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Ein Blitzgerät vor der Grundschule: Raser werden hier schnell zur Gefahr für Schüler.

Kommunale Verkehrsüberwachung an 23 Stellen

Start der Blitzer-Offensive gegen Raser

Hohenbrunn - Raser stehen in Hohenbrunn ab sofort unter besonderer Beobachtung. Denn am Dienstag gaben Bürgermeister Stefan Straßmair (CSU) und Michael Braun den Startschuss für die Verkehrsüberwachung in der Gemeinde. An insgesamt 23 Stellen wird jetzt geblitzt.

Braun ist Geschäftsführer des Zweckverbandes Kommunale Verkehrssicherheit Oberland. Im Februar hat der Gemeinderat beschlossen, mit dem Zweckverband eine zeitlich befristete Vereinbarung zu treffen. An ausgewählten Verkehrspunkten im Gemeindegebiet soll nun auf die Einhaltung der Geschwindigkeit geachtet werden. Einer dieser Punkte ist die Grundschule Hohenbrunn, in der Siegertsbrunner Straße. Im Bereich davor gilt auf der Kreisstraße während der Schulzeit grundsätzlich Tempo 30. Den Anstoß zur Verkehrsüberwachung gab die Grünen-Fraktion. In ihren Antrag schrieben sie: „In unserem Gemeindegebiet gibt es verschiedene neuralgische Verkehrspunkte, an denen die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer durch zu schnelles Fahren wesentlich gefährdet ist.“ Die Polizei sei aufgrund personeller Engpässe zu einer regelmäßigen Geschwindigkeitsüberwachung nicht in der Lage.

Bisherige Maßnahmen ohne Erfolg

Versuche, den Verkehr durch Fahrbahnverengungen in der Hohenbrunner Straße zu verlangsamen, seien wieder rückgängig gemacht worden. Dialogtafeln zeigen zwar an, wenn zu schnell gefahren wird. Wirkung hätten die Tafeln aber nicht gezeigt. Aus diesem Grund sahen die Grünen in einer kommunalen Verkehrsüberwachung das Mittel der Wahl, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Dem Anliegen ist der Gemeinderat gefolgt. „Wir haben insgesamt 23 Zählstellen. In jedem Gemeindegebiet wird geblitzt“, erklärt Bürgermeister Straßmair. Insbesondere vor den Schulen, an den Ortsein- und ausgängen in Hohenbrunn und in sogenannten Spielstraßen soll das Tempo geprüft werden. Ganz klar sei: „Wir machen das öffentlich. Wir wollen transparent sein.“ Deswegen werde auf die Zählstellen mit entsprechenden Transparenten hingewiesen.

Minusgeschäft statt Abzocke

Mit Einnahmen aus den Bußgeldern rechnet der Rathauschef nicht: „Wir werden draufzahlen, aber das ist in Ordnung.“ Sollte wider Erwarten doch ein Plus erwirtschaftet werden, dann würde der Betrag für verkehrsberuhigte Maßnahmen verwendet werden. Der Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberland bietet Vereinbarungen für eine zweijährige Testphase an. Erst wenn die kommunale Verkehrsüberwachung darüber hinaus weitergeführt wird, ist ein Beitritt zum Zweckverband erforderlich. Der Zweckverband überprüft auch in umliegenden Gemeinden den fließenden Verkehr, beispielsweise in Neubiberg, Sauerlach und Aying. Auf eines machte Bürgermeister Stetfan Straßmair dann auch noch aufmerksam: „Wenn jemand erwischt wird, nützt es nichts, sich beim Bürgermeister zu beschweren.“

Wolfgang Rotzsche

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