Das Gesicht der SpVgg Unterhaching: Präsident Manfred Schwabl (l.) und Cheftrainer Claus Schromm. Foto: Robert Gasser

Der Zug der SpVgg Unterhaching nimmt Fahrt auf

Unterhaching - Die SpVgg Unterhaching nimmt mit großem Selbstbewusstsein die neue Saison in Angriff. Vereinsboss Manfred Schwabl spricht von einem Platz unter den ersten drei als Saisonziel. Wer ihn und Cheftrainer Claus Schromm über die Mannschaft reden hört, merkt aber schnell, dass da heuer auch noch mehr gehen könnte.

Von Robert Gasser

Unterhaching - Am Sonntag um 14 Uhr wird es ernst für die SpVgg Unterhaching. Mit dem Auswärtsspiel beim Aufsteiger TSV 1860 Rosenheim startet sie in die neue Saison in der Regionalliga Bayern. „Wenn wir zu unserem Spiel finden, wird es für Rosenheim schwer, uns zu schlagen“, sagt Schromm.

Es hat sich in den letzten zwölf Monaten viel getan bei der SpVgg Unterhaching. „Haben wir im letzten Jahr vor dem Saisonstart überhaupt genug Spieler gehabt?“, fragt Schwabl und grinst. Nach dem Abstieg aus der 3. Liga musste Haching komplett von vorn anfangen, nicht wenige fürchteten, dass es noch weiter bergab gehen könnte. Doch die neu formierte Mannschaft fand erstaunlich schnell zusammen und beendete die Saison auf dem vierten Platz.

Jetzt ist alles anders. Bis auf Alex Sieghart hat kein Spieler aus dem Stammkader den Verein verlassen, zudem wurde die Mannschaft sinnvoll verstärkt. In erster Linie mit dem Ex-Löwen Dominik Stahl, der von Schromm übrigens schon als A-Jugendlicher trainiert wurde. Und dieser - man kann durchaus sagen - Sensationstransfer macht deutlich, wie sich Haching entwickelt hat. Stahl hat 123 Zweitligaspiele für den TSV 1860 München bestritten und ist mit seinen 27 Jahren im besten Fußballer-Alter. So ein Spieler wechselt nicht in die Regionalliga, wenn er nicht zu hundert Prozent vom Konzept des Vereins überzeugt ist. Auf ihn bauen Schwabl und Schromm auch nicht nur während der 90 Minuten im Spiel. Er soll der Mannschaft im Training und auch außerhalb des Platzes vorleben was es heißt, Profi zu sein.

Schwabl spricht viel vom Konzept der SpVgg, auf junge Spieler aus der Region zu bauen. „Unser Konzept greift jetzt“, sagt er. Und: „Der Zug fährt jetzt langsam los.“ Schromm bestätigt die Worte seine Präsidenten und schwärmt von seinem starken Kader, der aus 30 Spielern, davon zwölf A-Jugendlichen besteht. Spieler, die jetzt auf der Bank sitzen, hätten in der vergangenen Jahr wohl noch gespielt, sagt er. Jede Position ist doppelt besetzt, es herrscht echter Konkurrenzkampf.

15 von 18 Regionalliga-Trainern tippen auf die SpVgg als Meister. Einerseits sei dies eine gewisse Wertschätzung für die Arbeit im Sportpark, findet Schwabl. Aber: „In Umfragen ist noch keiner Meister geworden.“

Klar ist auch: Wenn die SpVgg ihren enormen Aufwand in der Nachwuchsarbeit weiter betreiben will, muss sie raus aus der Regionalliga und zurück in Dritte Liga. Schließlich kostet allein das Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) den Verein pro Jahr eine Million Euro. Doch der Weg zurück in den Profi-Fußball ist weit und steinig. Zunächst muss man Meister der Regionalliga Bayern werden, und sich dann - am Ende einer Kraft raubenden Saison - in zwei Entscheidungsspielen gegen einen anderen Regionalliga-Meister durchsetzen. Da ist dem Zufall Tür und Tor geöffnet, weshalb Schromm eine Aufstiegsrunde der fünf Regionalligameister sportlich fairer fände. Die ersten drei der fünf würden dann aufsteigen.

Aber das ist Zukunftsmusik. Jetzt gilt es für die Hachinger erst einmal die guten Leistungen in der Vorbereitung zu bestätigen. „Wir freuen uns jetzt auf die nächsten sechs, acht Wochen. Dann wissen wir mehr“, sagt Schromm und fügt hinzu: „Die Mannschaft will. Das ist in jedem Training zu spüren.“

Es weht also ein frischer Wind durch den Sportpark. Die finanziellen Rahmenbedingungen sind allerdings gleich geblieben. Der Etat (inklusive NLZ) beläuft sich auf 2,5 Millionen Euro. Erst im März will Schwabl entscheiden, ob überhaupt die Lizenz für die Dritte Liga beantragt wird. Ohne einen Investor ist dies nach wie vor unmöglich. Allerdings steigt das Interesse an der SpVgg langsam wieder, bestätigt Schwabl. Der Zug nimmt Fahrt auf.

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