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Gut besucht ist die Bürgerversammlung der Gemeinde.

Bürgerversammlung

Feldkirchen rüstet sich für Bevölkerungswachstum

Feldkirchen - Kinderbetreuung, neue Wohnungen, Einheimischen-Modell: Wie die Gemeinde Feldkirchen auf Bevölkerungswachstum reagiert.

Ein kompakter Streifzug durch ein Jahr Gemeindearbeit – so kann man die Feldkirchner Bürgerversammlung zusammenfassen. Von Kritik an der Kommunalpolitik oder Schlagabtausch der Anwesenden war keine Spur, zumindest fast. Einige Nachfragen kamen aus der Bürgerschaft zum Thema Asyl. 

Klaus-Dieter Nietsche wollte wissen, wann und welche Asylbewerber an der Bodmerstraße untergebracht würden. „Natürlich sind Familien besser zu integrieren als junge Männer. Ich gehe aber davon aus, dass wir Männer bekommen, sie werden wir mit allen Mitteln integrieren“, sagte SPD-Bürgermeister Werner van der Weck. Wann Spatenstich für das Asylhaus sein werde, sei noch unklar. Geplant ist, dass Flüchtlinge im März einziehen können.

Werner van der Weck: "Ich sehe mich als Christenmensch in der Verantwortung"

Ein anderer Bürger warf dem Bürgermeister vor, er sei zu freundlich gegenüber Ausländern. van der Weck trat diesem Vorwurf mit deutlichen Worten entgegen: „Plagen Sie die Leute hier nicht mir Ihrer persönlichen und unglücklichen Meinung. Ich sehe mich als Christenmensch in der Verantwortung.“ 

Bürgermeister Werner van der Weck.

Ansonsten ging es in der Bürgerversammlung aber eher ruhig zu. van der Weck fasste in eineinhalb Stunden zusammen, was die Gemeinde bewegte, woran die Verwaltung arbeitet und für welche Zwecke Geld ausgegeben wird. Die Gemeinde rüstet sich für den ungebrochen starken Zuzug. 120 Wohnungen enstehen im kommenden Frühjahr am Xaver-Münch Bräu-Gelände. Der Gemeinderat will sich auch mit der Neugestaltung des Bräustüberls befassen, sobald die Pläne des Eigentümers vorliegen. Hinzukommt, dass die Mittagsbetreuung von 80 auf 140 Kinder aufgestockt wurde. „Momentan haben wir für alle Kinder einen Platz“, sagte van der Weck. Gleichzeitig will die Gemeinde das Einheimischenprogramm vorantrieben. Zwar wolle man noch die Rechtslage in der EU prüfen, aber „wir machen mit den Vorplanungen weiter, die Vergaberichtlinien sind erarbeitet, die Kaufpreise stehen fest“, sagte van der Weck.

Die Gemeinde ist schuldenfrei und kann investieren

Der knapp über 32 Millionen Euro starke Haushalt, der mit zwölf Millionen Euro aus der Gewerbesteuer reichlich gespeist wird, reicht aus, um zum Teil beträchtliche Ausgaben zu decken. Viel Geld verschlingen die Geothermie sowie der barrierefreie Ausbau der S-Bahn- Station. Die Dreifach-Turnhalle, deren Bau im kommenden Frühjahr ansteht, kostet 8,2 Millionen Euro. Für die Sanierung und den Neubau des Kirchheimer Gymnasiums und den damit einhergehenden Kosten in Höhe von bis zu 61 Millionen Euro beteiligt sich die Gemeinde als Mitglied des Zweckverbandes. Die Entscheidung, welcher Entwurf den Zuschlag erhält, soll demnächst fallen. 

Die SPD hatte beantragt, einen möglichen Standort für einen Gymnasium in Feldkirchen zu prüfen. Die Verwaltung präsentierte zwar drei mögliche Grundstücke. van der Wecke sagte: „Aber keines der Grundstücke gehört uns, das müssten wir uns also erst mal leisten.“

sab

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