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Die Trödelbande: Heinz Schneiderhahn (vorne r.) führt mit seinem Team die Trödelhalle in Kirchheim. Gemeinsam sorgen die Helfer dafür, dass Altes nicht weggeworfen, sondern verkauft wird. Der Erlös dient sozialen Zwecken.

Landrat zeichnet Ehrenamtliche aus

Ismaning - Sie helfen, ohne Geld dafür zu bekommen. Sie sind da, wenn es anderen schlecht geht. Wenn Hilfe gebraucht wird. 

Mehr als 30 000 dieser stillen, ehrenamtlichen Helfer gibt es im Landkreis. 19 von ihnen hat Landrat Christoph Göbel (CSU) jetzt im Landratsamt mit einer Feierstunde gewürdigt. Außerdem acht Gruppen, die sich ehrenamtlich einbringen. Im Bürgersaal der Gemeinde Ismaning überreichte er Urkunden und goldene Ehrennadeln.

Wenn Not am Mann ist, ist Michael Kayler aus Ismaning (Zweiter v.l.) zur Stelle. Er hilft bei der Nachbarschaftshilfe, insbesondere als Fahrer. Für sein Engagement danken ihm (v.l.) Bürgermeister Alexander Greulich, die Stellvertretende Landrätin Annette Ganssmüller-Maluche sowie Landrat Christoph Göbel.

Einer, der da ist, wenn Not am Mann ist, ist Michael Kayler. Der 69-jährige Ismaninger ist unverzichtbar für die Nachbarschaftshilfe im Ort, ob als Fahrer für Gäste der Tagespflege oder als wichtiger Helfer im normalen Alltagsgeschäft. Er kam zur Nachbarschaftshilfe über seine Schwiegermutter, die in der Tagespflege betreut wurde. Mittlerweile ist er von Montag bis Freitag im Einsatz, um Gäste der Tagespflege von ihrer Wohnung zu dem Gebäude der Nachbarschaftshilfe an der Aschheimer Straße zu fahren. Darüber hinaus fährt er für die Gemeinde regelmäßig Rollstuhlfahrer zu Veranstaltungen und steht als Helfer bei Einkäufen oder für Kurierdienste bereit. „Ich fahre am Tag um die 100 Kilometer“, sagt Kayler, „und während der gesamten Tätigkeit habe ich sicher schon die 100 000 geschafft.“

 „Es macht eine lebendige, soziale und solidarische Gesellschaft aus, dass das Ehrenamt so engagiert gelebt wird“, sagte Göbel in seiner Festrede. Er sei stolz darauf, dass es so viel ehrenamtliches Engagement im Landkreis gebe. Ein weiterer Ausgezeichneter ist der Engelbert Schulz (73). Er organisiert seit rund 20 Jahren in Ismaning den Altennachmittag der Arbeiterwohlfahrt. Dabei ist er Ansprechpartner für die Senioren und bemüht sich, mit immer neuen Programmen den Menschen eine Freude zu bereiten. Bis zu 100 Senioren kommen zu einem solchen Altennachmittag im Hillebrandhof. „Ich habe als Vertretung des Hausmeisters im Bürgerstift mitgearbeitet und kam auf diese Weise zu diesem Ehrenamt“, sagt der Ismaninger. Seine Motivation sei die Vorfreude der Senioren auf die bunten Nachmittage. 

Neben den Einzelpersonen hat Göbel auch Gruppen gewürdigt, die sich sozial ehrenamtlich engagieren. 

EIn Herz für Senioren hat Engelbert Schulz, der Leiter des Altennachmittags in Ismaning.

Eine ist die Mannschaft der Trödelhalle in Kirchheim. Die Bürger der Gemeinde können dort Gegenstände abgeben, die nicht mehr benötigt werden und dennoch zu schade zum Wegwerfen sind. Die in den örtlichen Wertstoffhof integrierte Trödelhalle hat immer samstags für vier Stunden geöffnet. Der Dank des Landkreises richtet sich an den Leiter, Heinz Schneiderhan (79), und seine derzeit fünf Mitarbeiter. Die Kirchheimer Trödelhalle hat ihren Ursprung in der Bewegung „Agenda 2000“, die in allen Orten neue Ideen ausgearbeitet hat. Schneiderhans Anliegen war es, mit nicht mehr benötigten Gegenständen Einnahmen für soziale Zwecke zu generieren. Der Leiter des kleinen Teams ist stolz darauf, seit der Eröffnung 2007 über eine halbe Million Euro erwirtschaftet zu haben. Dieses Geld wird verwendet, um bedürftigen Menschen in Kirchheim zu helfen. „Wir wollen Menschen und Projekte unterstützen, wo die Sozialhilfe nicht mehr greift“, sagt Schneiderhan. Einmal jährlich setzen sich die Ehrenamtlichen der Trödelhalle zusammen, um über die Verwendung des eingenommenen Geldes zu beratschlagen. Möglichweise könnte das Projekt noch mehr helfen, wären nicht die Räume zu eng. Die Trödelhalle am Wertstoffhof ist ein 60 Quadratmeter großer Raum mit Regalen, weshalb große Gegenstände nicht angenommen werden können.

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