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Bei der 30-Jahr-Feier 1927. Bemerkenswert ist, dass viele der Familiennamen von damals auch heute auftauchen. (sitzend v.l.) Adolf Baumann, Alois Riedler, Michael Deimel, Lehrer Aubinger, Sattler Wittmann, Andres Schweiger, Andreas Bläbst; (erste Reihe v.l.) Jakob Rottmeier, Joef Simmet senior, Hans Reisinger, Zetterer, Ludwig Hagn, Georg Dallmeier, Xaver Hörl, Anna Riedmeier, Vorstand Josef Deller, Anna Riedler, Dirigent Augustin August, Michael Brandmeir, Hans Soller, Max Bauer, Hans Schießl, Josef Hörl, Franz Schießl, Nikolaus Jell; (zweite Reihe v.l.) Anton Seidl, Peter Sigl, Hans Brandmeier, Anni Bauer, Resi Zacherl, Anna Seidl, Katharina Kraus, Therese Schießl, Ittlinger; mit Fahne: Lotterschmid, Bert Attenberger, Hans Spitzweck, Resi Bläbst, H. Neuhauser, Elisabeth Simmet, Hans Scharl; (hinten v.l.) Karl Stein, Jakob Spiegelberger, Max Spitzweck, Franz Wacker, Karl Soller, Hans Schiessl, Mateika, Korbinian Reisinger, Sebastian Deimel, Max Kraus, Hans Weber, Josef Ittlinger, Josef Schweiger

Zwei Tage Festprogramm

120 Jahre Männergesangverein Ismaning

Ismaning - Schlosskauf, VIPs, „Good News“ und Begräbniskosten, wie passt das zusammen? So hätte es die Biermösl Blosn vielleicht besungen, wenn sie dem Männergesangverein Ismaning ein Gstanzl zur 120-Jahr-Feier am kommenden Wochenende gewidmet hätte.

Die Gründung des Männergesangvereins Ismaning 1896 auf Anregung des Metzgermeisters und Landwirts „Postfranz“ Peter Soller war für das Krautdorf wohl ähnlich bedeutend, wie der Schlosskauf 1919 durch Ismaninger Landwirte. So passte es vom symbolischen Wert her gut, dass der Gesangverein sich diesen Schlosskauf bei der 1200-Jahr-Feier der Gemeinde im Jahre 2009 zu eigen machte und im Festzug perfekt in der typischen, der Dachauer ähnlichen Ismaninger Volkstracht darstellte.

Nachwuchssuche

Mit „Good News“ kommen die Sänger oft nach den Proben nach Hause. Es beschreibt aber auch eines der Lieder, ein Gospelsong, mit denen der Verein schon vor 20 Jahren seine Gäste begeisterte. „Vorwärts mit Spaß und guter Laune“ ist das Motto. Mit Offenheit für neue zeitgemäße Lieder und moderne Elemente hofft der neue Vorsitzende Franz Weisl auch die Jugend mehr zu locken, also Männer zwischen 40 und 50 wie er.

Der MGV heute: (vorne sitzend v.l.) Hans Soller, Michael Hartl, Hans Berger, Roman Werly, Hansjörg Heller, Michael Schmid, Michael Clemens Frey, Josef Zettl, Karl-Heinz Beck, Franz Risinger, Adolf Fuchs, Max Sigl, Anton Seidl; (zweite Reihe v.l.) Johann Herrmann, Max Soller, Andreas Schweiger, Franz Weisl, Werner Landmann, Otto Stangl, Theo Sendlbeck, Hans Jauker, Francisco Handl-Palmero, Hans-Werner Tietz, Peter Fischer, Edgar Ihm, Franz-Ludwig Schaufler, Karl Beller, Erwin Wallner; (dritte Reihe v.l.) Ludwig Soller, Josef Zacherl, Georg Holzer, Peter Brigo, Georg Kronseder, Edmund Bromm, Gerd Mühleisen, Gerd Dapperger, Bernhard Glaser, Karlheinz Knauer, Erich Hartl, Franz Eisenreich, Heinz Fellner; (hinten v.l.) Adolf Irlbacher, Thomas Haynaly, Günther Engelländer, Georg Goldemund, Werner Prinz, Samuel Vogler, Adolf Kappl, Peter Neumaier, Georg Schollweck, Korbinian Zacherl, Robert Soller, Walter Huber, Markus Neff, Robert Scharl, Dieter Eschbaumer, Anton Wäsler.

Für ungewöhnlich gute Unterhaltung sorgte 2013 das älteste Vereinsmitglied, der heute 96-jährige Max Lohmaier. So kommen die Begräbniskosten ins Spiel. Der Max ist zwar ein echtes, nicht tot zu kriegendes Ismaninger Unikat, aber seine Beerdigung hat er schon genau geplant. Welche Lieder die Sänger singen dürfen, steht fest, beispielsweise die von ihm komponierte Ismaninger Hymne. Das Leichenmahl ist bestimmt, die Sterbebildchen bestellt, der Grabstein beim heimischen Steinmetz Festl, natürlich einst ein Sänger, in Auftrag gegeben und die Grabstelle gesichert. Damit die Sänger nicht auskommen, hat er dem Verein auch gleich eine größere sachbezogene Spende gemacht. 2013 war das. Der Lohmaier Max lebt aber immer noch, kommt regelmäßig zum Schafkopfen nach der Probe – und wird auch das Festprogramm zum 120-Jährigen genießen.

Festschrift

Im eleganten Grün-Weiß der Vereinsfarben und in Lederoptik präsentiert sich die Festschrift des Männergesangvereins Ismaning. Sie trägt einmal wieder die Handschrift von Franz Risinger. Für vier Euro wird das gelungene Zeitdokument seit einigen Tagen schon verkauft. Vorausgegangen sind Monate der Vorarbeit. Ein Privatleben hatte da Risinger kaum mehr. Ob Vorbesprechungen mit dem Vorsitzenden Franz Weisl, Nachtelefonieren von Grußworten, Formulieren der Chronik, Zusammenstellung der Bilder, Organisation des Festabends oder Auflisten der wichtigsten Gäste am Festsonntag, Risinger hat alles im Griff und ist der Hauptorganisator der 120-Jahr-Feier. „Danach ist aber Schluss“, sagt er erschöpft lächelnd. Hatte er das nicht beim 110-Jährigen auch schon gesagt?

Festprogramm

Samstag, 4. Juni 16.30 Uhr Standkonzert mit der Festkapelle am Kirchplatz; 17 Uhr Standkonzert der Festkapelle im Schlosshof – Empfang; 17.30 Uhr Totenehrung am Kriegerdenkmal mit der Festkapelle Ainet; 19 Uhr Festabend im Ismaninger Bürgersaal. 

Sonntag, 5. Juni 6.30 Uhr Weckruf durch die Festkapelle Ainet; 8 Uhr Empfang der Vereine durch das Blasorchester Ismaning auf dem Festplatz an der Dorfstraße, Weißwurstessen im Festzelt; 9.15 Uhr Aufstellung zum Kirchenzug; 10 Uhr Festgottesdienst im Schlosshof; 11 Uhr Festumzug durch Ismaning mit allen Vereinen und Musikkapellen; 12.30 Uhr gemeinsamen Mittagessen im Festzelt; 13.30 Uhr Festakt mit Musik und Gesang. agm




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