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Überlastet: Anstelle eines Kreisverkehrs soll eine große Ampelanlage die Kreuzung der Staatsstraße mit dem Heimstettener Moosweg verkehrstechnisch entschärfen.

Verkehrslösung

Ampel statt Kreisel am „Kirchheimer Ei“

Kirchheim - Am sogenannten „Kirchheimer Ei“, der Kreuzung Staatsstraße 2082 mit dem Heimstettener Moosweg, ist plötzlich doch eine große „Lichtsignalanlage“ (LSA) möglich. Jahrelang hatte das Straßenbauamt Freising das unnachgiebig abgelehnt.

Martin Lutz und Marlene Rauch vom Münchner Ingenieurbüro Vössing haben mehrere Szenarien an der Kreuzung der St 2082 mit dem Heimstettener Moosweg untersucht. Zentrale Frage: Wie kann die katastrophale Verkehrssituation in den Morgen- und Abendstunden, wo die Belastungsgrenze des Kreisverkehrs regelmäßig erreicht wird, entschärft oder gelöst werden?

Belastungsgrenze erreicht

Laut Lutz wird die Belastzungsgrenze durch die Entwicklung der neuen Mitte Kirchheim und dem damit verbundenen Bevölkerungswachstum überschritten. Wie kann die heute nicht zufriedenstellende Lösung für Fußgänger und Radfahrer geändert werden und wie kann die verlängerte Ludwigstraße von der neuen Ortsmitte an den Heimstettener Moosweg angebunden werden? Die Planer haben die verschiedensten Varianten durchgespielt: doppelter Kreisverkehr mit und ohne Bypass, Unterführung des Heimstettener Mooswegs, gleichzeitig Auf- und Abfahrt zur Staatsstraße über Rampen oder ein „Underfly“, also eine Tieferlegung der Staatsstraße, Zufahrt über innenliegende Rampen. „Für uns die absolut beste Lösung bei Kosten, Flächenverbrauch, Verkehrsfluss sowie Radfahrer und Fußgänger ist die große Ampellösung“, legte Rauch ausführlich dar.

Lösung für Radler und Fußgänger

Wenn sich der Gemeinderat für diese Variante entscheidet, dann gibt es aus Sicht des Ingenieurbüros zwei Möglichkeiten, wie Fußgänger und Radler die Staatsstraße queren können: höhengleich mit Ampeln auf einem drei Meter breiten gemeinsamen Weg, der in der Mitte der Straße eine begrünte Verkehrsinsel hat. „Oder über eine Brücke, die dann zwar gemeinsam benutzt wird, aber aufgrund der fehlenden Ruhepodeste nicht barrierefrei ist.“ Bei der ersten Variante kostet die gesamte neue Kreuzung rund eine Million Euro, bei der zweiten Lösung mit der Brücke etwa das Doppelte, davon ist eine Million für das Brückenbauwerk, den zusätzlichen Lärmschutzwall und Grunderwerb. Für die Anbindung der neuen Ludwigstraße schlagen die Verkehrsplaner eine vorfahrtgeregelte Einbindung anstelle eines Kreisverkehrs vor, weil es kostengünstiger sei – 103 000 Euro statt 169 000 Euro – weniger Fläche und Bauzeit benötige.

Gemeinderat sagt einstimmig Ja

Einstimmig nahm der Gemeinderat die Vorschläge zur Kenntnis, die nun weiterverfolgt werden. Eine Lösung für Radler und Fußgänger muss noch gefunden werden.

Bauamt gab am Freitag sein Ok

Jahrelang hat sich das Staatliche Bauamt Freising gegen eine Ampellösung am Kirchheimer Ei gesträubt. Das oberste Credo lautete: „Der Verkehr auf Staatsstraßen muss fließen!“ Wie Bürgermeister Maximlian Böltl (CSU) am Freitag mitteilte, hat nach dem Gemeinderat (s. Bericht links) nun auch das Amt der Ampelvariante zugestimmt. Zuvor muss allerdings nochmals eine Verkehrszählung und eine Ampel-Computersimulation durchgeführt werden. „Hier werden alle möglichen Rot- und Grünphasen durchgespielt um zweifelsfrei zu erkennen, dass die Ampel die beste Lösung ist“, sagt Bürgermeister Böltl.

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