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Luftballon-Künstler "Hubsi" bringt Kinder auf dem Ottostraßenfest zum Staunen.

28. Ottostraßenfest

25.000 Besucher auf der Festmeile

Ottobrunn - 140 Aussteller und Gewerbetreibende, Vereine, soziale Einrichtungen und Organisationen haben zum 28. Mal das Ottostraßenfest gefeiert. Mit mehr als 25.000 Besuchern.

Das Flanieren gleicht dem Bummel über einen bunten Basar. Überall ist etwas zu entdecken. Gerade hat es nach Steckerlfisch geduftet, da locken wenige Schritte weiter Döner, Gyros oder Chicken Curry. Blasmusik wechselt mit Sirtaki-Klängen und Sitar.

Vom Gelände der Freiwilligen Feuerwehr allerdings ganz brachiale Töne: Dort üben sich Mannsbilder im Schutzanzug an einer Kettensäge. „Es gilt, gerade Scheiben aus dem Stamm zu schneiden. Wer‘s schafft, erhält sie als Trophäe“, erläutert Eduard Klas, seit 2003 Kommandant der Feuerwehr. Weiter hinten auf dem Gelände versuchen sich Buben und Mädchen am Löschen, wird die Rettung bei einem fingierten Verkehrsunfall gezeigt. Traditionell beteiligen sich die Feuerwehrler am Fest mit einem „Tag der offenen Tür“.

„Komm, wir heben ab“, lautet das Motto zwischen der Rosenheimer Landstraße und der Mozartstraße. Der Veranstalter hatte entsprechend für reichlich Luftballons in den Farben der Gemeinde gesorgt. In Rot, Gelb oder Blau entschweben sie gen Himmel.

Hubsi, der Straßenkünstler, sorgt stets und gratis für Nachschub, sehr zum Entzücken der Kinder. Schon von weitem fällt er mit seiner dichten Ballon-Traube auf. Sein Anzug kunterbunt, auf dem Kopf trägt er einen Strohhut. Eigentlich heißt er Andrew Vanoni (46), ist in der Schweiz geboren und heute überzeugter Ottobrunner. Seit mehr als sieben Jahren bereichert er das Fest mit lustigen Aktionen, stets in wechselnder Funktion. Wie viele Ballons will er heute ans Kind bringen? „Tausend mindestens!“, lacht er verschmitzt.

Traditionell eröffnet Bürgermeister Thomas Loderer die Festmeile. Begleitet heuer von der Neubiberger Blaskapelle „Harmonie“ wie auch dem Sängerkreis Ottobrunn. Hier singt Loderer sogar selber mit. „Liebe Susanne, es ist kaum in Worte zu fassen, was du wieder geleistet hast“, war er dann voll des Lobes. Die Hauptorganisatorin der Veranstaltung, Susanne Vordermaier, hatte – mit einer Ausnahme – bei allen Festen die Fäden in der Hand. Seit 2011 mit tatkräftiger Unterstützung von Axel Keller und vielen freiwilligen Helfern. „Wenn man es ganz genau nimmt, ist es eigentlich sogar das 35. Fest“, erzählt die Gemeinderätin vergnügt. In den Anfängen hätten sich nur fünf Geschäftsleute engagiert, „Fest am Freizeiteck“ habe es da noch geheißen. Zwei Jahre Pause gab es auch. Aber die gute Idee war nicht zu stoppen, sie nahm jede Hürde. Heute zählt die Veranstaltung zu den kulturellen Höhepunkte im Ort.

Auch eine Delegation aus der Partnerstadt Mandelieu-La-Napoule kann Thomas Loderer begrüßen. Seit 1997 besteht die Verbindung. Die französischen Gäste sind mit einem Info-Stand vertreten. Um 18 Uhr ist das Fest offiziell vorbei, ein wunderbar sonniger Tag geht zu Ende. Für Susanne Vordermaier, Axel Keller und das Helferteam das Signal, erneut die Ärmel hochzukrempeln. „Es gilt jetzt, alles wieder herzuzurichten“, sagt sie ganz aus der Puste, doch glücklich. Und wie im Vorjahr lautet die Devise: Nach dem Fest ist vor dem Fest. Schon bald beginnt Susanne Vordermaier mit ihren ersten Planungen.

Kathrin Kohnke

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