „Wir standen da in regem Kontakt mit dem Busunternehmen.“

Schulleitung fühlt sich übergangen

Das Gymnasium hingegen sei in die Überlegungen nicht mit einbezogen worden, moniert Schulleiter Martin Eidenschink. „Es gab keinen offiziellen Kontakt. Wir sind immer erst im Nachgang informiert worden.“ Die nun gefundene Lösung sei weit besser als der ursprüngliche Plan, betont der Direktor. Problematisch sei lediglich, dass es nun drei verschiedene Haltestellen gebe: direkt vor dem Gymnasium, im Professor-Angermair-Ring sowie im Mühlfeldweg gegenüber dem neuen Hotel. 

Dieser Aussage widerspricht die städtische Mitarbeiterin jedoch: Der Stopp vis-à-vis des Hotels sei weiterhin nur eine öffentliche Haltestelle – und nicht für Schulbusse gedacht.

Rund 350 Schüler nehmen den Bus

Insgesamt sind am WHG laut Angaben der Schule etwa 350 der 1150 Schüler auf den Schulbus angewiesen. Bis zu sieben Busse bringen die Kinder von und nach Ismaning (inklusive Fischerhäuser) sowie Unterföhring.

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