CSU stellt Kandidat für die Bundestagswahl 2017 auf

Deutliches Votum für CSU-Kandidat Florian Hahn

Oberhaching - Klarer Vertrauensbeweis: Der CSU-Politiker Florian Hahn aus Putzbrunn ist erneut der Kandidat der CSU bei der Bundestagswahl im Herbst 2017. Mit einem sehr deutlichen Votum von 94 Prozent hat sich die Kreisvertreterversammlung der CSU am Freitagabend hinter den 42-Jährigen gestellt.

Einen Gegenkandidaten gab es – wie erwartet – nicht. 183 Delegierte gaben ihre Stimme ab, 172 setzten ihr Kreuz hinter Hahns Namen. Zwei Stimmzettel waren ungültig. 94 Prozent – die Verkündung des Wahlergebnisses war an diesem Abend wohl der einzige, kurze Moment der Anspannung. Der Kandidat im schwarzen Anzug schnauft einmal heftig auf, lässt erleichtert die Schultern fallen und strahlt. Starker Applaus beim Forstnerwirt in Oberhaching.

Im Verteidigungsausschuss profiliert

Aber eigentlich war die Wahl eine reine Formalität. Seit 2009 ist Florian Hahn aus Putzbrunn im Bundestag, hat sich vor allem als Mitglied des Verteidigungsausschusses profiliert. 2013 verteidigte er sein Direktmandat mit 52,2 Prozent der Erststimmen. Diesmal geht es um seine dritte Kandidatur, und eigentlich hat Hahn inzwischen Routine. Trotzdem sagte er: „Ich bin positiv aufgeregt“ zu Beginn seiner Bewerbung: „Meine größte Unterstützung und meine Geheimwaffe ist meine Familie.“ Seine Frau Tina und die Kinder Lilli (10) und Leo (8) sitzen ganz vorne im Saal.

Globalisierung braucht Regeln

„Es ging Deutschland selten so gut wie heute, und in Bayern ganz besonders“, sagte Hahn. „Ich glaube, wir spüren trotzdem, dass die Bürger in unserem Land in Sorge sind.“ In gut 35 Minuten sprach er – immer wieder bestätigt vom Applaus der Delegierten – über Globalisierung („Wer kontrolliert die Gigakonzerne Apple und Facebook?“), Digitalisierung („Es ist schwer, den Überblick zu behalten.“ Und: „Was passiert mit unseren Daten.“), Klimaveränderung („So viele Stürme und Überschwemmungen ab es nicht nie.“) und Demografie („Der afrikanische Kontinent wird sich bis 2050 verdoppeln.“). Sein Fazit: „Angst ist ein schlechter Ratgeber. Globalisierung braucht Regeln.“

Keine Anreize für Wirtschaftsflüchtlinge

Die „Flüchtlingskrise“ sei das beste Beispiel: „Für Wirtschaftsflüchtlinge soll es sich nicht lohnen, nach Deutschland zu kommen. Europa muss selbst bestimmen, wer, wieviel und wann zu uns kommt.“ Die Fluchtursachen müssten bekämpft und die EU-Außengrenzen gesichert werden, „im Zweifel auch durch das Militär, um Sicherheit zu schaffen“.

Aufsichtsrat und Mandat - verträgt sich das?

Auch seine bezahlte Nebentätigkeit als Aufsichtsrat bei der IABG in Ottobrunn thematisierte er, wegen der er im Oktober in die Kritik geraten war (wir berichteten). Seine Doppelrolle sei zulässig und rechtlich nicht angreifbar. „Ob es auch moralisch in Ordnung ist, das müsst Ihr beurteilen.“ Den Delegierten erklärte er: Nur weil er die Unternehmenszahlen kannte, habe er begriffen, wie der ehemals stolze Raumfahrtstandort Ottobrunn/Taufkirchen bedeutungslos zu werden drohte. Gemeinsam mit seinen Kollegen aus dem Landtag, Kerstin Schreyer und Markus Blume, sei es gelungen, den Ludwig-Bölkow-Campus mit seinen innovativen Firmen zu etablieren. „Ob ich es noch einmal genauso machen und wieder in einen Aufsichtsrat gehen würde wie 2010? Ich würde sagen: Ja.“

"Starke Stimme aus Bayern in Berlin"

Mit einem Küsschen gratulierte als Erste Gattin Tina zum guten Ergebnis, viele Delegierte kamen für eine Umarmung nach vorne. „In Zeiten, da die Weltpolitik vielen Sorgen macht, brauchen wir eine starke Stimme aus Bayern in Berlin“, sagte Oberhachings Bürgermeister Stefan Schelle und hob Hahns Verlässlichkeit hervor. Der Landkreis sei mit ihm „sehr gut vertreten“. Es stehe ein „intensiver Wahlkampf“ an. Dabei trifft Hahn auf dieselben Mitbewerber wie vor vier Jahren: Die SPD schickt Bela Bach ins Rennen, die diesmal allerdings mit einem besseren Listenplatz ausgestattet ist. Für die Grünen tritt Anton Hofreiter an, für die FDP Jimmy Schulz.

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