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Letzter Kundenmagnet: Der Edeka im IAZ. Im Einkaufszentrum stehen viele Läden leer.

Unternehmen hält sich bedeckt

Abschied auf Raten: Edeka im IAZ Unterschleißheim schließt

Unterschleißheim - Was wird aus dem Edeka im IAZ? Zunächst hieß es, der Supermarkt in dem Unterschleißheimer Einkaufszentrume schließt. Dann machten Gerüchte die Runde, der auslaufende Mietvertrag sei verlängert worden. Kunden und Mitarbeiter nervt die Ungewissheit. Das Unternehmen hält sich derweil bedeckt.

Das Ladensterben im IAZ am Unterschleißheimer Rathausplatz geht munter weiter. Zahlreiche Verkaufsflächen in dem sanierungsbedürftigen Einkaufszentrum stehen bereits seit Monaten leer. Nun macht offenbar auch noch der Edeka-Supermarkt im Erdgeschoss die Schotten dicht. Einen genauen Termin gebe es zwar noch nicht, sagte eine der Filiale nahestehende Person dem Münchner Merkur, allerspätestens am 11. September jedoch verabschiede sich der Supermarkt aber aus dem IAZ. Dann nämlich laufe der Mietvertrag aus.

Von dieser Konstellation sind Mitarbeiter und Kunden des Edekas zumindest noch bis vergangenen Montag ausgegangen. Dann die Rolle rückwärts. Gerüchte machten im IAZ die Runde, der Edeka bleibe wohl doch Teil des Einkaufszentrums. Der auslaufende Mietvertrag sei entgegen den Erwartungen verlängert worden, hieß es. Von einer Laufzeit bis März 2017 ist die Rede. Offiziell sei das aber noch nicht. Wie es mit der Filiale in dem 30 Jahre alten Center also wirklich weitergeht, ist nach wie vor unklar.

Edeka Südbayern hält sich bedeckt

Für Klarheit sorgen könnte Edeka Südbayern als Betreiber der Filiale. Dort hält man sich jedoch bedeckt. Ob über eine Vertragsverlängerung verhandelt werde oder die Filialschließung unmittelbar bevorstehe, wollte Christian Strauß, Pressesprecher bei Edeka Südbayern, auf mehrfache Nachfrage weder bestätigen noch dementieren. „Zu Vertragsinhalten äußern wir uns generell nicht,“ sagte Strauß. „Und auch Gerüchte werden wir nicht kommentieren.“ Allerdings würde man die Kunden rechtzeitig informieren, sollte man die Filiale schließen.

Ganz ausschließen, dass der Kelch der Filialschließung auch am IAZ nicht vorüber geht, wollte Edeka-Sprecher Strauß allerdings nicht. Dabei verwies er darauf, dass „die Edeka Südbayern ihr gesamtes Verkaufsstellennetz regelmäßig auf Optimierungspotenzial überprüft“. So würden Märkte ständig modernisiert, verlagert und geschlossen werden. „Selbstverständlich“, so Strauß, spiele hierbei auch die Filiale im Unterschleißheimer Einkaufszentrum eine Rolle in den Überlegungen des Unternehmens. Ein Bekenntnis zum Markt im IAZ klingt anders.

25 Angestellte hängen in der Luft

Dort hängen die 25 Angestellten ob der Ungewissheit vollkommen in der Luft, wie eine Mitarbeiterin auf Nachfrage bestätigte. Dennoch würden sie nach wie vor von einem zügigen Abschied ausgehen. Passend dazu ist der Abverkauf der Waren in dem rund 1500 Quadratmeter großen Supermarkt bereits in vollem Gange. Produkt um Produkt verschwinde aus den sonst so üppig gefüllten Regalreihen. Nachbestellt werde nichts mehr. So solle innerhalb der nächsten „zwei bis drei Wochen“, so der IAZ-Insider, das Lager geleert werden. Sei das erst einmal geschehen, gehen auch die Lichter in dem Supermarkt bald ein allerletztes Mal aus.

Kunden enttäuscht

Dieser Abschied auf Raten ist freilich auch den Kunden nicht verborgen geblieben. Sie sind geschockt und enttäuscht zugleich. Auf der Facebook-Seite „Gruppe Unterschleißheim“ berichtet eine Kundin geknickt, dass „es in bestimmten Regalen schon fast keine Ware mehr gibt“. Eine weitere Kundin bestätigt: „Da waren neulich soooo viele Regale leer.“ Zudem hätten einige Edeka-Mitarbeiter den Kunden gegenüber durchblicken lassen, dass der 11. September als Galgenfrist steht, so die Facebook-User.

Sie wollen die bevorstehende Demission des gelb-blauen Lebensmittel-Riesens nicht wahrhaben. Die Edeka-Filiale ist beziehungsweise war der Kundenmagnet in einem Einkaufszentrum, das in den vergangenen Jahren deutlich an Attraktivität eingebüßt hat. Schon im März dieses Jahres sagte Milena Weller-Markovic, eine IAZ-Anwohnerin, dem Münchner Merkur. „Ich komme nur her, um zum Edeka einkaufen zu gehen. Es gibt ja sonst fast nichts mehr."

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