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Weitere Auszeichnung: Hartwig Garnerus trägt sich in das Goldene Buch der Gemeinde Grünwald ein. Bürgermeister Jan Neusiedl freut sich.

Kunstmäzen mit doppelter Auszeichnung

Grünwald - Der Kunsthistoriker Hartwig Garnerus (72) hat den Bayrischen Verdienstorden erhalten. Und sich jetzt auch in das Goldene Buch der Gemeinde Grünwald eingetragen.

Ministerpräsident Horst Seehofer hatte damit das ideelle und finanzielle Engagement des 72-Jährigen als Geschäftsführer der Theo-Wormland-Stiftung gewürdigt. Grünwalds Bürgermeister Jan Neusiedl lud Garnerus daraufhin ein, sich in das Goldene Buch der Gemeinde einzutragen. Hartwig Garnerus lebt seit vielen Jahren in Grünwald. 

Garnerus freute sich über die Aufmerksamkeit der Gemeinde. Wie er sagte, fühle er sich Grünwald seit Jahren „innerlich verbunden“. Ursprünglich aus Westfalen, sei der Ort längst sein Zuhause geworden. Auch dem bayerischen Brauchtum sei er heimatlich zugewandt. Dem Bayerischen Ministerpräsidenten habe er daher bei der Feierstunde mit einem „vivat bavaria“ gedankt. 

Wie Garnerus außerdem im Gespräch mit Neusiedl sagte, freue er sich, dass nun auch ihm die Ehre des Eintrags zuteil werde. Denn auch Theo Wormland lebte in Grünwald und hatte sich 1982, kurz vor seinem Tod im Jahr 1983, in das Goldene Buch der Gemeinde eingetragen. Kunsthistoriker Garnerus hatte den Kunstmäzen bereits im Jahr 1973 kennengelernt. Auch Wormland war Träger des Bayerischen Verdienstordens. Gemeinsam hatten sie Wormlands Kunstsammlung weiterentwickelt. 

In seiner Laudatio hatte der Ministerpräsident Hartwig Garnerus „eine der bemerkenswerten Persönlichkeiten des Münchner Kulturlebens“ genannt, als die er dazu beigetragen habe, „das kulturelle Leben in der bayerischen Landeshauptstadt weiterzuentwickeln“. So hatte Garnerus im Jahr 1993 zu einer Privatinitiative und Spendenkampagne für den Bau der Pinakothek der Moderne aufgerufen und diese auch organisiert. Gemeinsam mit anderen gelang es ihm, die Kulturstätte zu gründen und in kurzer Zeit 20 Millionen Mark zu sammeln, die die Landesregierung als zehnprozentigen Zuschuss zur Bausumme gefordert hatte. Mehr als drei Millionen Mark stammten aus der Theo-Wormland-Stiftung. Auch die Arbeit der Staatsgemäldesammlungen haben Hartwig Garnerus und Theo Wormland finanziell unterstützt. So waren in den vergangenen 30 Jahren 25 Ausstellungen möglich.

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