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Von der Drehleiter aus brechen die Einsatzkräfte der Feuerwehr das Dach des in Flammen stehenden Hauses in der Gistlstraße auf. Die Schäden, die das Feuer angerichtet hat, sind nicht zu übersehen.

Am Donnerstagabend

Dachstuhlbrand in Pullach fordert Einsatzkräfte

Pullach - Dutzende Einsatzkräfte mehrerer Feuerwehren aus dem Landkreis haben stundenlang einen Dachstuhlbrand in Pullach bekämpft. Das Feuer verursachte einen enormen Schaden. Die Ursache ist noch unklar.

Völlig abgekämpft kauern die Feuerwehr-Einsatzkräfte auf dem Gehweg vor dem Haus an der Gistlstraße 109 in Pullach, schnaufen das erste Mal an diesem Abend richtig durch. Ihre schweren Helme und Atemschutzgeräte liegen auf dem Boden. Hinter den Männern und Frauen der Freiwilligen Feuerwehr, die hier erschöpft zwischen Getränkekisten, Schläuchen und ihrer Montur sitzen, liegt ein regelrechter Kraftakt.

Während andere bei der glühenden Hitze am Donnerstag an der Isar weilten, haben die Einsatzkräfte in der Pullacher Gistlstraße mit den Flammen gekämpft, die aus dem Dach des Gebäudes mit der Hausnummer 109 loderten. Zwar konnten sie den Dachstuhlbrand innerhalb von einer Stunde löschen, den verheerenden Schaden, den das Feuer angerichtet hat, konnten sie aber nicht mehr verhindern.

Hausbesitzer beim Einkaufen, Nachbarin alarmiert Feuerwehr

Das Obergeschoss des Efeu-umrankten Gebäudes ist fast gänzlich ausgebrannt, das Dach an mehreren Stellen durchlöchert. Die Polizei taxiert den Sachschaden auf etwa 100 000 Euro. Verletzt wurde bei dem Brand glücklicherweise niemand. Der Hausbesitzer war gerade beim Einkaufen, als die Flammen um sich griffen, und auch die restlichen Bewohner waren nicht zu Hause. Einer Nachbarin war der dichte, schwarze Rauch aufgefallen, der aus dem Dach aufstieg. Sie alarmierte die Feuerwehr.

Als die Pullacher Einsatzkräfte um kurz nach halb sechs in der Gistlstraße eintrafen, war ihrem Kommandanten, Harald Stoiber, schnell klar: Hier brauchen wir Hilfe. Stoiber forderte umgehend Unterstützung bei den Kollegen in Grünwald an. Später kamen auch noch Trupps aus Planegg und Schäftlarn hinzu, sodass zwischenzeitlich 48 Einsatzkräfte vor Ort waren.

In der Gistlstraße drangen derweil mehrere Atemschutztrupps in das brennende Gebäude ein und begannen, das Feuer zu löschen. Von einer Drehleiter aus brachen weitere Einsatzkräfte das Dach von außen auf und rammten sogenannte Löschnägel in das Innere des Hauses, mit deren Hilfe Schaum auf das Feuer gesprüht wurde. „So konnten wir das Feuer schnell eindämmen und verhindern, dass es sich weiter ausbreitet“, sagte Kommandant Harald Stoiber. Wenig später war das Feuer gänzlich gelöscht, der Einsatz aber noch lange nicht vorbei.

Brandermittler: Sonnenstrahlen haben wohl Staub entzündet

Erst fünf Stunden nach Einsatzbeginn rückten die letzten Feuerwehrfahrzeuge ab. Die Flammen hatten einen Großteil der Gaube erfasst und hatten auch auf den restlichen Dachstuhl übergegriffen. Den suchten die Einsatzkräfte daher noch stundenlang nach sogenannten Glutnestern ab.

Wie das Feuer ausgebrochen war, konnten die Brandermittler der Münchner Kriminalpolizei noch nicht endgültig klären. Von einem technischen Defekt oder einem Fehlverhalten des Hausbesitzers gehe man laut Polizei nicht aus. Wahrscheinlicher sei es, dass sich Staub oder leicht entflammbare Stoffe aufgrund der intensiven Sonneneinstrahlung selbst entzündet hatten. Bei Renovierungsarbeiten hatte der Hausbesitzer tagsüber den Boden im Obergeschoss abgeschliffen und neu eingelassen.

Das verkohlte Dach des Hauses an der Gistlstraße deckt derzeit provisorisch eine Plane ab. Die hatten die Einsatzkräfte noch spätabends über das Gebäude gehievt, bevor auch sie nach nach Hause fahren konnten.

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