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Viele Ismaninger sind interessiert.

Wohnbaugenossenschaft

Ordentliche Rendite und günstige Miete in Ismaning

Ismaning – Den immensen Druck auf dem Wohnungsmarkt möchte die Gemeinde Ismaning mit vielen unterschiedlichen Initiativen lindern. Das reicht vom Einheimischenmodell, das derzeit realisiert wird (wir berichteten) bis hin zu einer Wohnbaugenossenschaft, die gegründet werden soll. Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) hat dieses Genossenschaftsmodel bei einer Informationsveranstaltung rund 60 Ismaningern vorgestellt. 15 haben spontan Interesse für eine Investition in eine Genossenschaft bekundet.

Das Modell der Genossenschaft sieht vor, dass sich mehrere Menschen mit einer Geldeinlage einbringen; So muss für ein Wohnungsbauprojekt weniger Geld bei Banken aufgenommen werden. Durch die künftigen Mieter entstehen wiederum Einnahmen, die in die Finanzierung des Wohnhauses fließen; wobei die Genossenschaft bei der Höhe der Mieten nicht auf Gewinnmaximierung abzielt. Die Genossen bekommen für ihre Einlage 1,5 bis zwei Prozent Dividende, was deutlich über dem aktuellen Zinssatz liegt, den Banken für deponiertes Vermögen zahlen. Dieser Rückfluss kann als Kapitalanlage genutzt werden oder als Reduzierung der Miete, wenn Beteiligte der Genossenschaft selbst einziehen wollen. 

Die AWO-Vertreter rechneten vor, dass beispielsweise ein Rentner mit erspartem Geld die monatliche Miete reduzieren und so auch besser mit der verfügbaren Rente auskommen könne. Die Vertreter der AWO-Tochter „AWOhnbau Genossenschaft“ erklärten, dass alle Gewinne des Projektes über die eingeplante Dividende hinaus in einem neuen Sozialtopf angespart würden. Daraus würden dann in der Gemeinde Ismaning weitere soziale Wohnbauprojekte auf den Weg gebracht. 

Gemeinde stellt Grundstück zur Verfügung

Bürgermeister Alexander Greulich (SPD) betonte beim Informationsabend, wie hoch der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum sei. Die Gemeinde würde die Wohnbaugenossenschaft mit dem attraktiv gelegenen Grundstück am Seidl-Kreuz-Weg unterstützen, erklärte Greulich, sie knüpft dies aber an die Bedingung, dass eine Ismaninger Wohnbaugenossenschaft gegründet werden muss. Zu diesem Schritt ist die Arbeiterwohlfahrt bereit. Die „AWOhnbau“ ist aber nur eine von zwei Interessenten, die in Ismaning ein Genossenschaftsmodell aufziehen wollen. „Wir haben einen guten Namen und hoffen nun, dass sich die Gemeinde für uns entscheidet“, sagt Andrea Mahner, die AWO-Ortsvorsitzende in Ismaning. Sie war sehr zufrieden mit der Resonanz auf die Informationsveranstaltung. Die Vertreter der AWO gingen nach Hause mit einer Liste von 15 Ismaningern, die sich grundsätzlich eine Investition in einen Geschossbau vorstellen können. Mit diesen Personen wird die „AWOhnbau Genossenschaft“ nun das direkte Gespräch suchen.

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