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Dreidimensionalität ist spannend findet Christian Chuber – und animiert die Besucher seiner Ausstellung, die Objekte von allen Seiten zu betrachten.

Ausstellung im Pavillon im Ismaninger Schlosspark

Christian Chuber zeigt seine Arbeiten

Ismaning - Der Pavillon im Ismaninger Schlosspark ist wie gemacht für die Werke von Christian Chuber. Bis zum 22. Mai stellt mit ihm ein Kulturwissenschaftler aus, der seine Bilder an den Wänden dreidimensional formt und mit seinen Skulpturen gerne die physikalischen Grenzen auslotet.

 Der 66-jährige Kunstwissenschaftler aus Bernbeuren im Allgäu ist in vielen Formen ein Grenzgänger. Im Ismaninger Schlosspavillon zeigt er mehrere bunt bemalte Skulpturen, die alle rund gebogen und – trotz einer auf das menschliche Auge bedrohlich wirkenden Schräglage – fest verankert sind. Mit zwei Schalen und einem Rahmen installiert er aus gewöhnlichen Hartfaserplatten seine im Raum wirkende Kunst. 

„Zu 40 Prozent ist das Skulptur und zu 60 Prozent Bild“, sagt Chuber, der mit seinen Grenzgängen die Menschen neugierig machen möchte. Der Künstler genießt es, wenn die Menschen fast reflexartig um sein Werk herum gucken und dabei erforschen, warum die Skulptur in der Schräglage so sicher steht. Sein Lieblingswerk ist, beinahe logischerweise, das mit dem Titel „Anti-Schwerkraft“. Chuber erreicht eine gelungene Dreidimensionalität mit seinen Arbeiten, auch in seinen Bildern, die von der Wand wegstehen und so in den Raum hinein wirken. 

Der 66-Jährige bricht und biegt immer zuerst den Rahmen, um dann den unterschiedlichen Flächen spezielle Rollen zu geben. Der viele Jahre in Berlin lebende Künstler erreicht so auch mit den Gemälden an der Wand, dass der Betrachter sich bewegt und eigentlich um das Bild herum sehen möchte. Die Bilder wachsen lebendig in den Raum hinein, was in dem Schlosspavillon besonders gut zur Geltung kommt. Christian Chuber verwendet in seiner Kunst immer wieder die Farbe Gold. Sie steht für ihn für materiellen Wert, die Einstrahlung der Sonne auf der Erde und auch die christliche Geschichte. Das passt zu diesem Künstler, der immer gerne Dinge zusammenbringt, die auf den ersten – und meist auch auf den zweiten Blick – unharmonisch wirken. 

Die Ausstellung „Bilder und Skulpturen“ von Christian Chuber ist bis zum 22. Mai zu sehen, täglich von 14.30 Uhr bis 17 Uhr in der Galerie im Schlosspavillon.

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