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Gute Nachrichten für den Nordosten: Auf Einladung von Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer (3.v.l.) berichten Karla Schilde und Stephan Wolf (r.) von den Plänen am Föhringer Ring. Stefan Schnabel wirbt für die nächste Gewerbeschau. 

Wirtschaftsgespräch Unterföhring 

Lichtblick am Föhringer Ring

Unterföhring - Das Münchner Referat für Arbeit und Wirtschaft hat offenbar erkannt, dass der vierspurige Ausbau des Föhringer Rings notwendig ist. Das erklärten Karla Schilde und Stephan Wolf vom Münchner Planungsreferat beim Wirtschaftsgespräch der Gemeinde Unterföhring.

Alljährlich im Herbst, nun schon das dritte Mal in Folge, lädt die Gemeinde ihre Gewerbetreibenden zu einem Wirtschaftsgespräch ins Bürgerhaus. Knapp 250 Gäste folgten der Einladung, vom Startup-Unternehmer über den Mittelständler bis hin zu Vertretern der großen Konzerne am Ort.

Auf Einladung der Gemeinde waren als Vortragende Karla Schilde und Stephan Wolf vom Referat für Stadtplanung und Bauordnung der Stadt München gekommen und berichteten von – auch für die Gemeinde Unterföhring – wichtigen Themen.

Täglich Stau am Flaschenhals

Mit der Planung für die Entwicklung des Münchner Nordostens zwischen Riem, Johanneskirchen, Aschheim und Unterföhring, werde es im Frühjahr weitergehen, sagte Karla Schilde, dann werde der Stadtrat sich für eine der vorgestellten Varianten entscheiden. Der Münchner Nordosten birgt nach dem in Freiham geplanten neuen Stadtteil das größte verbliebene Potenzial für die künftige Siedlungsentwicklung in München: Östlich der Flughafenlinie S8 befinden sich auf knapp 600 Hektar die letzten großen zusammenhängenden Flächen, auf denen in den nächsten Jahrzehnten mehrere Stadtteile für rund 30 000 Einwohner entstehen könnten.

Der Wachstum im Nordosten und die marode Herzog-Heinrich-Brücke zwingen offenbar die Stadt zum Handeln. Die Unterföhringer warten schon lange auf den Ausbau des Föhringer Rings, denn an diesem überlasteten, zweispurigen Nadelöhr staut sich täglich der Verkehr kilometerweit.

Marode Herzog-Heinrich-Brücke soll saniert werden

Karla Schilde berichtete zum Fortgang des vierspurigen Ausbaus, dass die Sanierung der Herzog-Heinrich-Brücke durchaus schon in Planung sei, insbesondere, wie die Sanierung unter fließendem Verkehr abzulaufen habe – nämlich mit einem zweiten Brückenbauwerk. Schnell müssten nun Gespräche geführt werden, insbesondere zur Frage „wer zahlt was“. Im Moment sei eine Beschlussvorlage für den Stadtrat in Vorbereitung.

Das Referat für Arbeit und Wirtschaft der Stadt München habe, ergänzte Stephan Wolf, den vierspurigen Ausbau gerade erst als „unabdingbar“ für die Entwicklung erklärt. Unter anderem auch für die Entwicklung der Wirtschaft. Eine Aussage, die Anwesenden im Saal mit spontanem Applaus bekräftigten.

Seit langem fordert Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer (PWU) bei jeder geeigneten Gelegenheit, dass die Stadt München den vierspurigen Ausbau des Föhringer Rings vorantreibt. „Der Flaschenhals mit seinen zwei Spuren kann die Vielzahl der Fahrzeuge nicht mehr aufnehmen. Dafür braucht man keine Prognosen, da muss man nur aus dem Fenster schauen oder selber im Stau stehen.“ Auch die Medienkonzerne und die Allianz würden tausende Arbeitsplätze in die Waagschale werfen und sehr vehement bei der Stadt auftreten.

In seiner Rede bedankte sich Kemmelmeyer bei den Unternehmern dafür, dass sie in Unterföhring ihren Sitz haben. Die Gewerbesteuereinnahmen garantierten den Wohlstand am Ort. Ganz aktuell, meldete der Bürgermeister, seien das im Jahr 2016 nach dem jüngsten Steuertermin schon 150 Millionen Euro anstelle der im Haushalt angesetzten 100 Millionen. Die Gemeinde werde stets dafür sorgen, dass sich, neben der Wohnbevölkerung, auch das Gewerbe in Unterföhring wohlfühle und setze auch gerade Maßnahmen dafür um.

Zum Abschluss des offiziellen Teils nutzte noch der Vorsitzende des Gewerbevereins Unterföhring (GVU), Stefan Schnabel, die Gelegenheit, seinen Verein vorzustellen und für die Unterföhringer Gewerbeschau zu werben, die am 6. und 7. Mai 2017 in und vor dem Bürgerhaus stattfinden wird. Hier hätten die Unternehmen Gelegenheit, sich den Bürgern zu präsentieren und so neue Kunden zu gewinnen. Den Gästen werde ein buntes Rahmenprogramm geboten, das auch die Unterföhringer Vereine mit einbeziehe. mm

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