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Susanne Bauer, Lothar Kapfenberger und Andreas Kemmelmeyer (v.l.) stellen den Testentwurf vor.

Alles untergebracht

Unterföhring baut Sportpark nach Wünschen der Vereine

Unterföhring - Auf 100 000 Quadratmetern an der Mitterfeldallee soll gegenüber vom Schulcampus bis Herbst 2020 ein moderner Sportpark in Unterföhring entstehen. 

Den Testentwurf erläuterten vor etwa 40 Zuhörern Susanne Bauer vom Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum, Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer (PWU) und Bauamtsleiter Lothar Kapfenberger. Die Wünsche der Vereine werden darin umgesetzt. Alle 57 örtlichen Vereine wurden im Sommer angeschrieben, 13 teilten ihre Wünsche mit. „Die Raumanalyse zeigt: Wir bringen alles unter“, lautete das Fazit von Planerin Susanne Bauer.

Alle Wünsche berücksichtigt

Beim Testentwurf handelt es sich nicht um die endgültige Planung, sondern nur um einen Entwurf, mit dem die Gemeinde überprüfen will, ob der Platz für alle Wünsche der Vereine, des Schulsports und der Öffentlichkeit auf dem Grundstück ausreicht. In einem nächsten Schritt werden nun europaweit Architekten aufgefordert, sich als Planer zu bewerben.

Regionalligataugliches Fußballstadion

Vorgesehen sind bisher für den FCU drei Großspielfelder – eines davon als regionalligatauglicher Hauptplatz mit Tribüne, eines als Kunstrasenplatz – und zwei Trainingsplätze. Der Rugbyclub darf sich auf einen eigenen Rasenplatz freuen. Für die Stockschützen, die derzeit auf drei Bahnen spielen, werden sechs überdachte Bahnen errichtet, sodass sie Turniere veranstalten können. „Hier ist der Lärmschutz besonders zu berücksichtigen“, sagte Bauer mit Blick auf die Anwohner und das benachbarte Hotel „The K“. Kemmelmeyer betonte, dass im Sportpark grundsätzlich eine Mehrfachnutzung wünschenswert sei, so könnte beispielsweise auf den Stockschützenbahnen auch der Rollhockey-Sport ausgeübt werden.

Elemente des Multiaktivsportplatzes vorgesehen

Für die Volleyballer vom TSV sind zwei Plätze vorgesehen. Zudem entstehen zwei Mehrzweckplätze und ein Abenteuerspielplatz. Aus dem MAS-Konzept werden die Soccer-Five-Plätze und die Ballspielwand übernommen. Zwar sei der Multiaktivsportplatz im Bürgerentscheid mehrheitlich abgelehnt worden, aber immerhin hätten 800 Unterföhringer für das Konzept gestimmt, sagte Kemmelmeyer.„Auch die wollen wir ernst nehmen.“ Und diese beiden Punkte des Konzepts ließen sich gut umsetzen.  

Rasenheizung über Geothermie

Eine Tiefgarage soll 400 bis 500 Stellplätze bieten. Weitere Parkplätze, auch für Busse, sind auf dem Schulcampus geplant. Ein weiterer Synergieeffekt entsteht durch die Geothermie: „Aufgrund der Geovol ist es sinnvoll, eine Rasenheizung vorzusehen“, sagte Bauer. Zum Thema Sicherheit empfahl sie einen Sicherheitsdienst: „Andere Vereine konnten so sicherstellen, dass sich das Thema Vandalismus in Grenzen hält.“

Haus der Vereine mit Gastronomie

Das Raumprogramm für das Haus der Vereine muss noch erarbeitet werden: Eine Gastronomie mit Biergarten, eine Sauna, Fitness- und Physiotherapieräume, Lagerräume, mindestens acht Umkleiden und eventuell auch ein Foyer sind im Gespräch. „Die ersten Schritte haben wir gemacht, und ich glaube, das ist sehr gelungen“, sagte Kemmelmeyer am Ende der Präsentation. Jetzt wird die Verwaltung die jährlich anfallenden Unterhaltskosten abfragen, „die das Ganze zwar nicht auf den Prüfstand stellen, die wir aber niedrig halten wollen“.

Wunsch nach einem öffentlichen Hallenbad

Wolfgang Schwaiger vom TSV bat, zu prüfen, ob man sechs statt vier 400-Meter-Bahnen für die Leichtathletik unterbringen könnte, dann könnte der TSV Wettbewerbe ausrichten. Die meisten Wortmeldungen kreisten um das Schulschwimmbad. Bisher steht fest, dass neben den Schülern auch Vereine, wie etwa die Wasserwacht, darin trainieren dürfen. Wolfgang Schwaiger fordert mehr: „Es ist zu kurz gesprungen, ein Lehrschwimmbecken für Vereine und Schüler zu errichten, es sollte auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen.“

Beschlusslage sagt: Kein Hallenbad

Auch der frühere Bürgermeister Klaus Läßing brach eine Lanze für ein öffentliches Hallenbad: „Ein Hallenbad ist für eine Kommune wie Unterföhring unbedingt erforderlich. Wenn das nicht reinpasst, muss man überlegen, ob etwas anderes gekappt wird, zum Beispiel der Rugby-Platz. Wie viele Rugby-Spieler wohnen denn in Unterföhring? Oder wir müssen über die Dieselstraße nach Osten hinausgehen.“ Den Bürgermeister forderte Läßing auf: „Nicht rumeiern mit Lehrschwimmbecken, sondern das Ding als Hallenbad beim Namen nennen. Nicht nur hinter Beschlüssen stehen, sondern hinter dem guten Gedanken.“

Weitere Diskussionen sind zu erwarten

Kemmelmeyer antwortete: „Dass ich ein Freund des Hallenbads bin, weiß jeder. Aber es ist abgelehnt worden. Als Verwaltungschef halte ich mich an Beschlüsse. Gott sei Dank leben wir in einer Demokratie, nicht in einer Diktatur. Dass das Thema über die Fraktionen noch aufkommt und diskutiert wird, da bin ich mir aber sicher."

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