Tierhasser legt Giftköder aus - 3000 Euro Belohnung für Hinweise auf den Täter

Unterhaching - Eine Hundehalterin aus Unterhaching hat Anzeige erstattet. Der Grund: Ihr zwei Jahre alte Labrador-Rüde ist allem Anschein nach vorsätzlich vergiftet worden. Die Polizei in Unterhaching geht dem Vorfall nach. Für sachdienliche Hinweise ist eine Belohnung von 3000 Euro ausgesetzt.

Als Petra Stein an einem Samstagnachmittag im Oktober mit ihrem Hund im Perlacher Forst Gassi geht, ahnt sie nichts Böses. Sie lässt ihren Labrador-Rüden von der Leine. Beide spazieren den Wald- und Fußgängerweg „Diensthütten geräumt“ entlang Richtung Oberbiberger Straße. Plötzlich läuft der Labrador-Rüde ins hohe Gras am Wegrand. Er frisst dort ein Stück Hühnerfleisch, das - und das ist das Alarmierende - fein säuberlich auf einem Plastikbeutel präpariert ist. Petra Stein kann nicht mehr verhindern, dass ihr Hund das Fleisch runterschluckt. Die Unterhachingerin fährt unverzüglich in die Tierklinik. Schließlich weiß sie intuitiv, dass irgendetwas nicht stimmt. „Das kam mir einfach spanisch vor“, sagt sie. Der Tierarzt verabreicht dem Hund ein Mittel, das ihn den vermeintlichen Giftköder erbrechen lässt. Doch obwohl Petra Stein alles richtig macht, kommt die Hilfe zu spät. Das Rattengift, das der Arzt später diagnostiziert, hat sich im Körper des Hundes bereits ausgebreitet. Der Labrador kämpft eine Woche später ums Überleben, bricht Blut und hat blutigen Durchfall.

Petra Stein, die eigentlich anders heißt, hat Anzeige bei der Unterhachinger Polizei erstattet. Dass sie ihren Namen lieber nicht in der Zeitung stehen sehen möchte, liegt daran, dass sie eine Belohnung von 3000 Euro ausgesetzt hat für Hinweise, die zur Ergreifung eines möglichen Täters führen.

Die Unterhachinger Polizei hat den vermeintlichen Giftköder bereits dem Bayerischen Landeskriminalamt in München übergeben. Dort überprüfen Spezialisten das Hühnerfleisch auf giftige Substanzen. „Eigentlich ist es sehr selten, jemand vorsätzlich Gift auslegt“, sagt Stefan Stahl von der Unterhachinger Polizei. Häufiger sei dagegen, dass Hunde vergammelte Lebensmittel fressen würden, die Spaziergänger einfach am Straßenrand wegwerfen würden. „Grundsätzlich gestalten sich die Ermittlungen in solchen Fällen schwierig, weil es eigentlich keine handfesten Hinweise auf eine Straftat gibt.“

Petra Stein hat dagegen keine Zweifel. Sie vermutet, dass sich eventuell jemand an Hundekot am Straßenrand stören könnte. Doch sie stellt klar: „Dass mein Hund vergiftet wurde ist schlimm. Doch stellen Sie sich einmal vor, ein kleines Kind läuft da entlang und kommt irgendwie mit so einem Giftköder in Kontakt.“

Lange bleibt unklar, ob Petra Steins Hund überlebt. Erst nach fünf Tagen schließlich ist er auf dem Weg der Besserung. Derzeit, die Vergiftung liegt mehr als einen Monat zurück, verabreicht Petra Stein ihrem Labrador-Rüden täglich ein Konstrastmittel. Sie sagt: „Es ist im Moment nicht ausgeschlossen, dass er langfristige Schäden davon tragen wird.“

Sachdienliche Hinweise

nimmt die Polizeiinspektion Unterhaching unter Tel. 089 / 61 56 20 entgegen.

Auch interessant

<center>Süße Weihnachtsbäckerei</center>

Süße Weihnachtsbäckerei

Süße Weihnachtsbäckerei
<center>Die 100 schönsten Familien-Erlebnisse in Bayern</center>

Die 100 schönsten Familien-Erlebnisse in Bayern

Die 100 schönsten Familien-Erlebnisse in Bayern
<center>Woaßt du ibahapts, wia gern dass i di mog?</center>

Woaßt du ibahapts, wia gern dass i di mog?

Woaßt du ibahapts, wia gern dass i di mog?
<center>Münchner Kalenderblätter</center>

Münchner Kalenderblätter

Münchner Kalenderblätter

Meistgelesene Artikel

Betrunkener in Schlangenlinien über die A8

Holzkirchen - Ohne Licht, aber dafür in Schlangenlinien ist ein 30-Jähriger aus dem südlichen Landkreis am Freitagabend auf der A8 unterwegs gewesen.
Betrunkener in Schlangenlinien über die A8

Münchner Merkur sucht Babys des Jahres

Landkreis  - Den Babys des Jahres widmet sich der Münchner Merkur: Wir wollen sie willkommen heißen. Alle Eltern, die 2016 Nachwuchs bekommen haben, können mitmachen.
Münchner Merkur sucht Babys des Jahres

Kommentare