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Hans Springer wird von Bürgermeister Hans Eichler vereidigt.

Springer springt ein

Werner Fauth verlässt den Gemeinderat Aying

Aying - Werner Fauth (FWGA) gehört nicht mehr dem Ayinger Gemeinderat an. Kurz nachdem die Einladung zur Gemeinderatssitzung versandt worden ist, kündigte der 52-jährige Ayinger an, sein Ehrenamt niederlegen zu wollen.

Der Bitte von Werner Fauth kam der Gemeinderat geschlossen nach. Bürgermeister Hans Eichler (PWH) merkte an, dass Fauth seinen Schritt nicht weiter begründet habe. Aufgrund der neuen Rechtsprechung sei dies auch nicht mehr erforderlich. Hindernisgründe gäbe es keine. Da Fauth der Gemeinderatssitzung fernblieb, dankte das Gemeindeoberhaupt dem Ayinger für sein Engagement für die Gemeinde in seiner Abwesenheit. Acht Jahre und vier Monate habe Fauth als Gemeinderatsmitglied gewirkt. „Er war bekannt für seine kritischen Beiträge, die immer geprägt waren vom Ringen, eine richtige, gute Lösung für die Gemeinde herbeizuführen“, bescheinigte Eichler dem ehemaligen Gemeinderat. Fauth habe sich sehr stark für die Kommune eingesetzt. Die Mandatsträger wüssten ja selbst, dass das Ehrenamt nicht nur viel Zeit in stundenlangen Sitzungen in Anspruch nähme, sondern auch ungezählte Termine und Gespräche mit Bürgern erfordere. 

Werner Fauth scheidet nach acht Jahren und vier Monaten auf eigenen Wunsch aus.

Werner Fauth ist Landwirt und Forstwirt. Ihm gehört der Kainzenhof. Außerdem ist er seit vergangenem Jahr Vorsitzender der Waldbesitzervereinigung Ebersberg/München Ost. 

Als Nachfolger für Fauth rückt der 34-jährige Hans Springer für die Freien Wähler nach, den Rathauschef Hans Eichler in der Sitzung vereidigte. Springer wird die gleichen Ausschüsse besetzen wie sein Vorgänger. Er gehört somit dem Rechnungsprüfungsausschuss und dem Arbeitskreis Energie an und ist Stellvertreter für Manfred Renk im Grundstücks- und Bauausschuss.

Fauth will über Gründe nicht reden

Auf Anfrage des Münchner Merkur 

erklärte Werner Fauth, dass seine Beweggründe „im privaten Bereich“ liegen würden, diese wolle er nicht in der Öffentlichkeit erörtern. Auch der FWGA-Sprecher Josef Bachmair, hat von Fauths Schritt erst mit Zusendung der neuen Tagesordnung erfahren. Er sei schon so lange – nämlich seit 1990 – in der Kommunalpolitik aktiv, dass ihn diese Nachricht nicht allzu sehr geschockt habe, erklärte Bachmair. Ihn freut, dass mit Springer ein junger Bürger nachrückt. 

Auch Springer selbst wurde von der Nachricht überrascht. „Ich bin schon 2008 angetreten und nun 2014 wieder. Seitdem hat sich in meinem Leben schon einiges getan, weswegen ich mir einen Tag Bedenkzeit erbeten habe“, sagte er. 

Im Herbst 2014 hat er seine Frau Franziska geheiratet, seit wenigen Wochen sind die beiden Eltern ihrer Tochter Maria. Nachdem er sich für das Amt entschieden hat, müsse er sich jetzt erst einmal in die Materie einarbeiten, sagt der 34-Jährige. Schließlich hätten selbst jene, die 2014 erstmalig in den Gemeinderat gekommen sind, einen Vorsprung. In der Gemeinderatsarbeit sind es vor allem die Bauthemen, die Springer interessieren. Und auch die Landwirtschaft ist ein Steckenpferd. 

2009 hat sich Hans Springer als Elektromeister selbstständig gemacht. Demnächst wird er die Landwirtschaft seines Vaters übernehmen. In seiner Freizeit engagiert sich Hans Springer als Gruppenführer bei der Freiwilligen Feuerwehr Aying.

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