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„Da geht noch mehr!“ Nick Hogl kitzelt alles aus Chor und Orchester heraus.

Unplugged

Rock trifft Klassik: Konzertereignis in Haar 

Haar - Gesang trifft Orchester, Rock trifft Klassik, „El Chorazon“ trifft auf das „PhilHaar-Munich-Rock Orchestra“. Heraus kommt am Wochenende ein außergewöhnliches Unplugged-Konzert im Bürgersaal Haar mit Liedern von Nirwana, Coldplay, oder Supertramp – ganz ohne Strom, aber mit viel Power von Nick Hogl.

Notenblätter liegen verstreut am Boden, Brotboxen und Kaffeetassen stehen herum, mit Bleistift werden immer wieder Notizen und Anmerkungen in die Vorlagen geschrieben. Im Musiksaal des Haarer Bürgerhauses wird gearbeitet, denn am Wochenende ist Konzert-Zeit. „Takt 67 bis zur Klammer will ich noch mal hören“, ruft Chorleiter und Dirigent Nick Hogl in die Runde. „An dieser Stelle die Streicher bitte mehr Staccato“, bittet er und läßt das Cello und die drei Geigen die entsprechenden Takte wiederholen – bis er zufrieden ist. „Da geht noch mehr“, treibt Hogl die beiden Schlagwerker Thomas Wühr und Dennis Schwachhofer an.

Einzigartiger Klang

Nick Hogl kennt jede einzelne Note der Lieder, schließlich hat er die Arrangements der Rock-Songs für den Chor und das Orchester selbst geschrieben. „Viele lange Nächte bis in die Morgenstunden hängen da drin.“ Für seinen Chor „El Chorazon“ der Muikschule Haar macht er das schon seit 15 Jahren. „Aber beim Orchester war es ganz schön anstrengend.“ Und es ist eben genau dieses Arrangement für Cello, Geigen, Fagotte, Kontrabass, Klavier und zwei Schlagwerker gemeinsam mit Chor, die Hogl nun zu einem einzigartigen Klang zusammenführt.

Alles ohne Verstärker

Dass Hogl durchaus gerne außergewöhnliche Wege beschreitet, hat er bereits vor zwei Jahren bewiesen, als er Johnny Cash und Wolfgang Amadeus Mozart in ein gemeinsames Konzert packte und damit einen riesen Erfolg hatte. Die beiden Konzerte am Samstag und Sonntag im Haarer Bürgersaal werden beweisen, dass ein Rock-Konzert keinen Strom, keine Verstärker braucht.

Pure Energie

Die Lieder sind bekannt: „Smells like teen spirit“ von Nirvana, „Come on Eileen“ der Dexy Midnight Runners, „How long will I love you“ von Ellie Goulding oder „Viva la vida“ von Coldplay wird jeder im Publikum kennen. Aber mit Sicherheit nicht absolut unplugged, gesungen ohne Mikrofone, gespielt ohne Verstärker. Braucht es auch nicht, denn bereits bei den Proben fibriert die Luft, es ist die pure Lust an der Musik, die greifbar ist.

Doppelte Premiere

Das Team, das „PhilHaar-Munich-Rock Orchestra“, hat am kommenden Wochenende ebenfalls Premiere, denn die Musiker spielen in dieser Formation überhaupt ihr erstes Konzert. Sie haben sich erst vor kurzem gefunden, Nick Hogls Projekt hat sie zusammengeführt. „Jetzt schau’n wir mal, wie sich das weiter entwickelt, vielleicht haben wir ja eine tolle Zukunft vor uns“, sagt Hogl. Die Haarer können sich auf zwei außergewöhnliche Konzerte freuen.

Konzerttermine

Im Bürgersaal Haar am Samstag und Sonntag, 15. und 16. Oktober, Beginn jeweils um 20 Uhr; am 25. Oktober in der Pasinger Fabrik.

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