Generalüberholung an der Jahnstraße wird 4,2 Millionen teurer

Sportzentrum wird ab November saniert

Unterföhring - Ab 31. Oktober beginnen die Bauarbeiten am 30 Jahre alten Sportzentrum an der Jahnstraße in Unterföhring. Brandschutz und Abnutzung machen eine Sanierung nötig, die im Frühjahr 2018 abgeschlossen sein soll.

Bis zum 10. Oktober können die Vereine die Halle noch nutzen. Der Aufbau von zwei Traglufthallen, in die der Sportbetrieb verlegt wird, hat begonnen. Die vom Gemeinderat beschlossene Kostendeckelung bei 7,5 Millionen Euro ist allerdings hinfällig. Die Generalüberholung wird um rund 4,2 Millionen Euro teurer. Denn die Pläne wurden im Laufe der vergangenen Monate immer umfassender: Bis Ende Juli durften die Nutzer ihre Wünsche anmelden, darunter eine Biosauna, ein Wintergarten und eine neue Kücheneinrichtung. Auch die Verwaltung hatte Optimierungsvorschläge. Für all diese Posten summieren sich die Kosten auf zusätzlich 4,2 Millionen Euro. 

Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer (PWU) geht es um eine umfassende Sanierung: „Ich sperre das Sportzentrum nicht eineinhalb Jahre zu und komme hinterher darauf, was noch gebraucht wird.“ Er mahnte auch, dass es höchste Zeit sei zu beginnen: „Wenn wir nicht anfangen, ist im Frühjahr 2017 unser Sportzentrum geschlossen wegen mangelndem Brandschutz. Außerdem haben wir ein undichtes Dach.“ 

Kritik kam von Zweiter Bürgermeisterin Betina Mäusel (CSU): „Wenn ich alles zusammenrechne komme ich auf fast 16 Millionen Euro.“ Sie erinnerte daran, dass sie von Anfang an für einen Neubau plädiert hatte, „damals habe ich Unverständnis geerntet“. Mäusel schlug nochmals vor: „Wir sollten vier Wochen warten und prüfen lassen, was der Abriss und Neubau kosten würde.“ 

Für eine neue Einschätzung plädierte auch Marianne Rader (PWU). Zumal der Finanzausschuss im nächsten Haushalt schon 17 Millionen für die Sanierung einkalkuliert hat. „Ich frage mich, wofür wir die Planer bezahlt haben, wenn es jetzt so teuer wird“, sagte Mäusel. 

Kemmelmeyer verteidigte die Sanierung, das Geld sei gut und nachhaltig investiert, das Sportzentrum stehe danach wieder für mehrere Generationen bereit. Bauamtsleiter Kapfenberger ließ die Zahl von 17 Millionen nicht gelten. „Summa summarum“ koste das Projekt inklusive Umbauzuschlag und Planungskosten 13 bis 14 Millionen Euro, und Kemmelmeyer erklärte zur Überraschung derer, die auf diese Zahl seit Monaten warten: „Ein Neubau würde 19,2 Millionen kosten.“

 Manuel Prieler (PWU) stimmte den Plänen der Verwaltung zu. Ärgerlich aber sei die Arbeit des Münchner Planungsbüros aus dem Jahr 2014, das die Brandschutztüren offenbar vergessen hat, denn diese tauchen erst in den Optimierungsvorschlägen der Verwaltung auf.

 Die Mehrheit votierte für die Sanierung, nur Betina Mäusel (CSU), Josef Ebert (CSU) und Marianne Rader (PWU) stimmten dagegen.

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