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Jetzt sind alle wieder glücklich: Kommandant David Ward, Bürgermeister Dietmar Gruchmann und AR-Recycling-Geschäftsführer Michael Klotz (v.l.) haben alle Zwistigkeiten ausgeräumt.

AR Recycling spendet der Feuerwehr Hochbrück einen Wasserwerfer

Wieder versöhnt

Immer wieder löschte die Feuerwehr bei AR Recycling Müllberge, dafür spendet die Firma ihr jetzt einen Wasserwerfer

Es soll ja keiner auf die Idee kommen, dass Kommandant David Ward bei der Freiwilligen Feuerwehr Hochbrück ein besonders rigides Regiment führt. Aber so viele Nettigkeiten, so blumige Dankesreden und so eifrige Lobesworte wie an diesem Tag hat man in so kurzer Zeit wohl noch nie gehört an der Hohen-Brücken-Straße. Noch dazu kommen all die Freundlichkeiten aus den Mündern dreier Männer, die in den vergangenen Monaten – gelinde gesagt – nicht nur positiv übereinander geredet haben: auf der einen Seite Feuerwehr-Chef Ward und der Bürgermeister von Garching, Dietmar Gruchmann (SPD), auf der anderen Seite Michael Klotz, Geschäftsführer der Entsorgungsfirma AR Recycling, die im Nordwesten von Hochbrück angesiedelt ist. 

Den Weg dorthin kennen David Ward und etliche seiner Feuerwehrleute inzwischen im Schlaf – schließlich sind sie zuletzt mehrfach zu dem Unternehmen ausgerückt. Immer wieder gerieten dort die stetig wachsenden Müllberge in Brand; einmal musste die Feuerwehr sogar sechs Tage am Stück löschen – der längste Einsatz ihrer Geschichte. 

Damals gab es reichlich Kritik an AR Recycling. Zum einen von den Feuerwehren aus Hochbrück und Garching, die ob der Zustände auf dem Firmengelände nachhaltig erbost waren. In der Folge schaltete sich auch das Landratsamt als Aufsichtsbehörde ein. Auf der Hochbrücker Bürgerversammlung verkündete Landrat Christoph Göbel (CSU): „Es ist kein dauerhaft hinzunehmender Zustand, dass dort Abfälle immer wieder in Brand geraten.“ 

Zum anderen schwelte seit Mitte vergangenen Jahres ein Streit zwischen AR Recycling und der Stadt Garching sowie deren Bürgermeister. Nachdem sich beide Seiten über die Modalitäten ihrer Zusammenarbeit und die Abfallgebühren nicht einig werden konnten, verlangte die Firma im Herbst plötzlich Geld von Bürgern, die dort Sperrmüll oder Grünabfälle abgeben – ein Service, der bis dato kostenlos war. Aufseiten von AR Recycling sah man sich im Recht; bei der Stadt jedoch klagte der zuständige Umweltreferent über einen „klaren Vertragsbruch“. 

Doch all diese Zwistigkeiten sollen hier und heute auf dem Parkplatz der Feuerwehr Vergangenheit sein und werden nur am Rande erwähnt. Etwa von David Ward, der an eine „schwierige Zeit und schwierige Einsätze“ erinnert. Doch schon im nächsten Satz bedankt sich der Kommandant wortreich für jenen mobilen Wasserwerfer, der vor ihm steht. Dieses Gerät hat AR Recycling der Feuerwehr gespendet; es soll eine Geste des Dankes sein und ein Zeichen, „dass wir künftig wieder vernünftig mit allen Seiten zusammenarbeiten wollen“, sagt Firmenchef Michael Klotz. 

Wobei es nicht nur der Wasserwerfer im Wert von rund 20 000 Euro ist, der die Wogen geglättet hat. Vielmehr habe AR Recycling die umfangreichen Sicherheitsauflagen von Landratsamt, Stadt und Feuerwehr „zu 95 Prozent erfüllt“, betont Ward – „und das mit sehr hohem finanziellen Aufwand“. Rund 100 000 Euro habe man ausgegeben, sagt Klotz – unter anderem für einen Wasserwerfer, eine Bedüsungsanlage und die Schaffung mehrerer Wasserquellen. 

Angesichts dieser Entwicklungen ist auch Bürgermeister Gruchmann hörbar bemüht um konziliante Töne. Zwar räumt er ein: „Es gab Defizite, und vielleicht muss es da auch mal scheppern.“ Doch sogleich fügt er hinzu: „Wir sehen die Bemühungen, die von der Firma unternommen werden.“ Und weiter: „Ich will betonen, dass wir AR Recycling nicht als Negativeinrichtung sehen, sondern dass die Firma hier in Hochbrück am richtigen Standort sitzt.“ Auch für Gespräche hinsichtlich einer abermaligen Zusammenarbeit sei die Stadt nunmehr offen, so Gruchmann.

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