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Eifrige Sammler sind die Haarer, wenn es um Wertstoffe geht. Doch die Gemeinde verdient mit dem Verkauf der Wertstoffe immer weniger Geld.

Die Müllgebühren steigen

Ab dem kommenden Jahr steigen in Haar die Müllgebühren. Je nach Volumen der Tonne fallen die Mehrkosten mal mehr mal weniger deutlich aus.

Von Bert Brosch

Haar – Die Müllgebühren in Haar steigen. Je nach Volumen der Tonne müssen zwischen 1,5 und 2,28 Prozent mehr bezahlt werden. Die neuen Gebühren gelten ab dem kommenden Jahr. Das haben die politischen Vertreter der Gemeinde beschlossen.

Zum Hintergrund: Die Gemeinde Haar verdient immer weniger beim Verkauf der am Wertstoffhof angelieferten Güter, wie Altholz, Schrott oder Altpapier. Zudem hatte der Gemeinderat im September beschlossen, dass ab dem kommenden Gartenabfälle kostenfrei am Straßenrand abgeholt werden, was Kosten von rund 15 000 Euro verursacht. Da auch der Überschuss 2015 deutlich geringer als in den Vorjahren ausfiel, steigen nun die Müllgebühren.

„In den vergangenen Jahren blieben die Müllgebühren in Haar immer stabil, doch nun müssen wir leider ein bisschen erhöhen“, sagte Bürgermeisterin Gabriele Müller (SPD). Drei Gründe gebe es dafür: Der Überschuss betrug 2014 mehr als 72 000 Euro, im vergangenen Jahr waren es nur noch 28 000 Euro. Hauptgrund dafür ist, dass die Vergütung von Wertstoffen deutlich zurückgegangen ist. „Früher erhielten wir für unser Altpapier 400 000 Euro, jetzt sind es 180 000 Euro“, sagte Müller. Auch der Beschluss, Gartenabfälle künftig kostenfrei abholen zu lassen, um eine Entzerrung am Wertstoffhof während der Gartenabfall-Stoßzeiten zu erreichen, kostet Geld, das nicht refinanziert werden kann.

Die Gebührenerhöhung fällt am geringsten für die 80 Liter-Tonne aus. Kostete deren Leerung bisher 133 Euro pro Jahr, sind ab Januar 2017 135 Euro im Jahr, zu bezahlen. Am deutlichsten fällt die Steigerung für die wöchentliche Leerung der 1100 Liter-Tonne aus, hier steigt die Gebühr um 2,28 Prozent von 2370 auf 2424 Euro im Jahr. Nicht erhöht werden die Sonderentleerungen, etwa für Windeln oder Asbestzementsäcke.

„Ich habe mal ausgerechnet, was denn ein Liter Abfall kostet: Noch immer ist die kleinste Tonne mit 60 Liter oder umgerechnet 1,91 Euro je Liter am teuersten, am günstigsten die große 1100 Liter-Tonne mit 1,12 Euro je Liter“, sagte Müller.

Haars Umweltreferent Michael von Ferrari hat die neuen Gebühren bereits in den gemeindlichen Müllfahrplan für das kommende Jahr aufgenommen.

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