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Erst der Beachvollyplatz, nun den Burschengarten: beides wird es in Straßlach nicht geben.

Nach Absage an Beachvolleyball-Platz in Straßlach-Dingharting

Gemeinderat verbietet Burschengarten

Straßlach-Dingharting – Nein zum Beachvolleyball-Platz, Nein zum Burschengarten. Der Gemeinderat lehnte beides ab. 

Jugendliche haben es nicht ganz leicht in Straßlach-Dingharting. In die Stadt zu kommen aus der Gemeinde ist eher umständlich. Vor Kurzem hat die Verwaltung den Beachvolleyball-Platz, der hinterm Bürgerhaus geplant war, wieder von ihrer „To-do“-Liste gestrichen. Das Argument: Der werde, wie sich herausgestellt habe, gar nicht gewünscht von jungen Leuten. 

Und jetzt hat der Gemeinderat den Burschen untersagt, eine Fläche westlich des Sportplatzes als „Burschengarten“ zu nutzen, um sich dort regelmäßig zu treffen. Allerdings, das wurde quer durch alle Fraktionen beteuert: Man werde den jungen Leuten bei der Suche nach einem Ausweich-Treffpunkt behilflich sein. Das Argument war der Lärm. 

Christina Salzberger (FWG) meinte, gerade die 15- bis 17-Jährigen seien gern mit dem Mofa unterwegs in der Gemeinde. Und die machten mehr Lärm als Autos. Und die Burschen hätten sich auf dem Areal „Am Einfang“, ehemals als „Bike-Park“ angelegt, auch nicht eben leise verhalten. Schon „etliche“ Bürgerbeschwerden habe es deshalb gegeben, sagte Bürgermeister Hans Sienerth (parteifrei). Vor allem von Anwohnern aus der Burg- und der Hugo-Hofmann-Straße. „Die kriegen wohl viel ab da unten.“ 

Aber einfach abgeschmettert haben die Gemeinderäte den Antrag der jungen Männer nicht. „Ich würde gern einen Alternativvorschlag erarbeiten“, sagte Sienerth. Sein Stellvertreter Peter Schneider, UWV, sah die Sache ähnlich: „Wir sollten nicht nur negativ nach außen treten, sondern die Burschen unterstützen.“ Das Grundstück am Sportplatz sei jedoch „nicht geeignet“.

 Unter Umständen könnte die Gemeinde, schlug er vor, eine passende Fläche pachten. Auch Matthias Spindler, FWG, fand: „Es ist blöd, wenn wir den Antrag ablehnen und keinen Ersatzvorschlag machen.“ Es gab jedoch auch Stimmen, die dafür plädierten, den ehemaligen Bike-Park den Burschen zu überlassen. Unter anderem auch, weil dort eine Stromversorgung möglich ist. Florian Zweckinger, CSU, meinte: „Ich finde den Standort nicht so schlecht, die Burschen können dorthin mit dem Radl fahren.“ Horst Wagner, FWG, sah das ähnlich: „Lieber lassen wir den Burschen das Grundstück als gar keins.“ 

Allerdings konnte das Gremium ein solches freilich auch nicht aus dem Ärmel schütteln. Letztlich einigte man sich darauf, die Nutzung des Bike-Parks nicht zu genehmigen, aber mit den jungen Leuten zu sprechen und ihnen zu helfen, ein Ausweichquartier zu finden. Eigeninitiative der angehenden Erwachsenen werde dabei jedoch durchaus erwarten.

Andrea Kästle

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