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Gute Aussichten für Azubis sehen (v.l.) Cornelia Brauer, Leiterin der Berufsschule Gastgewerbe, Harald Neubauer von der Agentur für Arbeit, Angela Inselkammer, „Dehoga“-Vizepräsidentin, und Susanne Droux, „Dehoga“-Geschäftsführerin.

Zu wenig Nachwuchs

Hotel- und Gastsstättengewerbe: Der schlechte Ruf muss weg

Aying - Die aktuellen Ausbildungszahlen bestätigen den Trend: Immer weniger Jugendliche beginnen eine Lehre. Vor allem im Hotel- und Gaststättengewerbe („Hoga“) mangelt es an Nachwuchskräften.

 „Der Tourismus in Bayern boomt“, sagte Angela Inselkammer, Geschäftsführerin des Brauereigasthofs Aying und Vizepräsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands („Dehoga“). Doch die Zahl der Auszubildenden in der Branche stagniert. 10 000 „Gastro-Azubis“ in Bayern seien zu wenig. Deshalb hat Angela Inselkammer gemeinsam mit Cornelia Brauer, Schulleiterin der Berufsschule für das Gastgewerbe in München, und Harald Neubauer von der Agentur für Arbeit München, die Werbetrommel gerührt. Vor allem das öffentliche Bild lasse die Branche wenig attraktiv erscheinen, monierten sie bei einem Treffen im Brauereigasthof Aying. Studentische Aushilfskellner ohne Ausbildung oder TV-Shows, die extreme Negativbeispiele beleuchten, schreckten die Eltern potenzieller Azubis ab, nach dem Motto: „Mein Sohn wird kein Koch, der hat schließlich was im Kopf.“ Angela Inselkammer schüttelt über solche Aussagen nur den Kopf. „Dabei handelt es sich doch um eine stabile Branche mit weltweiter Jobgarantie“, wirbt die Brauereigasthof-Chefin. Harald Neubauer bestätigte das: „Das sind Berufe, die auch im Ausland immer wieder benötigt werden.“ Künftig müsse stärker um junge Leute geworben werden. In den Schulen fängt es an. „Die Zahl der Schulabgänger wird bis 2025 um 14 Prozent sinken“, prognostiziert Neubauer. Und schon heute gebe es bayernweit mehr Ausbildungsstellen als Bewerber. Leidtragende sind die Hotel- und Gaststätten („Hoga“)-Betriebe: Hier herrscht das größte Missverhältnis zwischen der verfügbaren Jobs und Bewerbern. Die Agentur für Arbeit versucht bereits gegenzusteuern. Mit verschiedenen Maßnahmen zur Berufsorientierung und -vorbereitung helfen die Experten Schülern und Schulabgängern dabei, eigene Fähigkeiten und Kompetenzen zu erkennen und so den passenden Berufsweg einzuschlagen. Eine weitere Idee von Angela Inselkammer: Flüchtlinge für die Ausbildungsberufe begeistern. Allerdings kennt sie auch die Fallstricke: „Viele Flüchtlinge wollen sofort Geld verdienen. Eine Ausbildung ist daher anfangs schwer zu vermitteln.“ Laut Neubauer sind allein in München 1200 Asylbewerber unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet. Entscheidend für die Vermittlung ist eine gute Zusammenarbeit mit den Berufsschulen. In den insgesamt 1200 Flüchtlingsklassen in Bayern werden die jungen Männer und Frauen auf anstehende Bewerbungen vorbereitet, aber auch kulturell ausgebildet, sagte Cornelia Brauer. An ihrer Schule gebe es derzeit neun junge Asylbewerber, die ab dem kommenden Ausbildungsjahr in der Hotel- und Gastronomiebranche arbeiten möchten. Auch der Brauereigasthof Aying hat diesen Trend erkannt. Ein afghanischer Flüchtling hat dort seine Ausbildung begonnen.

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