+
Thomas und Christiane Bendig wollen das Ambiente und das Konzept des "Feuer und Stein" auf den "Alten Wirt" übertragen.

Bewährtes Konzept bleibt bestehen

Neue Chance für den "Alten Wirt"

Höhenkirchen-Siegertsbrunn - Seit Juli steht der "Alte Wirt" in Höhenkirchen leer. Nun zieht das äußerst beliebte Restaurant "Feuer und Stein" in die verwaiste Wirtschaft. 

Schlabberpulli, vertaubte Jeans und Schmutz unter den Fingernägeln. Thomas Bendig (49) sieht derzeit wahrlich nicht so aus wie jemand, der zwei Restaurants und eine Bar betreibt und dort häufig selbst in der Küche steht. Dass der Siegertsbrunner Gastronom aktuell eher an Baustelle als an feine Küche erinnert, hat einen einfachen Grund: Er steckt mitten im Umbaustress. 

Bendigs Restaurant „Feuer und Stein“, eine Mischung aus Pizzeria, Steakhouse und Bar, zieht nämlich um. Und zwar ein paar hundert Meter die Rosenheimer Straße hinauf in den „Alten Wirt“. Der steht seit Juli dieses Jahres leer und muss jetzt erst einmal umgebaut werden, damit Ambiente und Optik auch zum Konzept des „Feuer und Stein“ passen: Gutes Essen gepaart mit Veranstaltungen in lässiger Atmosphäre.

Bis Januar: Abreißen und Streichen statt Penne und Pizza

Mitte Januar wollen Bendig und sein Team den Betrieb in den neuen Räumlichkeiten aufnehmen. Der Mietvertrag im alten Lokal läuft dann aus. Aus der urigen bayerischen Wirtschaft soll bis dahin ein modernes Restaurant werden. So lange heißt es für Bendig also noch: Abreißen und Streichen statt Penne und Pizza. 

Der "Alte Wirt" ist inzwischen komplett entkernt.

Die radikale Renovierung des aus der Zeit gefallenen „Alten Wirts“ ist dringend nötig, erklärt Bendig. Inneneinrichtung und Bodenbelag stammen aus den 1960er Jahren: „Das Ambiente war eine Katastrophe.“ Und für Bendig hauptverantwortlich für das Scheitern seiner Vorgänger. Drei Wirtspaare hatten sich in den vergangenen zehn Jahren am „Alten Wirt“ versucht, mussten jedoch allesamt früher oder später aufgeben. „Mit einem Ambiente aus den 60er Jahren gewinnt man eben keinen Blumentopf“, sagt Bendig. „Da kann man noch so toll kochen.“

Die Mischung macht's

In den letzten Jahren habe sich die Gastronomie nun mal verändert. Vor 30 Jahren, als Bendig im Spatenhaus in München eine Ausbildung zum Koch gemacht hat, hätte gutes Essen vielleicht noch ausgereicht. Heute seien die Ansprüche der Gäste weitaus höher. Und genau darauf müsse man sich als Gastronom einstellen. „Essen, Trinken, guter Service, hohe Qualität, ein bisschen Unterhaltung und nettes Ambiente.“ Die Mischung macht’s. 

Im „Feuer und Stein“ setzt Bendig zudem voll auf den Wohlfühlfaktor: Feuerstellen, gedimmtes Licht und tiefe Decken verleihen dem Restaurant etwas Kuschliges. Das altbewährte Konzept will Bendig, der zusammen mit Ehefrau Christiane im Ort auch den „Gasthaus Inselkammer“ und die „Tagesbar“ betreibt, nach dem Umzug beibehalten. „Das läuft in der aktuellen Location seit sechs Jahren super und wird gut angenommen.“ 

Das neue Lokal biete ob seiner Größe zudem mehr Potenzial. Im Saal mit rund 200 Plätzen etwa können so separat zum Restaurantbetrieb Veranstaltungen ausgerichtet werden, und auch der neu gewonnene Biergarten kann dahingehend genutzt werden. Am Erfolg des alten „Feuer und Stein“ in neuem Gewand zweifelt Bendig nicht: „Wir haben so treue Gäste, da habe ich gar keine Bedenken.“

Eigentümer: "Umbau geht stark unter die Haut"

Anders erging es der Familie Stürzer, seit drei Generationen Eigentümer und Verpächter des „Alten Wirts“. Anton Stürzer etwa musste sich zunächst erst einmal anfreunden mit der vorgesehenen Umgestaltung des geschichtsträchtigen Gebäudes. So sagt er: „Das ist schon ein Einschnitt, die Umbauarbeiten gehen stark unter die Haut.“ Nach all den Jahren voller Querelen mit den vorherigen Pächtern, darunter zwei „Riesenpleiten“, sei das äußerst beliebte „Feuer und Stein“ der Bendigs die beste Lösung gewesen. 

Im neuen „Feuer und Stein“ steht Thomas Bendig dann auch hin und wieder selbst hinterm Herd oder mixt Cocktails an der Bar – dann allerdings in Kochjacke und Schürze, nicht im Baustellen-Outfit.

Auch interessant

<center>Entdecke Oberbayern!</center>

Entdecke Oberbayern!

Entdecke Oberbayern!
<center>Die Knödel-Revolution</center>

Die Knödel-Revolution

Die Knödel-Revolution
<center>Bayerisch VEGGIE - Köstliches mal ohne Fleisch</center>

Bayerisch VEGGIE - Köstliches mal ohne Fleisch

Bayerisch VEGGIE - Köstliches mal ohne Fleisch
<center>Gackerl im Gläschen</center>

Gackerl im Gläschen

Gackerl im Gläschen

Meistgelesene Artikel

Polizei warnt vor Autoaufbrecher

Neubiberg/Grünwald – Vorsicht  Autoaufbrecher:  An Kindergärten treibt sich ein Dieb herum, der  es auf Handtaschen in Autos abgesehen hat.
Polizei warnt vor Autoaufbrecher

A995: Kein Tempolimit, kein Blitzer

Taufkirchen - Der Kampf ist verloren: Weder Blitzer noch ein Tempolimit wird es auf der A995 geben. Zähneknirschend nahm der Gemeinderat seinen Beschluss zurück.
A995: Kein Tempolimit, kein Blitzer

Kamin löst Einsatz im Altenheim aus

Neubiberg - 70 Feuerwehrleute rückten zum Altenheim an. Ein Feuer mussten sie nicht löschen. Ein Kamin war schuld am Einsatz. 
Kamin löst Einsatz im Altenheim aus

Radfahrer kracht in Auto

Sauerlach -  Bremsen half nichts: Ein Radler aus Taufkirchen ist in ein Auto gekracht. Er hatte es übersehen.
Radfahrer kracht in Auto

Kommentare