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Schipp, schipp, hurra: (v.l.) Angela Hartinger-Hirn, Leiterin des Kirchheimer Bauamts, Christian Freund, Leiter im Amt für „Soziales“, Bürgermeister Maximilian Böltl, Architekt Peter Flickinger, Renate Karl von der „Baugesellschaft München Land“, und Thomas Etterer von der Kirchheimer SPD beim Spatenstich für das neue Wohnprojekt.

Preiswert Wohnen an der Münchner Straße

Kirchheim - Miet-Wohnraum für weniger als zehn Euro pro Quadratmeter, das soll es ab Herbst 2017 in der Wohnanlage an der Münchner Straße in Kirchheim geben.

Mit dem jetzt erfolgten Spatenstich wird ein Projekt umgesetzt, das auf einen Antrag der Kirchheimer SPD aus dem Jahr 2011 zurückgeht.

 Mieten um 14,50 Euro pro Quadratmeter sind in Kirchheim keine Seltenheit, aber zu teuer für viele Bürger. Sozialreferent Christian Freund sieht sich daher tagtäglich mit Anfragen nach bezahlbarem Wohnraum konfrontiert. Viele Menschen klagten, sie könnten sich das Wohnen im Ort nicht mehr leisten. Gerade etwa bei Trennungen seien die Ehepartner auf dem freien Wohnungsmarkt meist chancenlos. „Dieser Spatenstich kann nur ein Anfang sein und das ist der richtige“, sagte Freund.

Fünf Jahre sind vergangen seit dem ersten Antrag aus den Reihen der SPD. Seit 2014 wird das Projekt gemeinsam mit der Verwaltung vorangetrieben und nun in Zusammenarbeit mit der „Baugesellschaft München Land“ (BML) umgesetzt. „Damit sind sie schon einen Schritt weiter als viele andere Kommunen“, lobte Renate Karl von der BML. 

In der Wohnanlage werden 25 Wohnungen zwischen 46 und 96 Quadratmeter entstehen, aufgeteilt in Ein- bis Vierzimmerwohnungen. Zwei der Wohnungen sind als Notquartiere für Obdachlose oder Asylsuchende vorgesehen. Wie hoch genau auf Miete sein wird, „hängt noch von unserem Stammkapital ab, das wir einbringen, aber unter zehn Euro werden es auf jeden Fall sein“, sagte Kirchheims Bürgermeister Maximilian Böltl (CSU). 

Als Bezugstermin ist Herbst 2017 geplant, auf jeden Fall soll bis September kommenden Jahres die in die Wohnanlage integrierte Kindertagesstätte in Betrieb gehen. Nachfragen von Seiten der Eltern und die Geburtenzahlen belegten, dass „wir diese Kita dringend brauchen“, sagte Freund. In der Krippengruppe finden zwölf Kinder Platz, im Alter bis zu drei Jahren, in der Kindergartengruppe 25 Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren. Die Gesamtbaukosten sind mit 7,8 Millionen Euro veranschlagt, das Grundstück an der Ecke Münchner-/Caramanico-Straße wird von der Gemeinde im Wege des Erbbaurechts für 99 Jahre zur Verfügung gestellt. 

„Wir freuen uns sehr, der Ideengeber für die Anlage zu sein. Es hat lange gedauert, bis sich etwas bewegt hat“, sagte Thomas Etterer von der SPD.

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