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Viele Besucher lockt die Freiwillige Feuerwehr mit ihrer Einsatz-Simulation an. Begeistert werden soll vor allem der Nachwuchs – denn der fehlt bei der Wehr.

Feuerwehr Brunnthal

Vom Aktionstag zum Hochwassereinsatz

Brunnthal - Bis Ende Mai wurden die Ehrenamtlichen bereits 80 Mal alarmiert.  Detaillierte Einblicke in ihr umfangreiches Schaffen gewährte die Freiwillige Feuerwehr Brunnthal bei einem Tag der offenen Tür auf dem Gelände an der Otterloher Straße.

 Pünktlich zum Start schickte Petrus zwar kleinere (Lösch-)Wasserkanonaden aus geöffneten Himmelsschleusen. „Doch es blieb Gott sei Dank nur bei einem kurzen Schauer“, atmeten Feuerwehr-Vorstand Thomas Mayer und Kommandant Klaus Sprenzel vernehmlich auf. Es wäre auch zu schade gewesen. Denn die Brunnthaler Wehr hatte für ihre zahlreiche Aktionen vorbereitet und bot viel Informatives und Unterhaltendes für die Gäste. Schließlich leisten die Floriansjünger in ihrer täglichen Arbeit viel. Rund 200 Einsätze absolvierten die derzeit rund 80 aktiven Feuerwehrfrauen und -männer 2015. „Und heuer bis Ende Mai hatten wir schon 80 Einsätze“, betonte Mayer mit Verweis auf Alarmierungen etwa im Bereich der Autobahn, bei Bränden, voll gelaufenen Kellern sowie im medizinischen Einsatz mit dem First Responder.

Beim Tag der offenen Tür erläuterten die Brunnthaler ihren Gästen die Details von Alarmierungen und Rettungsketten im Verbundeinsatz etwa mit dem Bayerischen Roten Kreuz. Statt bloßer Theorie erhielten die Besucher spannende Praxis-Einblicke. In einer täuschend echt arrangierten Einsatz-Simulation wurde ein Verkehrsunfall mit einer im Fahrzeug eingeklemmten Person nachgestellt und der Einsatzablauf samt Bergung der verletzten Person einem interessierten Publikum detailgenau vorgeführt. Christian Hewer-Schwarz, Hauptlöschmeister und Zugführer bei der Brunnthaler Wehr, moderierte das Geschehen anschaulich.

Natürlich war auch der potenzielle Feuerwehrnachwuchs bestens versorgt. Auf die kleinen Gäste warteten nicht nur eine Spritzwand samt Gummibärchen-Schleuder und das beliebte Biertragl-Steigen. Auch eine eigene Seilrutsche, baulich arrangiert aus verschiedenen Feuerwehrgerätschaften, war bei den jungen Besuchern beliebt.

Auch für den „Hausgebrauch“ gab es nützliche Unterweisungen. So erklärten die Feuerwehrkräfte etwa die richtige Handhabung von haushaltsüblichen Feuerlöschern an einer eigens arrangierten Simulationsanlage. Auch die Polizei machte ihre Aufwartung: Eine Hubschrauber-Besatzung grüßte vom Himmel. Die geplante Landung musste allerdings buchstäblich ins Wasser fallen, denn die Besatzung folgte einem weiteren Einsatzbefehl in Richtung der niederbayerischen Hochwasser-Region. „Auch wir waren schon bei ähnlichen Einsätzen dabei. Da sieht man, wie schnell aus der Demonstration am Tag der offenen Tür Einsatzrealität entstehen kann“, erklärte Feuerwehrvereinsvorsitzender Mayer.

Sorge bereitet den Kollegen in Brunnthal nur der fehlende Nachwuchs. Derzeit sind bei der Freiwilligen Feuerwehr gerade einmal sechs junge Menschen unter 18 Jahren aktiv.„Wir haben jetzt auf unserer Webseite sogar eine Art Werbekampagne geschaltet“, sagt Mayer.

Harald Hettich

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