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Süffige Lesung: Andreas Schröfl stellt seinen Roman vor.

Krimi

Mörder ertränkt Bierbrauer im Gärbottich

Kirchheim – Zwei Tote, beide in bestem Münchner Bier kurz vor dem Oktoberfest ertrunken, ein Ermittler, der selbst ehemaliger Bierbrauer ist, und umfangreiche Stammtischermittlungen der Kollegen der Ermordeten im Bräustüberl des fiktiven „Sternbräu“. Im ersten Buch von Andreas Schröfl (41) dreht sich alles ums Bier.

Sein erster Roman „Brauerehre“ ist der Auftakt einer Reihe, im Februar 2017 erscheint bereits der dritte Teil. „Am vierten schreibe ich gerade“, sagte Schröfl bei der Lesung.

Das Jubiläum 500 Jahre Reinheitsgebot haben die Kirchheimer zum Anlass genommen, ihren Kulturherbst rund ums Bier zu servieren. Das erklärte Kulturreferentin Katharina Ruf den 30 Besuchern der Lesung. Der Autor und Brau-Ingenieur Andreas Schröfl war samt Familie aus der Hallertau angereist und präsentierte in äußerst sympathischer Form sein erstes Buch „Brauerehre“, an dem er fast acht Jahre lang geschrieben hat.

Regionalkrimis waren ihm zu langweilig

Seine Motivation erklärt er so: „Nachdem ich immer über alle Regional-Krimis gemeckert habe, hat meine Frau zu mir gesagt: Dann schreib‘ doch mal selber einen – vielleicht gefällt der dir dann!“ So schrieb er abends und am Wochenende als Ausgleich zu seiner Tätigkeit in einer Freisinger Brauerei, in der er nach Lehre und Studium in Weihenstephan braute. „Zu meiner großen Überraschung wollte schon der zweite Verlag, dem ich das Buch anbot, es veröffentlichen, aber nur, wenn ich einen zweiten Teil nachlege“, sagt Schröfl. Für „Altherrenjagd“ brauchte er noch acht Monate, im Frühjahr dieses Jahres kam es auf den Markt, der dritte Teil folgt im Februar 2017. 

Kommissar Sanktjohanser alias "Sanktus"

Protagonist in allen Büchern Schröfls ist Alfred Sanktjohanser, von allen nur „Sanktus“ genannt. „Er ist ehemaliger Bierbrauer und Ex-Polizist – genau so einen habe ich im Studium kennengelernt“, erzählt Schröfl. Wie ihm offensichtlich vieles aus dem ersten Buch selbst so oder so ähnlich passiert ist. Aus seiner mittlerweile abgerissenen Stammkneipe „Alte Kirche“ in Haidhausen wird im Buch die „Neue Kirche“, aus dem Augustiner wird der Sternbräu, und die sehr ausführlichen Gespräche am Brauer-Stammtisch, wo über die Ursache der beiden Morde gefachsimpelt wird, sind ja sowieso Schröfls Metier.

Derbe Brauer-Witze

In lockerer Art liest er mal bayerisch, mal hochdeutsch ein Stück aus dem Buch, wirft einen derben Brauer-Witz ein, liest weiter, holt schnell ein wichtiges Utensil – eine stark verspiegelte Sonnenbrille – aus der Tasche und zeigt damit auch gleich, was ihm wichtig ist: Bier und Gehabe aus seiner Heimatstadt München. „Ich bin einer der letzten echten Münchner. Und der Münchner Grant, für Außenstehende oft schroff wirkend, aber herzlich gemeint, darum geht‘s!“

„Brauerehre“ ist ein München-Krimi, in dem zwei Brauer ermordet werden, der erste ersäuft im offenen Bottich des Gärkellers, der zweite wird mitgekocht im Sud des dunklen Weißbiers. Im zweiten Teil „Altherrenjagd“ verschwinden zwei Mitglieder einer Studentenverbindung. Beide Fälle löst der „Sanktus“ nach sehr vielen Bieren und „Ermittlungen“ quer durch die Isarmetropole.

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