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Gratulation: (v.l.) Bürgermeister Maximilian Böltl, Katharina und Wilhelm Nau, stellvetrtetende Landrätin Annette Ganssmüller-Maluche und Gerti Bellmann vom Collegium.

Gnadenhochzeit

70 Ehejahre in Liebe und Eintracht

Kirchheim – 70 Jahre Ehe ist an sich schon eine Leistung. „Wir haben das mit Liebe und Eintracht gemeistert“, ist sich das Jubelpaar Wilhelm und Katharina Nau einig. „Und würden uns heute wieder heiraten.“ Wilhelm Nau kann Geschichten launig und kurzweilig erzählen. Gerne singt er dazu auch ein Lied oder holt seine Mundharmonika aus der Schublade.

So ist der Rückblick auf die 70 gemeinsamen Jahre mit seiner „Käthe“, wie er Katharina liebevoll nennt, auch gespickt mit Anekdoten. „Ich bin am Südhang des Vogelberges geboren“, sagt der 92-Jährige, lächelt und hängt gleich auch noch die geographischen Besonderheiten des Vulkanhügels dran. Katharina stammt aus Fulda, dort haben sich die beiden auch am Bahnhof kennengelernt. „Sie stand vor einem Plakat, das ich lesen wollte, ich bat sie, einen Schritt zur Seite zu treten. Da ich Hunger hatte, gab Katharina mir ein Stück Brot“, erinnert sich Wilhelm an jede Einzelheit der ersten Begegnung. Mehr als das Austauschen der Adresse war nicht möglich, Wilhelm war Soldat und geriet in Kriegsgefangenschaft.

Rendezvous nach der Kriegsgefangenschaft

So ist der Rückblick auf die 70 gemeinsamen Jahre mit seiner „Käthe“, wie er Katharina liebevoll nennt, auch gespickt mit Anekdoten. „Ich bin am Südhang des Vogelberges geboren“, sagt der 92-Jährige, lächelt und hängt gleich auch noch die geographischen Besonderheiten des Vulkanhügels dran. Katharina stammt aus Fulda, dort haben sich die beiden auch am Bahnhof kennengelernt. „Sie stand vor einem Plakat, das ich lesen wollte, ich bat sie, einen Schritt zur Seite zu treten. Da ich Hunger hatte, gab Katharina mir ein Stück Brot“, erinnert sich Wilhelm an jede Einzelheit der ersten Begegnung. Mehr als das Austauschen der Adresse war nicht möglich, Wilhelm war Soldat und geriet in Kriegsgefangenschaft.

Mit 92 noch auf die Wiesn und ins Stadion zum FC Bayern

Als er 1946 zurückkehrte bedankte er sich artig bei Katharina für das Brot, schickte eine Postkarte und verabredete sich mit ihr zum Kaffee. „Na ja, bald danach haben wir geheiratet, unsere Tochter Ingrid war auch recht schnell unterwegs“, schmunzelt Wilhelm. Kurze Zeit später wurde Sohn Heinz-Günter geboren, zehn Jahre später zog die Familie nach Mittenwald, Wilhelm war dort als Berufssoldat stationiert. Es ging aber als Rentner wieder zurück nach Fulda, bis vor knapp vier Jahren hatten sie dort noch ein großes Haus mit Garten, die Kinder dagegen hatten schon längst Trudering und Germering Fuß gefaßt. „Wir haben für die Eltern eine Bleibe in unserer Nähe gesucht. Hier im Collegium Kirchheim sind unsere Eltern ins Betreute Wohnen eingezogen“, sagt Tochter Ingrid.

Bis dass der Tod sie scheidet

„Das Ehestandslied ist das Motto unserer Ehe. Wir bleiben solange zusammen, wie wir es vor dem Altar geschworen haben: Bis dass der Tod uns scheidet“, bekräftigt Wilhelm. Erst aber wird mit der Familie, vier Enkeln und sieben Urenkeln gefeiert.

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