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Sie fanden die Bombe am Grund der Isar: Victor Licher und Marvin Schmid.

Dramatischer Einsatz an der Isar

Bombenfund und zwei mutige Helfer

Unterföhring - Am Grund der Isar in Unterföhring haben zwei Männer am Sonntag eine Stabbrandbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Bei der Bergung halfen sie tatkräftig mit - zunächst musste Erste Hilfe geleistet werden.

Marvin Schmid (28) und Victor Licher (27) aus München waren am Sonntag, mit Freunden an der Isar in Unterföhring. „Wir sind dann etwas flussabwärts geschwommen und haben so ein großes Metallteil gesehen“, erzählt Schmid. Daraufhin verständigten sie gegen 15.45 Uhr die Polizei. Eine Streife der Polizeiinspektion Ismaning fuhr zur Kanalstraße und stellte fest, dass sich der Fundort in der Mitte der Isar befand. Die Sprengstoffspezialisten der Münchner Polizei wurden daraufhin alarmiert und die Unterföhringer Wasserwacht brachte ein Boot vom Feringasee an die Isar. 

Zwei Mitglieder der Wasserwacht wollten den Sprengstoffspezialisten, der im Boot saß, schwimmend auf ein Kiesbank in der Nähe des Fundorts übersetzen. Ein 60-jähriger Wasserwachtler erlitt dabei einen Schwächeanfall, wurde aber vom Polizisten im Boot festgehalten und konnte so sicher auf die Kiesbank gebracht werden. Der Polizeibeamte kehrte mit dem Boot zurück, um es am Ufer mit einem Defibrillator, einer Trage und einem Erste-Hilfe-Rucksack zu beladen. Wegen der starken Strömung konnte er das Boot aber nicht zurück an die Kiesbank bringen. „Wir haben dann gesagt, dass wir mit einem Seil rüberschwimmen können und der Einsatzleiter war damit einverstanden“, sagt Marvin Schmid. Mithilfe des Seils konnte dann das Boot zur Kiesbank übersetzen und den wieder ansprechbaren Wasserwachtler zurück ans Ufer zum wartenden Notarzt bringen. "Ohne die Hilfe der beiden Freiwilligen wäre es deutlich komplizierter geworden“, erklärte Polizeisprecher Sven Müller anerkennend. Die Strömung sei zwar stark gewesen, so Marvin Schmid, „aber da war einfach Adrenalin im Körper“. 

Die Bergung der Bombe selbst verlief unproblematisch. Sie konnte aus der Isar geborgen und an Land gebracht werden. Die Bombe war eine englische Stabbrandbombe aus dem Zweiten Weltkrieg, die von Sprengstoffspezialisten schließlich fachmännisch entsorgt wurde.

Sophia Heyland

Emil Nefzger

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