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Grasbrunner Haushalt

Die schwarze Null ist geschafft

Grasbrunn - Kämmerer Sebastian Stüwe hat gute Arbeit geleistet. Der Grasbrunner Haushalt ist ausgeglichen, diszipliniert und vorsichtig. Trotz hoher Steuereinnahmen werden die Investitionen aus der Rücklage finanziert, dafür leistet Grasbrunn seinen Bürgern Vorzüge, die in anderen Kommunen fehlen.

GrasbrunnIn wenigen Wochen schrumpfte Stüwe das Defizit des Verwaltungshaushaltes, das im September noch bei 2,5 Millionen Euro lag, nun auf eine schwarze Null herunter. Dabei hat er die Ansätze in den verschiedensten Haushaltsstellen, nach Rücksprache mit den jeweiligen Abteilungen, zwischen 500 und 25 000 Euro niedriger angesetzt.

Der Grund, dass sich die Gemeinde in diesem Jahr so schwer mit dem Ausgleich tut, liegt im guten Jahr 2015, in dem die Steuerkraft von zwölf auf 15 Millionen Euro anstieg. „Dies wirkt sich mit einer Zeitverzögerung von zwei Jahren auf die Kreisumlage aus“, sagt Stüwe. Deshalb muss Grasbrunn im Jahr 2017 um 1,36 Millionen Euro mehr und somit 6,91 Millionen Euro ans Landratsamt nach München überweisen.

Die Zuführung zum Vermögenshaushalt fällt mit 215 000 Euro mager aus, gerade so viel ist nötig, um die ordentliche Kredittilgung zu decken. Die Gewerbesteuereinnahmen sind mit 8,3 Millionen ähnlich zum Vorjahr vorsichtig angesetzt, „im letzten Jahr waren es dann aber tatsächlich 10,3 Millionen“, beruhigte Stüwe.

Es wird aber nicht nur gestrichen, es werden auch Einnahmequellen generiert. Die für 660 000 Euro ersteigerte Gumba-Halle soll befristet vermietet werden. Der gute Zustand des Gebäudes macht dies möglich, „ein Abriss wäre schade“, sagte Bürgermeister Klaus Korneder (SPD), „und die mit 75 000 Euro kalkulierten Mieteinnahmen dienen der Refinanzierung“. Langfristig sei jedoch eine Wohnbebauung auf dem Gumba-Gelände vorgesehen. Hinzu komme die Vermietung der Schließfächer in der ehemaligen Kreissparkasse, „viele Bürger haben hier bereits Interesse an den 393 Fächern angemeldet“, berichtete Korneder, auch eine Überarbeitung der Gebühren im Sportpark soll Geld in die Kasse spülen.

Viele freiwillige Leistungen

Die Streichungen im Vermögenshaushalt fallen mit 118 000 Euro nur mäßig ins Gewicht, das verbleibende Defizit von 1,82 Millionen wird über die Rücklagenentnahme ausgeglichen. Sechs Millionen liegen auf dem Sparkonto, „ich denke, dass wir Ende 2016 sieben Millionen Euro haben werden“, sagte Stüwe.

Der Schwerpunkt bei den Investitionen liegt bei den Straßensanierungen (1.09 Mio.), dem Erwerb von Grundstücken, aber auch beim Turnhallenbau, wenn dieser realisiert wird. Der Stellenplan bleibt, bis auf eine neue Ein-Drittel-Stelle als hauswirtschaftliche Hilfe bei der Mittagsbetreuung, unverändert.

Ein Problem sieht der Kämmerer vor allem darin, dass Steuereinnahmen nicht rückgeführt werden können. „Wir haben uns bewusst für niedrige Hebesätze ausgesprochen, verzichten auf Straßenausbaubeiträge und damit auf einen nicht unerheblichen sechsstelligen Betrag, haben keine Straßenreinigungsgebühren, leisten uns drei Feuerwehrhäuser, drei Bürgerhäuser und viele Kitas. Das haben andere Gemeinden im Landkreis nicht“, betonte Stüwe. Seine Bitte lautet deshalb, über eine mittelfristige Konsolidierung, aber auch über die sehr hohen freiwilligen Leistungen, nachzudenken. Das letzte Wort zum Haushalt obliegt dem Gemeinderat in der Dezember-Sitzung.

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