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Abstimmung im Gemeinderat: Die Mehrheit der Gemeinderäte stimmt für die Ortsentwicklung.

Ortsentwicklung: Gemeinderat bringt "Kirchheim 2030" auf den Weg

Kirchheim - Fast einstimmig haben die Kirchheimer Gemeinderäte das Projekt „Kirchheim 2030“ beschlossen, das neue Konzept zur Ortsentwicklung.

Es geht um die 486 000 Quadratmeter große Wiese zwischen Kirchheim und Heimstetten. Allein zur Wohnbebauung sollen 153 500 Quadratmeter genutzt werden, davon 5500 Quadratmeter Fläche für ein Seniorenzentrum. 

Das Projekt umschreibt den schrittweisen Bau von Gymnasium, Rathaus, Bücherei und Bürgersaal, von Mehrfamilien- und Einfamilienhäusern, den Umbau des Kirchheimer Eis, eine neue Einfädelungsspur von der Florians- auf die Staatsstraße und den Bürgerpark. Was das kostet und wie es finanziert wird, ist offen. „Das ist der nächste Schritt – und dann stimmen die Kirchheimer Bürger darüber ab“, sagte Bürgermeister Maximilian Böltl (CSU). 

Ausführlich stellten Böltl sowie die Planerinnen der Gemeinschaft „Zwischenräume“, Mechthild Siedenburg und Barbara Weiß, ihre Pläne vor, die sie mit den Gemeinderäten Franz Glasl (CSU), Stephan Keck( SPD) und Gerd Kleiber (FDP) erarbeitet hatten. „Wir haben bis zur letzten Sekunde an der Formulierung des Vorschlags gefeilt – jeder von uns musste eine ganze Menge Kompromisse eingehen, nun haben wir eine Lösung – mit der wir alle leben können“, sagte Keck. 

Böltl sagte, dass man nach 40 Jahren Diskussion um eine neue Ortsentwicklung an einem Punkt angekommen sei, wo diese angepackt werden müsse. „Die Bürger erwarten von uns, dass wir das endlich auf die Reihe bringen.“ Nach der Zustimmung durch den Gemeinderat sollen die Kosten ermittelt, sowie Vereinbarungen mit den Eigentümern getroffen werden – unter den Grundsätzen Kirchheimer Modell/Soziale Bodennutzung. Anschließend geht es darum, die Bürger zu informieren, einen Bürgerentscheid soll es im Frühsommer 2017 geben. Der Baubeginn ist für 2018 vorgesehen. Mechthild Siedenburg von „Zwischenräume“ sagte: „Von 2018 bis 2021 bauen wir Gymnasium, Rathaus und Bürgerpark, von 2019 bis 2025 die ersten Mehrfamilien- und Einfamilienhäuser direkt am Bürgerpark sowie die Verkehrswege, von 2021 bis 2029 die weiteren Wohnhäuser und am Schluss, von 2026 bis 2030, die letzten Häuser im Lindenviertel.“ So soll Kirchheim bis 2030 schrittweise um rund 3000 auf 16 000 Einwohner wachsen.

 Für Frank Holz (CSU) ist die Planung „eine sehr große Chance für unseren Ort, von der ich schon als Kind hörte, dass man sie endlich anpacken muss.“ 

Thomas Etterer (SPD) lobte, dass der Geschosswohnungsbau endlich – wie schon immer von der SPD gefordert – im Fokus stehe. „Einfamilienhäuser kann sich keiner mehr leisten, wir brauchen aber Wohnraum.“ 

Josef Dirl (ÖDP) zeigte sich zufrieden mit dem moderaten jährlichen Wachstum um etwa 300 Einwohnern, „das können wir gut verkraften“. 

Thomas Heinik (CSU) forderte, dass die Mehrfamlienhäuser dem Genossenschaftsmodell folgen müssten. „Dann ist die Miete nicht jeden Monat weg, sondern jeder Mieter eignet sich Anteile an, das ist für mich enorm wichtig.“ 

Nur Rüdiger Zwarg (Grüne) wollte nicht ins Lob einstimmen: „So lange die Finanzierung völlig im Dunkeln liegt und ungeklärt ist, kann ich nicht zustimmen. Die Fläche, die wir besprechen, ist nur noch halb so groß wie ursprünglich, daher die Bebauung viel zu eng. Wer profitiert von dem ganzen Konzept: Die Gemeinde oder einige große Investoren?“ 

Angela Hilger (VFW) sagte, von Bürgern höre sie ständig, es ginge nichts voran. „Wenn wir heute nicht Ja sagen – wann denn dann?“ Marcel Prohaska (SPD) sagte lakonisch: „Wir waren in diesem Gremium schon zwei Mal genauso weit oder weiter – passiert ist dann nichts - schau’n wir mal.“

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