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Neben dem neuen Gymnasium Ottobrunn entsteht die Turnhalle.

7,2-Millionen-Euro-Projekt am Gymnasium Ottobrunn

Neue Turnhalle: Kosten für Erdarbeiten explodieren

Ottobrunn - Das 15-Fache der Ursprungskosten ist für den Aushub der neuen Turnhalle am Gymnasium notwendig. Schuld ist eine alte Tartan-Laufbahn.

43 225 Euro sollten die Erdarbeiten für den Neubau der Turnhalle am Gymnasium Ottobrunn kosten. Eigentlich. Doch während des Aushubs der Baustelle hat sich gezeigt: In dem Bodenmaterial befinden sich Reste einer alten Tartanbahn, klein zerteilt und in die Erde gemischt. „Die wurde damals leider nicht fachgerecht entsorgt“, bedauert Johann Mader, stellvertretender Geschäftsleiter des Zweckverbands Staatliche weiterführende Schulen im Südosten des Landkreises München. 

Auch die Mitglieder der Verbandsversammlung, Vertreter der Zweckverbands-Gemeinden Neubiberg, Brunnthal, Höhenkirchen-Siegertsbrunn, Aying, Putzbrunn, Ottobrunn und des Landkreises, zeigten sich bei der Sitzung gestern nicht begeistert. Denn die Entsorgung der Altlasten kostet nun 625 000 Euro – knapp das 15-Fache der ursprünglich angesetzten Summe. 

„Damit ist vom schönen Vergabegewinn dieses Gewerks nichts mehr übrig“, fasste Mader zusammen. Statt sparen zu können zahlt der Zweckverband nun gehörig drauf. 

Höhenkirchen-Siegertsbrunns Bürgermeisterin Ursula Mayer (CSU) fragte nach, ob es denn keine Unterlagen von dem Abriss der Laufbahn in den 1990er Jahren gebe. Die gibt es nicht. „Eine nicht dokumentierte Gedankenlosigkeit“, übte sich Landrat Christoph Göbel (CSU) in Galgenhumor. 

Zwar ist das Material nicht gesundheitsgefährdend, „aber es muss nun entsorgt und darf nicht an anderer Stelle wieder eingebaut werden“, betonte er. 

Diese Mehrausgaben wirken sich auch auf die Prognose für die Gesamtkosten des Turnhallen-Neubaus aus. Juris Priede vom Büro Hitzler Ingenieure, die das Projektmanagement inne haben, geht derzeit von 7,29 Millionen Euro für die Turnhalle aus, die bis 19. Juli 2017 fertiggestellt sein und an diesem Datum übergeben werden soll. Zunächst war der Bau mit 6,86 Millionen Euro beziffert worden. Im schlimmsten Fall rechnet der stellvertretende Projektmanager mit 7,46 Millionen Euro – falls weitere Überraschungen auftauchen.

Janine Tokarski

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