Bernd Michaelis hätte gerne eine Aufstellung aller Instandhaltungs- und Unterhaltskosten  sein Antrag findet aber keine Mehrheit.
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Bernd Michaelis hätte gerne eine Aufstellung aller Instandhaltungs- und Unterhaltskosten  sein Antrag findet aber keine Mehrheit.
Markus Böhmfeld erläuret das Modell von „Kirchheim 2013. 
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Markus Böhmfeld erläuret das Modell von „Kirchheim 2013. 
Heinrich Kröniger will eine erneute Bürgerbefragung.
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Heinrich Kröniger will eine erneute Bürgerbefragung.
Joachim Erven will eine „Naherholungsgebiet Heimstettener See“ gemeinsam mit Aschheim.
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Joachim Erven will eine „Naherholungsgebiet Heimstettener See“ gemeinsam mit Aschheim.

Bürgerversammlung

3000 neue Einwohner – Kirchheim redet mit

Kirchheim - Um 3000 Einwohner wird Kirchheim durch den Bau der neuen Ortsmitte wachsen. Entsprechend viele der aktuell 14 000 Kirchheimer und Heimstettener sind zur Bürgerversammlung geströmt.

„Kirchheim 2030“ hat die Bürger angelockt. Sie wollten vor allem wissen, ob und wie sie bei der Planung und Entwicklung des bis 2030 entstehenden neuen Ortszentrums teilhaben können, welche Wohngebiete entstehen und wie sich die Verkehrssituation entwickeln wird. „Volle Transparenz von Anfang an“, heftete sich Bürgermeister Maximilian Böltl bei der Entwicklung der 486 000 Quadratmeter großen Fläche, die bis ins Jahr 2030 die Ortsteile Kirchheim und Heimstetten verbinden soll, auf die Fahnen.

Platz für Rathaus und Schule

In der neuen Ortsmitte finden Wohnflächen für bis zu 3000 Bürger, öffentliche Einrichtungen wie Rathaus und Bildungseinrichtungen ebenso Platz wie Freizeit- und Erholungsflächen. Dass Böltl es mit der Transparenz ernst meint, bewies er in der Bürgerversammlung. Er legte ein achtseitiges Strukturkonzept vor, Infotafeln und Modelle dienten der Veranschaulichung.

„Der Durchstich am Seniorenzentrum, die Querungen der Staatsstraße, aber auch die Anzahl und der Anteil der Mehr- und Einfamilienhäuser waren die zentralen Themen, die die Bürger nachfragten“, erklärte Markus Böhmfeld, Sachgebietsleiter der Bauverwaltung. Denn bereits eine Stunde vor Beginn der eigentlichen Bürgerversammlung hatten gut 200 Bürger die Chance genutzt, dort auch ihre Einwände und Anregungen vorzubringen: Die Hauptstraße als „die“ Verbindungsstraße zwischen den Ortsteilen erhalten, eine dringend notwendige tangentiale Verbindungen zwischen Heimstettener Straße und der Verlängerung des Heimstettener Mooswegs.

Verbessertes Verkehrskonzept

Böltl verwies neben der verbesserten Anbindung an die Staatsstraße auch auf zahlreiche angedachte Fahrrad- und Fußwegeachsen. „Zum Verkehrskonzept hat sich seit der Goergens-Planung sowie der Bürgerbeteiligung 2009 vieles verändert, dies wird eingearbeitet, ebenso wie die die Ergebnisse einer Verkehrszählung.“

Brandneu ist die Website www.kirchheim2030.info, Böltl forderte die Bürger eindringlich auf, sich hier zu informieren und mit Vorschlägen und Anregungen zu beteiligen und dann letztendlich auch beim Bürgerentscheid zum Ortszentrum im kommenden Jahr ein Votum anzugeben. Der Entscheid soll per Briefwahl durchgeführt werden, „Sie haben dann in aller Ruhe Zeit für Ihre Abstimmung“, so Böltl.

Bürger stimmen über Pläne ab

Wie das Projekt finanziert werden solle beantwortete Böltl dahingehend: „Von einem Drittel der Fläche ist die Gemeinde Eigentümer, den Rest teilen sich drei große Baufirmen: Demos, Dibag und Deutsches Heim. Alle Folgekosten, etwa Krippenplätze und auch ein Großteil der Grünflächen werden nach dem SoBon-Prinzip auf die neuen Eigentümer übertragen.“ „SoBon“ steht für sozaiel Bodennutzung.

In Summe verlief die Bürgerversammlung ohne harte Reibungspunkte. Böltl nutzte die Gelegenheit zu informieren über eine gut funktionierende Gemeinde mit zufriedenstellenden Steuereinnahmen, einer Wirtschaftsförderung, die mit der Ansiedlung neuer Firmen Erfolge vorweisen kann, familienfreundlichen Aktionen, aber auch Angeboten für Senioren und Demenzzkranke.

Schwimmbad ist zu teuer

Eine Absage erteilte er dem Wunsch nach einem Schwimmbad. „Die Realisierung erscheint mir nicht möglich“, sagte Böltl. Er habe bereits Alternativvorschläge ausgearbeitet: Eine Kooperation mit Poing für einen Schwimmbadbau ab 2019/20, eine finanzielle Unterstützung für Schwimmkurse in umliegenden Bädern und auch Schwimmkurse ins Ferienprogramm zu integrieren. „Wir haben aktuell zu viele andere Prioritäten“, sagte der Bürgermeister.

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