Sozialausschuss

Eltern sparen bis zu 2000 Euro pro Kindergartenjahr

Neubiberg – Über 70 Kinder und damit vor allem deren Familien hatten in den vergangenen Jahren von der sogenannten Geschwister-Ermäßigung bei der Kinderbetreuung in Neubibergs Kindertagesstätten profitiert. Die Gemeinde hatte in den letzten Jahren jeweils über 40 000 Euro in die Entlastung der kinderreichen Vor-Ort-Haushalte investiert – und will diesen Weg auch weiter beschreiten.

Der Sozial- und Kulturausschuss des Gemeinderates verständigte sich einstimmig auf eine Fortführung des kommunalen Unterstützerprogramms. Dazu sollen Familien mit mindestens drei Kindern künftig in Form einer Härtefallregelung von den Vorschulkosten entlastet werden. Diese sogenannte Härtefall-Regelung soll den kinderreichen Familien helfen, umfangreich fällige Gebühren für die Betreuung ihrer Kleinen sparen zu können.

Beispielrechnung

Die Gemeindeverwaltung hat etwa im Beispielmodell für eine fünfköpfige Familien mit drei Sprösslingen und einer Betreuung von jeweils acht Stunden pro Woche von Vorschule bis Krippe Einsparungen von über 2000 Euro pro Kindergartenjahr errechnet. Die erweiterte Neuregelung soll zum neuen Betreuungstunrnus 2016/2017 ab September in Kraft treten.

Genügend Plätze

Auch beim prognostizierten Versorgungsgrad mit Kinderbetreuungsplätzen steht Neubiberg im Spektrum der Kommunen vergleichsweise gut da. Dank neuer Einrichtungen am Neubiberger Marktplatz und einer zweiten Gruppe bei St. Georg in Unterbiberg konnten auch die zahlreichen Familien-Zuzüge aufgefangen werden und jedes Kind auch einen Krippenplatz für 2016/2017 zugesagt bekommen. Im Kindergartenbereich wurden ebenfalls alle Kinder untergebracht, die im September das 3. Lebensjahr vollendet haben.

Große Nachfrage nach Mittagsbetreuung

Allerdings besteht derzeit für fünf jüngere Kinder, die erst während des neuen Kita-Jahres drei Jahre alt werden, noch eine Warteliste mit derzeit fünf Einträgen. Ähnlich die Situation in der stark nachgefragten Mittagsbetreuung. Hier warten derzeit vier Kinder und vor allem deren Eltern auf einen Platz. Bei der Gemeinde gibt man sich optimistisch, mit Personalnachbesserungen „im Laufe des Betreuungsjahres“ alle Kinder unterbringen zu können. Im Bereich des Hortes und bei den Ganztagesklassen konnte dieses Ziel bereits realisiert werden. Alle Kinder haben hier den gewünschten Betreungsplatz bekommen.

Harald Hettich

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