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Der fünf Monate alte Rocco musste nach einer Giftattacke eingeschläfert werden.

Hundehasser unterwegs: Gemeinde warnt vor Giftködern

Garching - Ein Hundehasser geht um in Haar und legt Köder mit Rattengift aus, die Gemeinde schlägt Alarm. Mehrere Hunde sind in den vergangenen Tagen Opfer des unbekannten Täters geworden.

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So trauern Petra Sedlmeier (29), ihr Lebensgefährte Rainer Kracht (34) und ihre Kinder Sina (10) und Larissa (5) um ihren Rocco, einen fünf Monate alten Schäferhundmischling. Am Montag musste ihn der Tierarzt einschläfern. Rattengift. „Alle die hier wohnen sind aufgeschreckt, keiner lässt seinen Hund mehr von der Leine“, sagt Rainer Kracht, während Petra Sedlmeier die Jüngste stillt, Cosma, sechs Wochen alt. Fünf Tiere seien schon gestorben in Haar, sagt Kracht, weitere kämpften noch gegen das Gift. So wie Rocco. Der muss den heimtückischen Köder vergangene Woche irgendwo beim Gassigehen unbemerkt verschlungen haben. Daheim trank und fraß er nicht mehr, spuckte weiße Gischt, Blut war im Stuhl. Der Tierarzt habe alles getan, die Familie wollte ihren Rocco wieder aufpäppeln.

„Wir haben versucht, ihn mit Babybrei zu füttern. Aber er hat sich nur noch gequält“, sagt Rainer Kracht. Der Tod war eine Erlösung. Jetzt rätseln alle, wer so einen Hass auf Hunde haben kann. Und die Eltern sorgen sich auch um ihre kleinen Kinder.

So auch die Gemeinde. Die bittet in einem Warn- und Zeugenaufruf um vermehrte Aufmerksamkeit. „Vor allem Eltern mit kleinen Kindern werden beim Spielen im Freie um vermehrte Vorsicht gebeten“, heißt es in dem Appell. „Hundebesitzer sollten ihre Tiere derzeit nicht von der Leine lassen.“

Mehrere Bürger hatten sich in den letzten Tagen aufgeregt im Rathaus gemeldet und berichtet, dass ihre Hunde vergiftet worden seien, sagt Ute Dechent, Pressesprecherin der Gemeinde. Die Gift-Köder hätten die Hunde wohl im Jadfeldzentrum und im Bereich Wieselweg Richtung Wald gefressen. Der Polizei lag noch keine Anzeige vor. Das könnte sich nach dem Aufruf der Gemeindeverwaltung schnell ändern. „Die geschädigten Personen werden dringend gebeten, sich mit der Polizei in Haar in Verbindung zu setzen.

Wer auffälllige Personen oder Handlungen beobachtet, sollte ebenfalls Kontakt mit der Polizei aufnehmen“, heißt es da. Zu erreichen unter Tel. 089/462 30 50.

Von Günter Hiel

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